Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Zwischenbilanz: Winnweiler bereitet sich auf Abstiegskampf vor

Michael Hammerschmidt (Mitte) gehört zusammen mit Ricky Schander zu den besten ASV-Torschützen.
Michael Hammerschmidt (Mitte) gehört zusammen mit Ricky Schander zu den besten ASV-Torschützen.

Die Saison 2020/2021, die wegen des Coronavirus’ vorzeitig abgebrochen wurde, hatte der ASV Winnweiler in der Fußball-Bezirksliga Westpfalz noch auf dem guten vierten Tabellenplatz beendet. Entsprechend zuversichtlich war das Team im August 2021 in die neue Runde gegangen. Doch nach der Hauptrunde ist von der Euphorie nicht mehr viel zu spüren.

Der ASV wird als Tabellenschlusslicht der Nordstaffel in die Abstiegsrunde im kommenden Jahr gehen. Am 27. Februar steht aber noch ein letztes Nachholspiel der Hauptrunde für die Winnweilerer Mannschaft an. Dann muss das Team von Spielertrainer Waldemar Schneider auswärts bei der SG Rockenhausen/Dörnbach zum Donnersberg-Derby. Auch die Spielgemeinschaft steht bereits als Teilnehmer in der Abstiegsrunde fest. Dementsprechend geht es dabei für beide Teams noch um ganz wichtige Punkte in Sachen Ligaverbleib. Mit einem Sieg könnten die ASV-Akteure noch auf 13 Punkte kommen.

„Vielleicht haben die Jungs nach den guten Spielen im Herbst 2020 gedacht, dass es in der neuen Runde genauso locker weitergeht“, sagt Schneider, der klarmacht: „Es sind viele kleine Dinge zusammengekommen, so dass wir leider sportlich hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben sind.“ Der Coach betont: „Wir hatten in der bisherigen Saison schon sehr großes Verletzungspech. Ich konnte eigentlich nie mit der gleichen Elf spielen, musste immer wieder improvisieren. So kamen dann auch die klaren Ergebnisse bei den hohen Niederlagen zustande.“

Hohe Niederlagen

Schneider hat dabei vor allem die Negativ-Ergebnisse zu Hause gegen den späteren Hauptrundenersten SG Finkenbach/Mannweier/Stahlberg (2:9), bei der TSG Trippstadt (0:9) und in Nanzdietschweiler (0:7) im Kopf. „Ja, man muss schon sagen, dass jeder in der Mannschaft noch viel Luft nach oben hat“, sagt Schneider.

Doch für die Mannschaft gab es auch positive Erlebnisse. Zum Beispiel holte der ASV zu Hause gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf insgesamt neun Punkte. Winnweiler bezwang auf eigenem Platz den FV Weilerbach mit 3:2, schlug den FC Phönix Otterbach mit 3:0 und hatte im ersten Donnersberg-Derby gegen die SG Rockenhausen/Dörnbach das beste Saisonspiel. Mit 9:3 fegten Schneider und Co. die Spielgemeinschaft vom Feld.

Abstiegskampf annehmen

Auch gegen die Spitzenteams machte Winnweiler mit Ausnahme der erwähnten Partie gegen die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg gute Spiele. Der ASV schrammte da nur knapp an Punkten vorbei. Alle zehn Punkte holte Winnweiler zu Hause. Auswärts dagegen war die Mannschaft eigentlich so gut wie immer chancenos. Das soll sich ab Ende Februar des kommenden Jahres ändern. „Klar ist, wir nehmen einige Punkte mit in die Abstiegsrunde, sind also keineswegs chancenlos im Kampf um den Ligaverbleib. Wir wollen uns gut vorbereiten und eine viel bessere zweite Saisonhälfte absolvieren“, betont Schneider. Der Kader wird sich vermutlich nicht verändern. „Mir ist derzeit nicht bekannt, dass jemand den Verein verlassen will. Ob wir noch Neuzugänge bekommen, ist derzeit auch nicht sicher“, sagt der ASV-Spielertrainer, der hofft, dass er Ende Februar wieder auf einen gesunden und fitten Kader bauen kann.

Defensive bereitet Sorgen

Torjäger des ASV in den bisherigen 17 Spielen war Michael Hammerschmidt. Allerdings konnte der Stürmer, der in den vergangenen Jahren immer zu den erfolgreichsten Knipsern der Bezirksliga gehörte, aufgrund seines Berufs und wegen Verletzungspausen nicht alle Spiele absolvieren. Neun Treffer erzielte er bislang. Schneider hofft, dass in der Abstiegsrunde noch viele Tore mehr vom Stürmer dazukommen. Neun Treffer gelangen aber auch Ricky Schander. Hammerschmidt und Schander waren, wenn sie zusammen spielen konnten, ein wichtiger Faktor für den ASV.

Das Problem von Winnweiler lag bislang eher in der Defensive. Mit 70 Gegentreffern war das Team nämlich so was wie die Schießbude der Liga. Auch da will sich der ASV verbessern, betont Schneider, der übrigens noch nicht für eine neue Saison in Winnweiler zugesagt hat. Doch in den kommenden Tagen wird es Gespräche geben.

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