Segeln
Fast 50 Boote beim Saisonstart auf dem Silbersee
„Alles in allem zeigten die Seglerinnen und Segler tolle Leistungen. Trotz diverser Pannen war die Stimmung am Ende positiv, und eine Fortsetzung des Einhand-Cups ist geplant“, resümierte Frank Knoch, Fachwart Segeln beim KCF und Wettkampfleiter. Für die „Pannen“ war vor allem das Wetter verantwortlich. „Schönes Wetter und guter Wind, das ist ideal für den Saisonstart“, freute sich Elke Ries vom KCF, die mit dem als Schiedsrichter fungierenden Michael Nilles vom WSV das Regattabüro bildete, noch am Samstag.
Drei Wettfahrten konnten wie geplant absolviert werden, auch wenn es in organisatorischer Hinsicht noch Startschwierigkeiten gab. In vier Startgruppen war das Teilnehmerfeld aufgeteilt, gestartet wurde im Abstand von jeweils fünf Minuten. „Nach zwei Corona-Jahren und nach der Winterpause hatte das Wettfahrtteam mit vielerlei Komplikationen zu kämpfen. Es dauerte eine Weile, bis alles funktionierte und der Start eingeleitet werden konnte“, bekannte Frank Knoch.
Zieleinlauf im Sekundentakt
Nicht einfach war es für die Helfer von KCF und WSV, die vielen Boote beim Zieleinlauf zu erfassen, weil bei den Lasern die Segelnummern sechsstellig und die drei Laser-Klassen schwer zu unterscheiden sind. „Die Boote kamen zeitweise im Sekundentakt ins Ziel. Und dann fiel auch noch eine Uhr aus“, schilderte der Wettkampfleiter. Bei den nächsten beiden Wettfahrten lief aber alles glatt, und nach gut dreieinhalb Stunden auf dem Wasser ging es für die Segler wieder an Land.
„Wegen der niedrigen Wassertemperaturen von circa zehn Grad und unklarer Wetterverhältnisse lag unser Fokus auf der Sicherheit der Teilnehmer“, verwies Knoch auf vier Motorboote mit Helfern aus KCF und WSV, die zusätzlich zum mit zwei Rettungsschwimmern und Fahrer besetzten Boot der DLRG Frankenthal auf dem Wasser waren. „Das ist eine super Kooperation unserer beiden Vereine“, lobte der Wettkampfleiter.
Flaute am Sonntag
Am Sonntagvormittag half aber auch das beste Teamwork nichts, denn entgegen der Vorhersage, die bereits von eher schwachem Wind ausgegangen war, gab es fast gar keinen Wind. „Das bisschen Wind, das erkennbar war, drehte auch noch ständig. Die Seglerinnen und Segler kamen ins Startgebiet, und das Wettfahrtteam versuchte, einen Mittelkurs zwischen den Extremwerten zu finden. Immer wieder kam ein leichter Windschub, aber bevor dieser das gesamte Regattagebiet umfasste, flaute er auch schon wieder ab“, beschrieb Frank Knoch.
Wenigstens eine der beiden Wettfahrten wollten die Veranstalter noch durchziehen. Aber wegen der geringen Chance auf Besserung und in Anbetracht der Tatsache, dass viele Teilnehmer teilweise lange Heimfahrten vor sich hatten, war die Regatta um 13 Uhr ohne ein weiteres Rennen beendet.
In der Startgruppe „Ausgleicher“, in der unterschiedliche Bootsklassen zusammengefasst waren, setzte sich Jörn Thöne von der Seglergemeinschaft Thalfingen mit drei Siegen klar vor Margaret Lynch vom KCF durch. Eberhard Niehaus (KFC) wurde Vierter, sein Vereinskollege Klaus Kahle belegte Rang sieben.
In der Laser-Klasse ILCA 4 (Nachwuchs) setzte sich Yolanda Gebel vom Wassersportverein der SSG Langen durch. Im Laser Radial (ILCA 6) feierte Bastian Eilers vom WSV Roxheim einen Heimsieg, während Felix Laukhardt vom Segelclub Undine im Laser Standard (ILCA 7) nicht zu schlagen war. Mit drei ersten Plätzen gewann Jaroslaw Soltys vom Hamburger Segelclub in der OK Jolle.