Grünstadt
Melanie Vatter leitet das Bauamt der Stadtverwaltung
Melanie Vatter betritt ihren neuen Arbeitsplatz immer noch durch die Hintertür – es ist eine Corona-Vorsichtsmaßnahme. Ein Teil der Mitarbeiter des Gebäudes im Kreuzerweg, in dem die Bauabteilung untergebracht ist, geht zur Haupttür hinein, der andere durch die Nebentür. Melanie Vatter ist trotz allem gut an ihrem neuen Arbeitsplatz angekommen: „Ich bin sehr gut aufgenommen worden im ganzen Haus und in meiner Abteilung“, sagt sie. Die Stelle der Bauamtsleiterin war krankheitsbedingt längere Zeit vakant, Vatter hat den Job Anfang Mai übernommen.
Zwei große Projekte
Zwei große Projekte werden die 44-Jährige aus Ottersheim in den nächsten Jahren beschäftigen: die Sanierungen des Leininger Oberhofs und der Obersülzer Straße. Vatter, die „Verwaltung“ gelernt hat, setzt hier auf ihre Mitarbeiter, deren Expertise: „Ich habe die Fachleute hier sitzen, die die Ausbildung haben. Ich muss mich auf sie verlassen.“ Es gebe wöchentliche Rücksprachen und Treffen mit ihr, die Erwartungshaltung sei klar formuliert.
Vorher in Freinsheim und Göllheim tätig
Gleichwohl hat Vatter viele Jahre Erfahrung in Bauabteilungen. Bevor sie nach Grünstadt kam, leitete sie das Bauamt der Verbandsgemeinde Göllheim, das für 13 Ortsgemeinden zuständig ist. Und auch bei der VG-Verwaltung Freinsheim, bei der sie von 1996 bis 1999 gelernt hat (Beamtenlaufbahn gehobener Dienst, Ausbildung auch an der FH Mayen) und danach in unterschiedlichen Funktionen tätig war, gehörte der Baubereich dazu. 2016 wechselte sie nach Göllheim, wo sie erst stellvertretende Bauamtsleiterin, 2018 dann Chefin wurde.
Ingenieursstelle offen
In der Grünstadter Bauabteilung sind normalerweise elf Leute beschäftigt, eine Ingenieursstelle ist allerdings unbesetzt, nachdem ein Kollege gewechselt hat. Die Stelle sei schon zweimal erfolglos ausgeschrieben worden. Vatter hofft, dass sie bald besetzt werden kann, schließlich soll sich der Stelleninhaber mit um den Ausbau der Obersülzer Straße kümmern: „Das ist eine sehr komplexe Gesamtmaßnahme wegen der einzelnen Beteiligten, die man koordinieren muss“, sagt sie.
Beim anderen Großprojekt, der auf zwei Jahre angesetzten Sanierung des Leininger Oberhofs, ist sie froh, mit Robert Huber einen erfahrenen Projektleiter zu haben. Gut findet die Mutter zweier Töchter, dass die Kommunalpolitiker anerkannt haben, dass in der Bauabteilung Arbeiten zu priorisieren sind, weil nicht alles auf einmal gehe.
Wunsch: Vertrauensvolle Zusammenarbeit
Ihr Wunsch für den neuen Job? „Dass wir vertrauensvoll zusammenarbeiten – sowohl intern als auch mit der Politik.“
Und noch etwas wünscht sie sich mit Blick auf all die anstehenden Arbeiten – womit wir wieder bei Corona wären: „Dass uns die Corona-Krise und die Entwicklungen in der Baubranche keinen zeitlichen oder finanziellen Strich durch die Rechnung machen.“