Hockey
Feld-Zweitligist TG Frankenthal zu Hause gegen Zehlendorfer Wespen und HG Nürnberg
„Wir hatten uns mehr erhofft“, sagt Felix Fischer, Sportdirektor der Zehlendorfer Wespen, im RHEINPFALZ-Gespräch. Damit meint er die Ausbeute der Wespen am vergangenen Wochenende. Zweimal hieß es 1:1 – gegen Blau-Weiss Berlin und gegen den TuS Lichterfelde. Und irgendwie trifft seine Aussage auf alle drei Teams zu, die am Wochenende auf dem Jahnplatz zu sehen sein werden.
Für Gastgeber TG Frankenthal gab’s vor Wochenfrist ein 0:4 bei Aufstiegsfavorit Münchner SC. Und die HG Nürnberg, am Sonntag zu Gast in Frankenthal, kam bei den Stuttgarter Kickers 0:7 unter die Räder. TG-Trainer Timo Schmietenknop gibt für seine Truppe Entwarnung: „Das 0:4 ist verdaut.“ Es sei ein lehrreiches Spiel gewesen. „Wir wollten eigentlich über eine gute Ecke kommen.“ Am Ende gab es kein Tor bei sechs Versuchen. Ein Eckentreffer sei aus seiner Sicht regulär gewesen, doch die Unparteiischen verweigerten die Anerkennung. Dazu kamen noch ein Pfostenschuss und zwei ausgelassene Großchancen.
Lehren aus dem München-Spiel
Die Lehren aus dem München-Spiel: „Wir dürfen uns nicht hinten reinstellen. Wir müssen ein paar Sachen bei den Ecken ändern. Und wir müssen im Kopf klarer werden“, sagt Timo Schmietenknop. Jeder müsse verstehen, was das Ziel auf seiner Position sei.
Gegen die Wespen aus dem Berliner Stadtteil Zehlendorf erwartet er ein schwieriges Spiel. „Die Wespen haben nach dem MSC die größte Spielkultur in der Liga, treten dominant auf. Ihr Manko ist die Chancenverwertung“, erläutert der TG-Coach. Er hoffe nicht, dass bei den Wespen ausgerechnet in Frankenthal der Knoten platze.
Fischer freut sich auf die Pfalz
Wespen-Sportdirektor Felix Fischer freut sich auf die Fahrt in die Pfalz. Dort sei es ja immer schön. Respekt schwingt in seiner Stimme mit, wenn er der TG eine grundsätzliche Qualität attestiert, die die gleiche sei, solange Timo Schmietenknop am Ruder sei. Er sehe die TG unter den ersten fünf Teams der Gruppe.
Die Wespen seien noch in der Findungsphase. Leon Arnold hat Fischer als Coach abgelöst. Wobei der Sportdirektor als Co-Trainer an der Seitenlinie immer noch nah dran ist am Geschehen. „Leon war schon Jugendtrainer bei uns. Es war nur folgerichtig, dass er Herrentrainer wird.“
Druckvolles Auftreten, gute Defensive
Während die Wespen am Sonntag spielfrei sind, müssen sowohl die TG als auch die HG Nürnberg noch mal ran. Dann erwartet Timo Schmietenknop von seiner Truppe ein druckvolles Auftreten und eine gute Leistung in der Defensive. „Wir dürfen uns im Mittelfeld keine einfachen Ballverluste leisten, um Nürnberg nicht zu Kontern einzuladen“, erläutert der TG-Coach. Das 0:7 der HG gegen Stuttgart sei nicht aussagekräftig. „Die HG wird hoch motiviert zu uns kommen“, ist er überzeugt.
Niklas Raum, Trainer der Franken, hat für das Wochenende nur ein Ziel: „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, um neue Energie zu schöpfen.“ Sprich: Punkte, oder auch nur einen Zähler. Hauptsache irgendwas mitnehmen. Er nehme auch ein „dreckiges 1:0“. Es müsse dann noch nicht mal ein gutes Spiel sein.
Schwindt als Option für Sonntag
Das wird am Samstag gegen München schwierig. „Auch in Frankenthal wird es kein leichtes Spiel“, sagt der HG-Trainer. Ja, man habe intern darüber gesprochen, dass auch die Möglichkeit bestehe, nach drei Partien ohne Zähler dazustehen. Von daher komme der Partie in Frankenthal schon eine richtungsweisende Bedeutung zu.
In diesem Spiel wird der Kader wahrscheinlich etwas anders aussehen als am Samstag, orakelt Timo Schmietenknop. Gegen Zehlendorf will er mit demselben Kader wie zum Auftakt gegen München antreten. Im Tor werde Thimo Bernet stehen. „Das zweite Spiel sehen wir dann.“ Für Sonntag sei zum Beispiel Volker Schwindt für die Verteidigung eine Alternative, falls jemand angeschlagen sein sollte. „Vielleicht wird auch im Sturm gewechselt.“
500 Zuschauer möglich
Die TG kann am Wochenende auf jeden Fall auf die Unterstützung der Fans bauen. 500 Zuschauer seien zugelassen, erläutert Norbert Grimmer, Sportlicher Leiter Aktive. Es gilt die 3-G-Regel (geimpft, genesen, getestet). „Wenn man 1,5 Meter Abstand einhält, muss man auch keine Maske tragen“, sagt Grimmer. Wie schon im Frühjahr, so wird der Jahnplatz auch weiterhin in mehrere Zonen unterteilt. Heißt: Die Zuschauer können sich nur auf der Tribünenseite aufhalten. Der Bereich auf der Seite mit dem Sprecherhäuschen ist Spielern und Offiziellen vorbehalten.
So spielen sie
TG Frankenthal: Bernet, Scharfenberger - Schneider, Dopp, Beck, Eck, Holzhauser, Eckert - Becker, Koch, Ehret, Zurke, Kohlmann - Reinhard, Frank, Cunningham, Seel.
Ergebnis
Weibliche A-Jugend Dürkheimer HC – TG Frankenthal 0:14 ; Torschützen: Maja Becker (1), Emily Behrendt (1), Marie Fischer (2), Laura Hilbert (1), Pauline Krüger (3), Hannah Schiller (4), Liv Schütze (2).
Termin
Die TG Frankenthal feiert in diesem Jahr 175-jähriges Bestehen. Intern ist das schon zelebriert worden. Doch am 18. September dürfen auch die Fans mitfeiern. Und zwar nach dem Heimspiel der Herren gegen Blau-Weiss Berlin. Etwa ab 14.30 Uhr gibt es dann die Möglichkeit zu einem kulinarischen Spaziergang mit Musik rund um den Jahnplatz. Auch ein sportliches Rahmenprogramm steht auf dem Plan.