Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Stefan Mühl verlässt Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit

Stefan Mühl hofft, dass in der deutlich kleineren Pfarrei in Schifferstadt mehr Zeit für die Seelsorge bleibt.
Stefan Mühl hofft, dass in der deutlich kleineren Pfarrei in Schifferstadt mehr Zeit für die Seelsorge bleibt.

Im Seelsorgeteam der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit steht eine personelle Veränderung an. Der Leitende Pfarrer Stefan Mühl verlässt Ende August seine bisherige Wirkungsstätte und übernimmt nach dreimonatiger Sabbatzeit am 1. Dezember die Pfarrei Heilige Edith Stein in Schifferstadt.

„Für mich ist nach nunmehr fast zwölf Jahren in Frankenthal die Zeit für einen Wechsel gekommen“, heißt es in einem auf der Homepage veröffentlichten Brief an die Gemeindemitglieder. Er gehe mit einem lachenden, aber mit einem weitaus größeren weinenden Auge, da ihm die Seelsorge in Frankenthal, die Begegnung mit den Menschen der verschiedenen Altersgruppen bei vielen Gelegenheiten, die Arbeit mit den Gemeindemitgliedern und Gruppen nach wie vor viel Spaß mache, betont Mühl. Das gemeinsame Wirken im Pastoralteam sei von Vertrauen und Wertschätzung geprägt.

„Zu schaffen macht mir aber, dass nach nunmehr über sechs Jahren seit der Gründung der neuen Pfarrei – der zweitgrößten im Bistum Speyer – die Aufgabe des Leitenden Pfarrers immer noch stark von Verwaltung geprägt ist.“ Die versprochene Entlastung durch die Regionalverwaltung sei nicht in dem erhofften Maße eingetreten. Er hoffe, dass in der deutlich kleineren Pfarrei in Schifferstadt mehr Zeit für die Seelsorge bleibe.

Aufbruch nach Corona

Mit knapp 58 Jahren sei er in einem Alter, in dem er sich gut zutraue, noch einmal etwas Neues anzufangen, hebt Stefan Mühl hervor. „Nach der Erstellung des Pastoralen Konzepts und nach zwei Jahren der Corona-Dauer-Krise steht unsere Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit vor großen Herausforderungen. Vieles ist zum Erliegen gekommen, und es braucht an vielen Stellen einen Neuanfang.“ Dazu komme die große existenzielle Krise, in der sich die Kirche derzeit befinde, die durch den Rücktritt von Andreas Sturm als Generalvikar noch einmal verschärft, aber auch auf den Punkt gebracht worden sei.

„Vielleicht fragt sich mancher, ob es sinnvoll ist, dass ich gerade in dieser Zeit gehe.“ Aber der neue Aufbruch nach Corona verlange einen langen Atem und frische Kräfte. Es sei wahrscheinlich gut, wenn ein Nachfolger diesen Aufbruch von Anfang an und mit einer längerfristigen Perspektive begleite. Mühl ist zuversichtlich, dass sich ein guter Nachfolger finden wird. „Die Pfarrei Frankenthal ist eine schöne Stelle, und ich würde jedem, der sich darauf bewerben will, auf jeden Fall zuraten.“

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