Kaiserslautern
Die Tote aus der Staubörnchenstraße stammt aus Ungarn
Den aktuellen Ermittlungen zufolge war die ungarische Staatsangehörige zuletzt am 4. Dezember nach Deutschland eingereist, um als Pflegekraft eine Arbeitsstelle in München anzunehmen. Laut Polizei hat sie die Stelle aber nicht angetreten. Auch soll sie sich bereits im August 2020 in Saarbrücken aufgehalten haben, eventuell auch im Großraum Stuttgart. Die Polizei appelliert jetzt an die Bevölkerung, sich zu melden, wenn jemand Diana Bodi gesehen hat, sie beschäftigte oder ihr ein Zimmer vermietet hatte.
Die Frau war in Ungarn als vermisst gemeldet
Bernhard Erfort, Sprecher des Polizeipräsidiums Westpfalz, sagte am Montag, Beamte hätten zuletzt europaweit Vermisstenfälle ausgewertet. Das sei sehr arbeitsintensiv gewesen, auch weil viel übersetzt werden musste. So sei man schließlich auf die Identität der Toten gestoßen. Die 48-jährige Frau, die einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel, sei in Ungarn als vermisst gemeldet worden. Ein DNA-Nachweis habe am Ende Klarheit gebracht.
Die Leiche der Frau war in einer ruhigen Seitenstraße in der Nähe des Einkaufszentrums „K in Lautern“ gefunden worden. Es deute einiges darauf hin, dass sie dort aber nicht umgebracht wurde, sagte Erfort am Montag. Deshalb bittet die Polizei jetzt noch einmal dringend Zeugen, die zwischen dem 11. und 13. Dezember im Umfeld von 800 Metern etwas beobachtet haben, sich zu melden. Da die Polizei jetzt mit einem Foto und einem Namen in die Öffentlichkeitsfahndung gehen kann, erwartet sie, bei der Tätersuche weiterzukommen. „Wir hoffen jetzt auch in Kaiserslautern auf weitere Zeugenhinweise, die uns weiterhelfen“, so Erfort.
Über 150 Hinweise ausgewertet
Die Polizei hatte sofort eine Sonderkommission eingesetzt. Die Fahndung lief europaweit. Über 150 Hinweise wurden ausgewertet. Zuletzt hatte die Polizei die Bevölkerung immer wieder aufgerufen sich zu melden, beispielsweise, wenn jemand mit einer Frau in Kontakt war, die plötzlich nicht mehr aufgetaucht ist.
Kurz vor Weihnachten war ein 31-jähriger Tatverdächtiger festgenommen worden. Er musste aber wenige Tage nach seiner Festnahme wieder aus der Untersuchungshaft entlassen werden, weil die Staatsanwaltschaft auf Spuren gestoßen war, die den Mann entlasteten.
Zeugen, die Hinweise geben können oder Verdächtiges wahrgenommen haben, werden gebeten, sich unter Telefon 0631/369-2620 mit der Polizei Kaiserslautern in Verbindung zu setzen. Unter 0152/11970863 ist ein anonymes Hinweistelefon eingerichtet.