Handball
Oberliga: HSG Eckbachtal bei VTV Mundenheim gefordert
Von Paul Breitner ist der Satz überliefert, dass er zu seiner aktiven Zeit die Punkte nach Kaiserslautern mit der Post schicken wollte, weil damals auf dem Betzenberg für den FC Bayern München wenig zu holen war. So ähnlich ist es auch Thorsten Koch zu seiner aktiven Zeit gegangen, wenn es zu den VTV Mundenheim ging. Daran erinnert sich der Coach der „Gekkos“ noch.
Von vorneherein die Segel zu streichen, ist selbstverständlich keine Option, wenn es am Samstag zu den „Hornissen“ geht. Dafür wirkt die Pleite gegen Nieder-Olm im Heimspiel am vergangenen Sonntag noch zu sehr nach. Thorsten Koch nennt es schlicht ein „Rotzspiel“, das seine Mannschaft da gezeigt habe. „Jetzt müssen wir schauen, dass wir irgendwie wieder den Kopf hochbekommen“, sagt der Übungsleiter. Und das funktioniere nun mal nicht, wenn man vorher schon sage, dass in Mundenheim eh nichts gehe.
Großer Respekt vor VTV
„Wir brauchen gute Szenen, gute Phasen“, fordert Koch. Auch ein gutes Resultat wäre selbstverständlich willkommen. Wobei Koch nicht von einem Punktgewinn bei dem aus seiner Sicht Top-Favoriten auf den Titel ausgeht. „Das wäre anmaßend.“ Die VTV hätten den besten Kader in der Liga, seien super eingespielt, hätten einen bärenstarken Rückraum und einen sehr guten Keeper. Vor allem der Faktor „eingespielt“ komme dem Team in der Saison nach allen Corona-Absagen zugute.
Den Psychologen vom Dienst muss er aber wohl nicht geben. „Die Jungen sind froh über jedes Training, dass sie bei der ,Ersten’ mitmachen dürfen. Die sind da unbelastet. Es wäre auch nicht fair, wenn man es an ihnen festmachen würde“, sagt Thorsten Koch. Und die Arrivierten seien lange genug dabei, um das Nieder-Olm-Spiel richtig einzuschätzen. „Ich bin sauer. Und das haben sie auch gemerkt.“
Schreiber: Haben mehr drauf
Einer dieser Arrivierten ist Maximilian Schreiber. Als „Vollkatastrophe“ bezeichnet er den Auftritt der „Gekkos“ gegen Nieder-Olm. „Jeder im Team weiß, dass das nicht unser bestes Spiel war. Wir haben mehr drauf“, betont er. Klar, eine Bilanz von 4:4 Punkten hätte gut getan vor den Auswärtsspielen in Mundenheim und Völklingen. „Dann wären wir im Soll“, sagt Schreiber.
Die Partie bei den VTV sei ein Bonusspiel. „Das ist mit eins der schwersten Auswärtsspiele in der Saison. Da müssen wir uns gut präsentieren, dürfen nicht untergehen. Denn das wird einigen Teams dort passieren“, sagt der Rückraumspieler. Dazu müsse die HSG erstmal besser decken als am Sonntag. „Und wir brauchen eine bessere erste und zweite Welle im Angriff. Je länger wir die Partie offen halten, desto schwieriger wird es für Mundenheim. Wir müssen einfach von Anfang an da sein“, fordert Schreiber.
Christmann fehlt
Seine Tore brauchen die „Gekkos“ wenn sie das alles umsetzen wollen. Sein Trainer bezeichnet ihn als „wichtigen Spieler“, dem er auch eine neue Position zugedacht hat. „Die Idee mit Schreiber und Nisse Nehrdich gemeinsam auf dem Feld hat mich fasziniert“, sagt Koch. Dafür muss er Schreiber in die Rückraummitte ziehen. So richtig geklappt habe das noch nicht, dafür sei der Kader in der Vorbereitung einfach nie komplett gewesen. „Aber Max macht seine Tore und spielt auch viel. Ich lasse ihn in der Regel lange drauf“, sagt Koch.
Nicht spielen wird am Samstag Steffen Christmann, den Knieprobleme plagen, wie Koch berichtet. Bei Torwart Tobias Häuselmann gibt es im Abschlusstraining am Donnerstagabend einen Belastungstest. „Wenn es nicht geht, nehme ich Clemens Diehl mit“, sagt Koch. Erster Keeper wäre dann Rouven Hahn.
Sven Lerzer kommt pünktlich zum Spiel am Samstag aus dem Urlaub zurück und ist fest eingeplant. Rückraumspieler Julian Pozywio hat nach seinem Nasenbeinbruch wieder ein paar Einheiten absolviert. „Mit Maske“, wie Koch sagt. Diese sei allerdings bei den Spielen verboten. „Ich hoffe, dass er in Völklingen wieder dabei ist.“