Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Michael Hammerschmidt: Spagat zwischen Bundeswehr und Fußballplatz

Michael Hammerschmidt (hier im Trikot des ASV Winnweiler) gegen seine alten Kameraden des SV Gundersweiler. Mittlerweile ist er
Michael Hammerschmidt (hier im Trikot des ASV Winnweiler) gegen seine alten Kameraden des SV Gundersweiler. Mittlerweile ist er zum SVG als Spielertrainer zurückgekehrt.

GUNDERSWEILER. Michael Hammerschmidt kehrte in diesem Sommer von Winnweiler zum SV Gundersweiler zurück, ist dort Spielertrainer. Drei Niederlagen aus vier Partien musste sein Team zuletzt einstecken. Nicht die einzige Herausforderung für den Zeitsoldaten. Am Sonntag (13 Uhr) kommt es in der A-Klasse zum Derby beim TuS Steinbach/SV Börrstadt II.

Laut Verteidigungsministerium leisten aktuell 182.811 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst bei der Bundeswehr. Einer von ihnen ist Michael Hammerschmidt. Der Ukraine-Krieg belastet allen voran auch die Angehörigen der Bundeswehr. Gut nachvollziehbar, dass Hammerschmidt nicht in der Öffentlichkeit darüber reden will. Der Unteroffizier ist Geschützführer der Panzerhaubitze 2000 am Standort Idar-Oberstein – rund 60 Kilometer und eine Stunde Fahrzeit von seinem Wohnort Imsweiler entfernt, wo er mit Frau und drei Kindern sesshaft geworden ist. Um 5.30 Uhr morgens fährt der 31-Jährige zur Arbeit und kommt gegen 17.30 Uhr wieder zurück.

In diesem Sommer kehrte Hammerschmidt von Winnweiler zurück zum SV Gundersweiler – dort, wo er bereits im Januar 2014 anheuerte und in der darauffolgenden Saison den Posten des Spielertrainers übernahm. Dort, wo ihm im dritten Anlauf der Aufstieg in die A-Klasse- und mit zwei Meistertitel in Folge der Durchmarsch in die Bezirksliga gelang.

Aktueller Platz acht zu wenig für die Ambitionen

Auch in dieser Saison hat der SVG die Ambition, oben mitzuspielen. Doch die jüngste Negativserie lässt die „Ochsen“ mit 14 Punkten aus zehn Partien nur auf Platz acht rangieren. „Momentan würde ich mich freuen, wenn alle Verletzten wieder zur Mannschaft stoßen“, verweist Hammerschmidt auf gleich mehrere Stammakteure, die noch weiter ausfallen werden. „Die Krönung“ sei der Gastauftritt unter der Woche in Göllheim gewesen. „Da musste ich angeschlagene Spieler bringen, um eine Mannschaft stellen zu können. Wir haben versucht, das Ganze zu verlegen, aber der Gegner hat das abgelehnt. Sportlich ist das für mich nicht zu verstehen.“ Der TuS gewann mit 3:1.

Am Sonntag in Steinbach will der SVG den Bock umstoßen. „Unser Personalmangel darf da keine Rolle spielen – ohne die Gastgeber, die sicher mutig spielen werden, zu unterschätzen. Es wird hart.“ Die Kombinierten brauchen im Abstiegskampf jeden Zähler. Mit nur fünf Punkten ist Steinbach II/Börrstadt Vorletzter.

ASV Winnweiler unbeirrt an der Spitze

An der Spitze schreitet der ASV Winnweiler derweil weiter voran. Aus dem Kaiserslauterer Buchenloch kehrte die Mannschaft von Torjäger und Spielertrainer Waldemar Schneider erfolgreich zurück, besiegte die TSG mit 5:1. Im zweiten Donnersberger-Lokalderby kommt es am Sonntag (15.30 Uhr, Rauher Weg) zum Duell Erster gegen Letzter – der ASV empfängt die SG Sippersfeld/Lohnsfeld/Neuhemsbach. Letztere verlor am Mittwoch 2:6 gegen den SV Katzweiler.

Heimrecht genießt am Sonntag (15 Uhr) auch die SpVgg Gauersheim gegen den aufstrebenden Tabellendritten SV Katzweiler. Auswärts sind der TuS Ramsen (16 Uhr bei der SG Morlautern/Enkenbach II) und der TuS Göllheim (15 Uhr bei FC Shqiponja Kaiserslautern) gefordert.

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