Darts RHEINPFALZ Plus Artikel Münchweilerer Marvin Baab erspielt sich Bundesliga-Einsätze

Marvin Baab hat ein großes Ziel mit dem Dartverein Kaiserslautern. Der Münchweilerer will deutscher Meister werden.
Marvin Baab hat ein großes Ziel mit dem Dartverein Kaiserslautern. Der Münchweilerer will deutscher Meister werden.

Marvin Baab aus Münchweiler hat in kurzer Zeit den Sprung in die Dart-Bundesliga geschafft und seine ersten beiden Spiele absolviert. Es werden wohl nicht die letzten Einsätze gewesen sein. Denn in beiden Fällen war der junge Dartspieler erfolgreich. Er verfolgt ein großes Ziel.

„Im siebten Jahr spiele ich Dart und dies regelmäßig. Angefangen habe ich mit E-Dart, was mein Vater Wolfgang schon seit Jahren spielt“, erzählt Marvin Baab. Da lag es nahe, ihn zu den Trainings- und Spielzeiten zu begleiten und selbst die Pfeile in die Hand zu nehmen. Damals waren ihm die Unterschiede zum Steeldart noch nicht bewusst. Es dauerte nicht lange, und schon stand Baab in der E-Dart-Liga für den Dartsportverein Donnersberg am Board. „Von meinem Vater habe ich viele Hinweise bekommen wie auch von Winfried Matheis, dem Präsidenten des Rheinland-Pfälzischen Dartverbandes und Vorsitzender des Dartsportvereins, aber auch von Spielern dieser Gemeinschaft. So konnte ich sehr schnell Fuß fassen und mich in den Ligaspielen und Turnieren behaupten“, erzählt der 22-Jährige.

Beim E-Dart wird auf eine Art Dart-Automat geworfen, der selbstständig die erzielten Punkte zusammenzählt. Die Pfeilspitzen bestehen meist aus Kunststoff oder Plastik, anders als im Steeldart. Die Pfeile haben dort eine Spitze aus Metall. „Ich wollte mich weiter entwickeln und stellte mich auf das Steeldart um“, berichtet der Nachwuchsspieler. Für den in Winnweiler beheimateten Klub stand Baab von der untersten Klasse bis zur Landesliga an der Scheibe. Er wurde im Laufe der Zeit einer der besten Spieler der Liga.

Das erste Mal Bundesliga

Zu Beginn der Saison wechselte der Nordpfälzer den Verein und spielt jetzt für den Dartverein (DV) Kaiserslautern. Im Steeldart ist er dort Stammspieler in der Landesliga und für die vergangenen beiden Spieltage hat ihn Mannschaftsführer Ralf Schehrer gar in die Bundesliga-Mannschaft berufen. „Er setzte mich im Spiel gegen den Dartpub Walldorf im Doppel mit Dominic Kiefaber ein“, erinnert sich Baab an seinen ersten Einsatz Ende des vergangenen Jahres. „Etwas nervös war ich schon, denn ich war damit in der höchsten deutschen Spielklasse angelangt“, verrät er. „Ich wurde aber herzlich von den Mannschaftsmitgliedern aufgenommen, von denen ich aus Turnieren so manchen Spieler schon kannte und gegen die ich schon gespielt hatte“, ergänzt er. Mit Dominic Kiefaber hatte er einen Spieler neben sich, der Ruhe ausstrahlte, „und der Einstand war mehr als gut“. Letztlich gab es für das Doppel einen 4:3-Sieg, auch wenn der DV Kaiserslautern an diesem Tag mit 5:7 verlor.

Doch für Baab läuft es gut. „Der Mannschaftsführer will mich ständig in der ersten Mannschaft haben“, berichtet er. Baab wird künftig vom Ersatzspieler zum fest eingeplanten Mannschaftsspieler aufsteigen. „Er hat das Zeug dazu, ein sehr guter Spieler zu werden“, bescheinigt ihm Ralf Schehrer großes Talent. Die gleiche Meinung vertritt auch Winfried Matheis, der ihn noch aus der Zeit beim Dartsportverein Donnersberg kennt: „Marvin wird seinen Weg gehen und sich zu einem erstklassigen Spieler entwickeln. Wir bedauern, dass er uns so früh schon verlassen hat. Dennoch drücken wir ihm die Daumen für eine tolle Sportkarriere.“

E-Dart als zweites Standbein

Unabhängig seines Aufstiegs bleibt er auch dem E-Dart treu und spielt für den Dartverein Ghostdarter in Sembach. „Beim E-Dart braucht man nicht zu rechnen, weil die Elektronik alles anzeigt“, erklärt der Maschineneinrichter. „Dennoch spiele ich lieber Steeldart und nehme die Herausforderung des Rechnens gerne an“, fügt er lachend hinzu.

Rechnen und Treffen kann er offenbar, denn seine ersten beiden Einsätze in der Bundesliga waren von Erfolg gekrönt. Zu Beginn des Jahres spielte er erneut Doppel, dieses Mal mit Wolfgang Henn. Der Gegner kam mit dem Dartclub Nostra DartMus ebenfalls aus der Barbarossastadt. „Wir waren über die gesamte Spielzeit gefordert, denn das Spiel war ausgeglichen und das siebte Leg musste die Entscheidung bringen“, erzählt Baab. „Spiel dein Spiel“ gab ihm der Mannschaftsführer als Rat mit auf den Weg zum entscheidenden Satz. „Der Druck war schon enorm, und wir wussten, dass unsere Begegnung mit spielentscheidend sein kann“, blickt er zurück. Trotz aller Anspannung gewann das Duo mit 4:3 und trug einen Punkt zum 8:4-Erfolg der Mannschaft bei.

Eine deutliche Ansage

„Wenn die Leistung stimmt, so will ich spielen“, sagt Baab selbstbewusst, der Ruhe beim Angeln sucht. Mannschaftsführer Schehrer habe ihm schon zugesagt, dass er auch im nächsten Spiel, erneut gegen Walldorf, spielen werde. „Als Einzelspieler lasse ich die Entwicklung auf mich zukommen ohne derzeit große Ziele zu haben. Soweit es mein Beruf zulässt, werde ich hin und wieder Turniere spielen“, berichtet er. Anders sei seine Zielsetzung mit seinem Team. „Dort will ich mit dem Dartverein Kaiserslautern deutscher Meister werden“, macht Baab deutlich.

Die vier besten Mannschaften aus der Gruppe Süd der Dart-Bundesliga qualifizieren sich für die Endrunde im Mai. Derzeit liegt seine Mannschaft auf Rang vier und muss sich noch etwas anstrengen um sich die Teilnahme zu sichern.

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