Kaiserslautern
Ärmel hoch und los geht’s: Wünsche und Erwartungen an die neue OB
Arnd Poetzsch-Heffter, Präsident der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität in Kaiserslautern: Digitalisierung nutzen, Klimawende schaffen und Lebensqualität weiter steigern: Wenn Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik an einem Strang ziehen, haben Kaiserslautern und die Region sehr gute Perspektiven für die Zukunft. Die Universität ist in diesem Zusammenspiel ein wichtiger Bildungsraum für junge Menschen, Magnet für kluge Köpfe, Innovationslabor und Katalysator für wirtschaftliche Entwicklungen. Die Menschen und die Familien, die wegen der Universität in der Region bleiben oder neu hierher ziehen, brauchen gute Unterstützung und erwarten ein attraktives Stadtleben. Und wir brauchen professionelle und verlässliche Unterstützung und Gestaltungsräume für komplexe Großvorhaben. Wir freuen uns darauf, das gute Zusammenwirken zwischen Stadtspitze und Universitätsleitung mit der neuen Oberbürgermeisterin fortzusetzen und die Teamleistung mit allen anderen Playern weiter auszubauen, um in der Breite des Spielfelds die Potenziale einer Universitätsstadt zu heben – ganz im Sinne der sportlichen Tradition in Lautern: ambitioniert und gemeinschaftlich.
Tracy O’Brien, Schulleiterin Lina-Pfaff-Realschule plus: Als sogenannte Schule in herausfordernder Lage sind wir gemeinsam mit acht anderen Schulen in Kaiserslautern im Landesprojekt „Schule stärken, starke Schule“. Wir haben einen hohen Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund und aus sozial schwachen Familien. Bislang macht die Stadt Kaiserslautern bei der Behandlung der Schulen keinen Unterschied. Dabei müsste die Stadt doch gerade den Schulen mit besonderen Bedarfen helfen, die es ja nachweislich schwerer haben als andere Schulen. Da würden wir uns Unterstützung wünschen. Ebenso bei der Ausstattung der Turnhalle, in der viele Geräte nicht mehr benutzt werden dürfen. Dabei wissen wir doch alle, wie wichtig Bewegung ist. Unser Wunsch ist, dass in eine ordentliche Ausstattung investiert wird. Ein weiterer Punkt: Es fehlt nicht nur bei uns an Reinigungskräften, das Problem haben auch andere Schulen, die nicht mehr ordnungsgemäß gereinigt werden. Da müsste ebenfalls dringend etwas passieren.
Richard Müller, Kammgarn-Chef: Ich kenne Beate Kimmel seit über 40 Jahren und schätze sie persönlich sehr. Seit einigen Jahren ist sie die Aufsichtsratvorsitzende der Kammgarn GmbH, und wir arbeiten vertrauensvoll und erfolgreich zusammen. Dies wünsche ich mir auch für die Zukunft.
Axel Gilcher, DRK-Vorstand/ Kreisgeschäftsführer: Zwei Dinge aus der Antrittsrede von Frau Kimmel sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Sie will die Menschen der Stadt in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen und dazu beitragen, dass sich Kaiserslautern als lebenswerte Stadt weiterentwickeln kann. Hierzu tragen ein umfangreiches soziales Angebot, eine gute medizinische Versorgung und eine gezielte Vorsorge für Krisenereignisse unmittelbar bei. Als Deutsches Rotes Kreuz leisten wir mit unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und hauptamtlichen Mitarbeitenden genau in diesen Bereichen einen großen Beitrag und wollen uns deshalb zukunftsgerichtet aufstellen. Damit uns dies gelingt, benötigen wir die Unterstützung der Politik, um beispielsweise Lösungen für das DRK-Areal an der Barbarossastraße zum Ausbau einer zentralen Anlaufstelle für alle DRK-Angebote zu finden und eine zukunftsfähige Rettungswache am Kniebrech zu errichten. Unser größter Wunsch an Frau Kimmel ist deshalb ihre Unterstützung, um die politischen Fraktionen im Stadtrat davon zu überzeugen, dass die Neubauprojekte des Roten Kreuzes für die Zukunft der Stadt Kaiserslautern und für die Stadtgesellschaft wichtig und richtig sind. Und wir wünschen uns echte Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen im DRK, die sich jeden Tag für die Menschen in der Stadt einsetzen. Frau Kimmel wünschen wir viel Erfolg, die notwendige Energie und viel Freude bei ihrer neuen Aufgabe und sagen ihr unsere volle Unterstützung zu.
Peter Weißler, Leiter der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens: Ich erwarte mir von Frau Kimmel in ihrer Amtszeit, dass es ihr gut gelingt, die Stadt Kaiserslautern als attraktiven Wohn- und Arbeitsort zu etablieren. Es gilt, Ansiedlungen und Unternehmenserweiterungen zu schaffen. Kaiserslautern sollte so attraktiv sein, dass die Menschen mit ihrem familiären Umfeld, genau die Arbeitsbedingungen und auch Rahmenbedingungen vorfinden, die sie brauchen. So werden sie gerne ihren Lebensmittelpunkt in der größten Stadt der Westpfalz haben. Ich freue mich auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit.
Matthias Pallmann, Vorsitzender des Kaiserslauterer Einzelhandelsverbands: Ich wünsche mir eine starke Unterstützung für das Citymanagement. Das ist wichtig, um Dinge ohne ideologische Scheuklappen zu entwickeln. Und ich wünsche mir die Wiederbelebung eines großen Runden Tisches, wie es ihn unter dem früheren Oberbürgermeister Bernhard Deubig gab. Kimmels Vorgänger Klaus Weichel wollte den nie. Darin waren die Sparkassen vertreten, der Handel, die Stadtwerke, die Gastronomie, Hoteliers und andere, das war eine ganz tolle Form von Netzwerken. In so einem Zirkel können gemeinsam neue Projekte angeschoben werden, dort werden Kontakte vertieft, ohne in parteipolitische Turbulenzen zu geraten. Da ist Beate Kimmel auch als Moderatorin gefragt, sie sollte die Menschen zusammenführen. Ganz wichtig ist die Stärkung der Innenstadt. Die City macht das Profil von Kaiserslautern aus, sie ist das Gesicht der Stadt, für die, die hier wohnen, aber auch für die auswärtigen Gäste.
Till Mischler, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer der Pfalz: Handwerksbetriebe sind für unsere Stadt und ihre Bürger wichtig. Als Arbeitgeber, als Ausbilder, als Dienstleister. Sie machen die Innenstadt attraktiv – man denke an Bäckereien, Metzgereien, Friseurbetriebe, Optiker und viele mehr. Und Sie helfen, wenn man sie braucht, beispielsweise Installateure, Elektrotechniker, KFZ-Betriebe. Ihre Bedeutung wertzuschätzen, ihre Arbeit mit guten städtepolitischen Rahmenbedingungen zu unterstützen und ein offenes Ohr für ihre Nöte, das ist es, was ich mir von Frau Kimmel wünsche und auch von ihr erwarte.
Theo Düppre, Chef der Firma Wipotec: Ich freue mich über die außerordentlich gelungene und sehr kurzweilige Amtsübergabe am vergangenen Montag in der Fruchthalle und gratuliere Beate Kimmel nochmals ganz herzlich zu ihrer neuen Aufgabe als Oberbürgermeisterin. Auch wir als Wipotec GmbH haben hohe Erwartungen an Frau Kimmel und an die gesamte öffentliche Verwaltung. Mit rund 1000 Mitarbeitern in Kaiserslautern haben wir seit unserer Gründung vor 35 Jahren eine klare Positionierung zu unserer Stadt abgegeben. Wir entwickeln und produzieren unsere Produkte ausschließlich in Kaiserslautern und möchten dies auch in Zukunft so fortsetzen. Wir investieren jährlich im unteren Bereich einen achtstelligen Betrag in unsere lokale Betriebs- und Infrastruktur und stärken, gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, die Kaufkraft der Stadt. Um dies auch in Zukunft zu gewährleisten, erwarten wir stabile und zuverlässige politische und wirtschaftspolitische Rahmenbedingen, die im Stadtverbund beginnen. So klagen viele unserer Mitarbeiter über steigende Mieten und Mietnebenkosten sowie über ein zu niedriges Angebot an bezahlbarem Wohnraum. Hier müssen kurzfristig von allen politischen Entscheidungsträgern im Stadtverbund neue Akzente zur Zufriedenheit der Bürger gesetzt werden. Wichtig ist außerdem die Vermeidung einer Erhöhung der Gewerbesteuerhebesätze, da dies kontraproduktiv für den Bestand und die Ansiedlung ertragsstarker und wachstumsorientierter Unternehmen ist. Neben einer konstruktiven und engen Zusammenarbeit mit der örtlichen Verwaltung erwarten wir auch eine signifikante Verkürzung der Warte- und Bearbeitungszeiten, sei es bei der kurzfristigen Beantragung von Ausweisdokumenten für Geschäftsreisen bis hin zur Genehmigung von Bauvorhaben. Nebenbei würden wir es begrüßen, wenn im Innenstadtbereich die Möglichkeit des kostenlosen Kurzzeitparkens eingeführt wird.
Veronika Pommer, Regionalleiterin der Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Nordwestpfalz: Die IHK Pfalz – und natürlich auch ich persönlich – wünschen Frau Kimmel alles Gute für ihr neues Amt. Wir freuen uns auf eine vertrauensvolle, rege Zusammenarbeit. Kaiserslautern und die Region haben großes Potenzial, aber auch deutliche Herausforderungen: etwa die Lage des Kommunalhaushaltes, Fachkräftemangel und fehlende Gewerbe- und Industrieflächen. Wir wünschen uns von Frau Kimmel immer ein offenes Ohr für die Belange der Wirtschaft und sind sehr zuversichtlich, dass wir dies bei Frau Kimmel auch finden.
David Lyle, Geschäftsführender Vorstand der Lebenshilfe Westpfalz: Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und uns ist in vielerlei Hinsicht geprägt von gegenseitigem Vertrauen. Das zeigt sich insbesondere bei der gemeinsam betriebenen Gartenschau. Wünschen würde ich mir, dass diese vertrauensvolle Zusammenarbeit, aber auch die notwendige politische und finanzielle Unterstützung, zum Wohle der Gartenschau, weiterhin sichergestellt wird.
David Lyle, Geschäftsführender Vorstand der Lebenshilfe Westpfalz: Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und uns ist in vielerlei Hinsicht geprägt von gegenseitigem Vertrauen. Das zeigt sich insbesondere bei der gemeinsam betriebenen Gartenschau. Wünschen würde ich mir, dass diese vertrauensvolle Zusammenarbeit, aber auch die notwendige politische und finanzielle Unterstützung, zum Wohle der Gartenschau, weiterhin sichergestellt wird.