Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Donnersberglauf: Gegenwind am Ludwigsturm

Kurz vor dem Ziel am Ludwigsturm wehte der Wind von vorn, doch die Läufer kämpften erbittert weiter und wurden gebührend empfang
Kurz vor dem Ziel am Ludwigsturm wehte der Wind von vorn, doch die Läufer kämpften erbittert weiter und wurden gebührend empfangen.

Um 15.30 Uhr fing es am Donnersberg stark zu regnen an. Richtig windig war es zuvor schon. Doch insgesamt 374 Teilnehmer des 28. Internationalen Donnersberglaufs 2020 trotzten dem schlechten Wetter. Sie kamen nach 7,2 Kilometern und 418 Höhenmetern zwar stark durchnässt, aber sichtlich glücklich im Zieleinlauf neben dem Ludwigsturm an.

Mit knapp 15 Grad am Morgen hatte der Samstag eigentlich gut angefangen. Als sich das Starterfeld um 15 Uhr von Steinbach in Richtung Donnersberg begab, waren die Bedingungen auch noch nicht so schlecht. Doch dann wurde es immer stürmischer. „Ich hatte zuerst Rückenwind, auf den letzten Kilometern dann Gegenwind“, erzählte der spätere Gewinner Jonas Lehmann, der mal wieder der schnellste Läufer war. Seine Siegerzeit von 28:13,40 Minuten war aber weit entfernt vom Streckenrekord, der bei 26:18 Minuten bei den Männern steht.

Souverän zum vierten Sieg

Lehmann war es egal. Im T-Shirt lief der Starter des TuS Heltersberg souverän zu seinem vierten Gesamtsieg. Genauso wie übrigens Simone Raatz vom ASC Darmstadt, die nach 33:12,70 Minuten ins Ziel kam. Beide Läufer hatten ihren Namen mit ihrer Siegesserie schon in die „Bergstraße der Gewinner“ eintragen können.

Von Steinbach liefen die Teilnehmer über Dannenfels, vorbei am Kloster Gethsemani, bis auf den Gipfel des höchsten Bergs der Pfalz. Frauen, Männer, Jugendliche sah man in Richtung Ludwigsturm. Einer der schnellsten Starter aus der Region war Jonas Steinhauer. Der 17-Jährige lief für die WEG Winnweiler und hatte auf dem Gipfel eine Zeit von 32:26,10 Minuten stehen. Eine tolle Leistung.

Ein starker Elfjähriger und ein schneller 70-Jähriger

In der weiblichen Konkurrenz belegte Constanze Schmidt vom Laufausrichter LC Donnersberg einen guten achten Platz. Die 24-Jährige benötigte für die Strecke 39:09 Minuten.

Gesamt-35. wurde Schmidts Teamkollege Sascha Christmann (36:19,60). Jonathan Bosarge, ebenfalls vom LC Donnersberg, kam in 37:17,90 Minuten als 42. ins Ziel. Der erst elfjährige Ayon Schielmann vom SV Börrstadt gewann die Wertung der Altersklasse MJU16. Die Zeit von 40:01,40 Minuten war ganz stark. Sophie Schmidt aus Winnweiler siegte in der Altersklasse WJU20. Sie lief 41:40,10 Minuten.

Weitere bemerkenswerte Platzierungen: Der 70 Jahre alte Gerhard Baus war nur wenig langsamer als die viel jüngeren Konkurrenten. Der Starter vom ABC Ludwigshafen hatte auf der Uhr am Ende die 42:50,70 stehen und belegte in der Gesamtwertung den 125. Platz.

Mit 84 Jahren in 58 Minuten am Ziel

Lisa Mahler (31 Jahre) siegte in der Klasse W30. Die Zeit der Gauersheimerin: 43:36,20. Ältester Läufer im Feld war der Dürkheimer Ludwig Mesel. Der 84-Jährige benötigte für die Bergstrecke 58:47 Minuten und wurde 322.

Der Donnersberglauf ist der erste von sieben Läufen zum Pfälzer Berglaufpokal. „Für mich ist das immer der ideale Einstand in die Wertung“, befand Jonas Lehmann, der im Ziel trotz des schlechten Wetters von rund 80 Zuschauern empfangen wurde, die die Läufer auch gut anfeuerten.

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