Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Torwart-Mangel bei Dürkheimer Derby

5fa2680082b4105e

In der Fußball-B-Klasse Rhein-Mittelhaardt Nord steht am Sonntag, 15 Uhr, das erste Dürkheimer Derby auf dem Programm. Dabei ist der noch sieglose Aufsteiger FC Leistadt Gastgeber von Rot-Weiss Seebach II. Wachenheim, Friedelsheim und Ellerstadt haben Auswärtsspiele.

Auf dem Punktekonto des FC Leistadt steht seit Saisonbeginn die Null. Der guten Stimmung hat das keinen Abbruch getan. „Die Mannschaft ist weiter hoch motiviert, und ich erwarte eine Reaktion auf das schwache Spiel in Königsbach“, sagt Trainer Michael Möckel. Er hat zwei Bereiche ausgemacht, in denen sich der FCL unbedingt steigern müsse. Da ist einmal die Schwäche nach einem Gegentor, die in beiden bisherigen Partien die Niederlage eingeleitet hat. Einmal gab es einen Dreierpack in sieben Minuten, beim zweiten Mal drei Gegentreffer in acht Minuten. „Da müssen wir wacher und konzentrierter sein“, fordert der Coach. Punkt zwei: Die fehlende Effektivität vor des Gegners Tor. Vier erzielte Treffer seien zwar nicht schlecht, gemessen an der Zahl der herausgespielten Chancen aber auch nicht gut. „Seebach hat eine junge, gut organisierte Mannschaft“ verrät Möckel Respekt.

Seebach: Junges Team im Lernprozess

„Nach dem ärgerlichen Unentschieden gegen Königsbach haben wir die Fehler analysiert. Wir wissen, woran es gelegen hat und haben das intern angesprochen“, sagt der Seebacher Spielleiter Stefan Brodhag. Trainer Christian Schwindinger führt die Aussetzer auf mangelnde Erfahrung zurück und sieht sein junges Team mitten im Lernprozess. „Spielerische Lösungen zu suchen, ist nicht immer angebracht. Stattdessen aber volle Aufmerksamkeit bis zum Abpfiff“, konstatiert der Coach. Die Mannschaft habe diese Woche prima trainiert, und das gute Miteinander sei spürbar. „Der FCL wird versuchen, uns unter Druck zu setzen und den Schneid abzukaufen“, glaubt Brodhag. Ein Problem haben die Rot-Weissen auf der Torhüterposition. Marius Schappacher und Sven Bolm sind beide verhindert, eventuell wird ein Feldspieler im Kasten stehen.

Wachenheimer Coach muss tüfteln

„Wir müssen in Mutterstadt etwas holen, um nicht frühzeitig unter Druck zu stehen“, sagt der Wachenheimer Coach Michael Acker. Der Coach ist mal wieder als Tüftler gefragt. Zwar stehen am Sonntag (13.30 Uhr) die angeschlagen Simon Schubert, René Steiner und Maximilian Gödel wieder zur Verfügung, dafür fallen Felix Gabel, Jan Weisenborn und Kai Reffert aus Studien- oder beruflichen Gründen aus. „Wechsel innerhalb der Mannschaft sind an der Tagesordnung. Ich kenn das gar nicht anders“, bedauert der Coach. Kontinuität in die Aufstellung zu bringen, sei schwierig. Dies werde etwas abgemildert, weil der Kader der Wachenheimer in dieser Runde breiter geworden ist. „Mutterstadt II hat ein gutes Team, das am Ende der Saison in der Spitzengruppe stehen wird“, prophezeit Acker. Den Gegner kommen lassen und bei Ballgewinn schnell umschalten, lautet sein Plan.

Friedelsheim: Mit alten Gewohnheiten brechen

In der Vergangenheit hat der TuS Friedelsheim regelmäßig gegen die Kleinen der Liga gepatzt, weil die Mannschaft mit der Konzentration und dem Ernstnehmen des Gegners so ihre Probleme hatte. Doch solche Gedanken will TuS-Spielertrainer Tobias Bartnik vor dem Auftritt beim Tabellenletzten SG Forst/Ruppertsberg (Sonntag, 15 Uhr) erst gar nicht aufkommen lassen. „Es sind viele neue Spieler gekommen, die dieses Phänomen nicht kennen. Deswegen will ich das gar nicht groß thematisieren“, sagt der Coach. Große Veränderungen gegenüber dem bemerkenswert deutlichen 4:0-Erfolg gegen die SG Dannstadt/Rödersheim soll es nicht geben. „Bei Jamie Schmid sind die Oberschenkelprobleme wieder aufgetreten. Deshalb habe ich ihn am Sonntag vorsorglich ausgewechselt“, informiert Bartnik. Schmid soll sich derzeit auf Lauftraining beschränken.

Tabellenführung für Ellerstadt „schöne Momentaufnahme“

Neuling TV Ellerstadt ist Tabellenführer. „Das ist eine schöne Momentaufnahme, die wir aber einzuschätzen wissen“, erläutert Coach Riccardo Coppola. Es sei zwar ersichtlich, das großes Potenzial im Team stecke, aber der frühe Zeitpunkt der Tabellenführung, die unterschiedliche Spielanzahl und der geringe Abstand zu den Verfolgern relativierten Platz eins. Zwei gute Trainingswochen hätten die beiden Siege begünstigt. „Es ist für den Kopf wichtig zu sehen, dass man mithalten kann“, sagt Coppola, der Siegeswille, Aggressivität und Dominanz hervorhebt. Am Sonntag, 15 Uhr, beim TSV Königsbach gelte es, TSV-Torjäger Jens Schleicher im Verbund auszuschalten. Ob Linksverteidiger Johannes Möller dazu beitragen kann, ist fraglich, denn er bekam gegen Mutterstadt einen Schlag auf den Fuß. Dafür dürfte der kopfballstarke Innenverteidiger Felix Roßdeutscher in den Kader zurückkehren.

x