Badminton
Youngster Timon Angermann beweist bei 1:7-Niederlage des TSV Eppstein sein Talent
Seit dieser Saison ist der 16-jährige Hoffnungsträger des TSV fester Bestandteil der ersten Mannschaft. Dabei ist Angermann erst ganz am Anfang seiner Badminton-Karriere. Der 16-Jährige besucht in Kaiserslautern die zwölfte Klasse des Heinrich-Heine-Gymnasiums, einem Sportinternat. „Mein halbes Leben besteht eigentlich aus Badminton“, sagt der Schüler. Mit acht Jahren habe er damit begonnen. Fasziniert hätten ihn von Beginn an das Spielgefühl und die hohe Geschwindigkeit. Zuvor habe er auch Handball ausprobiert. „Ich wollte aber mehr alleinige Verantwortung haben“, erklärt Angermann den Wechsel der Sportart.
Seine erste Station war die TSG Grünstadt. Seine damaligen Trainer, Renate und Fred Phillipi, erkannten früh sein Potenzial. Sie machten ihn auf den TSV Eppstein aufmerksam und legten ihm einen Vereinswechsel nahe. Bei seinem neuen Club habe er gleich ein „tolles Teamgefühl“ gespürt, berichtet Angermann. Inzwischen bestreitet der Youngster in Eppstein seine dritte Saison.
Traum Bundesliga
Geht es nach Carsten Wegner, Badminton-Abteilungsleiter beim TSV, soll Angermann möglichst lange in Eppstein bleiben. „Wir sind sehr froh, dass er sich entschieden hat, den nächsten Schritt bei uns zu machen. Wir wollen ihm die bestmögliche Unterstützung bieten“, betont Wegner. Die Bundesliga sei zwar ein Traum für ihn, als zwingendes Ziel habe er diese für sich selbst jedoch nicht ausgegeben, erklärt Angermann. „Ich will mich zunächst einmal weiterentwickeln und mich spielerisch noch mehr steigern.“ Auf diesem Weg seien auch Niederlagen hilfreich. „Ich ärgere mich zwar über Pleiten, aber vor allem sehe ich dabei die Erfahrung, die ich durch jeden Ballwechsel dazugewinne“, sagt Angermann.
In Neuhofen musste der 16-Jährige im Doppel an der Seite von Peter Preuß eine solche Erfahrung machen. Trotz einer soliden Leistung unterlag das Duo der TuS-Paarung Thorsten Herrmann/Sascha Ackermann 16:21, 15:21. Mit ein Grund für die Niederlage sei die unterschiedliche Spielweise von Preuß und ihm gewesen, erläutert Angermann. Während Preuß auf schnelle Punktgewinne aus gewesen sei, habe er selbst das Tempo rausnehmen wollen, um die Gegner über längere Distanzen zu schlagen.
Enormer Laufeinsatz
Er räumt aber auch ein: „Peter ist enorm erfahren und übernimmt die Leitung in unserem Doppel, wodurch er mir viel hilft.“ Noch lieber spiele er aber mit dem ebenfalls noch jungen Marius Günther zusammen, den Angermann bereits aus Grünstadt kennt. „Wir haben ähnliche Spielsysteme“, erläutert Angermann.
Im Einzel lief es für das TSV-Talent besser. Mit enormem Laufeinsatz gewann Angermann in drei Sätzen gegen Patrick Strese. Dabei drehte er seinen Körper immer wieder so geschickt ein, dass sein Gegner die Schläge kaum vorhersehen konnte. Zudem brachte er Strese mit seinen kurz hinter das Netz gespielten Bällen an den Rand der Verzweiflung.
So spielten sie
Doppel: Sebastian Gaag/Patrick Strese - Martin Hoffmann/Tobias Sohn 21:10, 21:10; Thorsten Herrmann/Sascha Ackermann - Timon Angermann/Peter Preuß 21:16, 21:15; Maike Stritzinger/Jessica Bossert - Beatrice Sohn/Laura Stanasel 21:11, 21:3; Einzel: Gaag - Hoffmann 21:14, 21:17; Strese - Angermann 18:21, 21:18, 19:21; Daniela Kasper - Franziska Richter 21:6, 21:8; Ackermann - Preuß 21:16, 22:20; Mixed: Herrmann/Laura Zumdick - Sohn/Richter 17:21, 21:17, 21:18.