Nachgeschenkt
Wochenkolumne: Von unendlichen Geschichten
Verwandt mit Donald Trump?
Hier in der Region Ahnenforschung zu betreiben, ist offensichtlich eine spannende Sache. Was da alles an Prominenz auftauchen kann in den unendlichen Weiten des verwandtschaftlichen Stammbaumnetzes! Allerdings – manches möchte man vielleicht auch lieber gar nicht wissen. Donald Trump in der Ahnengalerie? Ist nicht jedermanns Geschmack, sagen wir’s mal so.
Auf den Enkel jenes Friedrich Trump, der einst seine pfälzische Heimat verließ, muss man sich aber offensichtlich nicht nur in Kallstadt gefasst machen. Die Ergebnisse des Dürkheimer Ahnenforschers Michael Wolf – wir haben darüber am Donnerstag berichtet – haben’s gezeigt. Die Gefahr, bei der Familienforschung wie Wolf auch auf Boris Johnson zu stoßen, ist dagegen wohl geringer. Der Mann heißt ja offiziell Alexander Boris Johnson de Pfeffel, und Ahnenforscher haben herausgefunden, dass Johnson schwäbische Wurzeln hat. Wie offenbar auch irgendjemand aus Wolfs Familie.
Das Ding ist allerdings, dass Wolf wirklich tief gegraben hat in den Archiven. 15.000 Vorfahren von sich selbst und seiner Frau hat er gefunden, und all diese Menschen hatten natürlich Tausende und Abertausende von Nachkömmlingen. Und mit jeder Generation wächst die Wahrscheinlichkeit, dass an irgendeinem Faden ein prominenter Namen auftaucht.
Zum Schluss landen wir dann alle bei einem gewissen Herrn Adam und einer Frau Eva. Also ab ins Archiv. Schauen wir mal, mit wem wir alles verbandelt sind.
Bahnbrücke: Klappt der Zeitplan noch?
Am Mittwoch findet im Von-Busch-Hof die Bürgerversammlung zur Zukunft der maroden Bahnbrücke statt. Was die Bahn da wohl mitteilen wird? Vielleicht gibt es Neuigkeiten dazu, wann die Sanierung endlich mal losgeht. Bislang tut sich an der Überführung noch nichts. Dabei wäre ein Baubeginn vor der Versammlung taktisch günstig für die Bahn.
Beigeordneter Jochen Weisbrod (CDU) hatte jedenfalls letzte Woche mit dem Anrücken des Bahnbautrupps gerechnet. Weil sich bis dato immer noch nichts getan hat, hofft er, dass es mit dem Zeitplan überhaupt noch klappt. Denn vor kurzem hatte die Bahn angekündigt, dass bis Ende Juli die Bauarbeiten beendet sein sollen. Wie auch immer: Man kann davon ausgehen, dass die Bürger die Veranstaltung dazu nutzen werden, um ihren seit Januar angestauten Unmut öffentlich zu machen. Unklar ist nur noch, wie sich die Bahn herausreden wird. In dem sie mit den Finger auf andere zeigt? Die anderen sitzen jedoch an dem Abend wohl ebenfalls auf der Bühne: der Landesbetrieb Mobilität ist angekündigt sowie die Verbandsgemeinde.