Handball
Dansenberg muss gegen „echten Brocken“ ran
Das bislang letzte Aufeinandertreffen der beiden Drittligisten ist erst wenige Wochen her. Beim Osada-Cup Mitte August in Viernheim setzte sich der TuS Dansenberg in der Gruppenphase nach einem zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand mit 30:24 souverän durch und holte sich anschließend den Turniersieg.
„Vorbereitung ist Vorbereitung, da wird sehr viel probiert und getestet, das zählt für mich nicht“, stellt TuS-Coach Frank Müller klar. „Wir haben das Spiel genutzt, um Spielanteile an alle Akteure zu verteilen. Dansenberg hat im zweiten Durchgang hingegen auf seine eingespielte Truppe gesetzt. Das Ergebnis ist meiner Meinung nach etwas zu hoch ausgefallen“, berichtet HSG-Coach Hannes Geist im Rückblick auf das Spiel.
In eigener Halle wollen es die Hessen diesmal besser machen. Hanau ist mit einem klaren Auswärtssieg beim VfL Gummersbach II in die Saison gestartet und möchte nun in eigener Halle nachlegen. Das weiß auch Müller, der dem Gegner eine hohe Qualität attestiert: „Da kommt wirklich ein Brocken auf uns zu. Hanau spielt einen sehr schnellen Handball, da wird nichts dem Zufall überlassen. Sie sind in der Breite sehr gut aufgestellt und spielen einen körperlich robusten Handball. Wenn wir dort etwas mitnehmen wollen, müssen wir 60 Minuten lang konzentriert zur Sache gehen und dürfen uns keine Nachlässigkeiten leisten.“
Variable Hanauer auch körperlich stark
Beim Auftaktsieg gegen die Bundesligareserve des VfL Gummersbach trafen zehn verschiedene Schützen, was für eine große Ausgeglichenheit des HSG-Kaders spricht. Dass Hanau ein deutlich stärkerer Gegner sein wird, als es das HLZ Friesenheim-Hochdorf beim Saisonauftakt war, steht außer Frage. Umso wichtiger ist aus Sicht der Dansenberger, dass mit Torben Waldgenbach ein wichtiger Spieler vor der Rückkehr steht. Der Rückraumspieler stand nach überstandener Verletzung gegen Hochdorf bereits im Kader, wurde aber noch geschont. Der gebürtige Koblenzer mit dem Gardemaß von 1,93 Meter bringt körperlich alle Voraussetzungen mit, um gegen die physisch starken Hanauer als kämpferisches Vorbild vorangehen zu können. Der Rückraumlinke ist auch auf der Schlüsselposition des Spielmachers einsetzbar, wo er den beim Saisonauftakt überragend Regie führenden Jan Claussen entlasten soll. Dass der Student auch in der Abwehr ein wichtiger Faktor sein kann, ist unumstritten. Waldgenbach kam vor einem Jahr von Drittligist HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II nach Dansenberg und steht noch bis zum Saisonende unter Vertrag.
„Wir müssen die einfachen, schnellen Tore verhindern und Hanau in den Positionsangriff zwingen. Wir gehen nicht als Favorit in dieses Spiel, wollen sie aber natürlich ärgern und zur Stelle sein, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt“, betont Müller.
So spielen sie
TuS Dansenberg: Fiedler/Lüpke (Tor), Claussen, Dambach, Serwinksi, T. Holstein, Dietrich, Bösing, Dettinger, Reitmann, M. Holstein, Kurz, Kölsch, Kötz, Waldgenbach