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Freitag, 04. Mai 2018 Drucken

Kreis Kaiserslautern

Otterberg: Business Center „in den Startlöchern“

von Monika Klein

Das einstige Modehaus Binoth wird zum Business Center. Wer wissen will, wie es derzeit im Inneren aussieht, kann beim verkaufsoffenen Sonntag am 6. Mai einen Blick hinein werfen.

Das einstige Modehaus Binoth wird zum Business Center. Wer wissen will, wie es derzeit im Inneren aussieht, kann beim verkaufsoffenen Sonntag am 6. Mai einen Blick hinein werfen. ( Foto: VIEW)

Neues Leben ist in das ehemalige Modehaus Binoth in Otterberg eingezogen. Zurzeit wird darin noch gehämmert, gebohrt und geflext. In der stadtbildprägenden Immobilie entstehen Geschäftsräume und Büros, die angemietet werden können. Zusätzlich zieht eine Schule für Hörakustik ein, deren Online-Kurse bereits im Juni beginnen. Voraussichtlich wird das Haus im Spätsommer eröffnen. Vorab führt Denny Kirstein am verkaufsoffenen Sonntag, 6. Mai, von 13 bis 18 Uhr Interessierte durch die Räume.

„Wir stehen in den Startlöchern“, erzählt Denny Kirstein, geschäftsführender Gesellschafter des Business Centers Otterberg (BCO). Anfang des Jahres hat er das Gebäude, das zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaut wurde, aus privater Hand gekauft. Das alte Inventar wurde weggeschafft, das Gebäude entkernt. Jetzt werden Wände neu gezogen, ein Teil der Renovierungsarbeiten ist erledigt. Richtig los geht es, wenn die Brandschutzpläne genehmigt sind. „Das sind dann alles keine größeren Arbeiten mehr“, hofft Kirstein auf ein zügiges Voranschreiten.

Neue Idee gegen Fachkräftemangel

 

Im Sommer 2017 hat der Hörgeräteakustikmeister, der Vorsitzender des Otterberger Werbekreises ist, seine drei Fachgeschäfte mit Hauptsitz in Otterberg aufgegeben. Insbesondere den Fachkräftemangel in seinem Handwerk benennt er als einen Grund. Dem wirkt er mit seiner neuen Geschäftsidee entgegen. Denn im ersten Stockwerk entsteht eine Schule, die „Emma – Kompetenz in der Hörakustik“, die er als Partnergesellschaft gemeinsam mit Corinna Ruhl eröffnet.

 

Beide sind Meister in ihrem Handwerk und Mitglieder des Prüfungsausschusses der Bundesinnung. Ruhl war zudem als Ausbildungsleiterin für ein Unternehmen der Branche tätig. In der Schule, die Angebote zur Weiterbildung, für Wieder- und Quereinsteiger sowie spezielle Schulungen für Firmen unterbreitet, werden beide als Dozenten tätig sein. Zusätzlich wird mit externen Fachleuten kooperiert.

Ballonfabrik einer der Mieter

 

Das dreigeschossige Gebäude verfügt über eine Fläche von knapp 900 Quadratmetern. Erd- und erstes Obergeschoss sind 280 Quadratmeter groß, das zweite Obergeschoss ist etwas kleiner. Im unteren Stockwerk werden Flächen für drei Ladengeschäfte mit je rund 60 Quadratmetern sowie Lagerräume geschaffen. Ein Mieter wird die Ballonfabrik sein, die Kirstein erst kürzlich übernommen hat. Die beiden anderen Mieter stehen noch nicht endgültig fest.

 

Im Erdgeschoss wird genauso wie im Stockwerk darüber je ein großzügiger, offen gehaltener Bereich als Foyer, beziehungsweise als Empfang mit Wartebereich eingerichtet. Im ersten Stock werden neben zwei Schulungsräumen und einem Seminarraum mehrere Büros eingerichtet, die angemietet werden können. Sie sind beispielsweise für Start-up- oder Einzelunternehmen gedacht, die die vorhandene Infrastruktur – wie Netzwerktechnik, Drucker, technische Unterstützung, Küche, Sekretariat und sanitäre Anlagen – mitnutzen können. Ein eigener Serverraum wird eingerichtet. Schnelles Internet gibt’s über Glasfaserkabel, das noch verlegt wird. Im zweiten Obergeschoss sind die Büros der Schule und die Verwaltung der Werbeagentur Druckwerk untergebracht, bei der Kirstein Gesellschafter ist.

Fachwerk bleibt erhalten

 

Trifft die Genehmigung des Brandschutzplans ein, geht es an die Innengestaltung der Räume. Wände und Böden werden erneuert, die Beleuchtung auf LED umgestellt. Wert legt Kirstein darauf, dass das Sichtfachwerk des historischen Gebäudes im ersten Stock erhalten bleibt. Die Zwischenräume werden mit Glaselementen gefüllt.

 

Dass die Arbeiten in dem seit rund zwei Jahren leer stehenden Gebäude auf großes Interesse stoßen, ist Kirstein klar. „Ich bin schon ganz oft daraufhin angesprochen worden“, erzählt er. Aus diesem Grund öffnet er das Haus am verkaufsoffenen Sonntag für Besichtigungen und Führungen durch die Räume.

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