Spiel des Tages
Freinsheim gegen Seebach in allen Belangen überlegen
Der FV Freinsheim fuhr am Sonntag als ungeschlagener Tabellenführer zum Aufsteigerduell bei Rot-Weiss Seebach. Und auch nach dem achten Saisonspiel reitet das Team von Christian Schäfer weiter auf der Erfolgswelle. Mit einem 5:2 (1:0)-Sieg vor 170 Zuschauern hat der Liganeuling seine Tabellenführung und den Vorsprung auf den ersten Verfolger VfR Frankenthal verteidigt.
Sechs Siege und zwei Unentschieden – die Bilanz der Freinsheimer kann sich somit mehr als sehen lassen. Trainer Christian Schäfer: „Ich hatte den Jungs vor der Partie eingeschärft, dass sie hier von Beginn an präsent sein müssen. Sie haben das auch sehr gut gemacht. Der Sieg war auch in der Höhe voll verdient.“
„Im Fußball kann es sehr schnell gehen“
Der Freinsheimer Trainer betonte nach der Partie auch im Hinblick auf die nächsten Spiele: „Unser Ziel ist weiter der fünfte Tabellenplatz. Das wir nun da vorne stehen, ist schön. Jeder Sieg bringt uns der Aufstiegsrunde näher.“ Schäfer machte klar: „Und man muss auch sagen: Die Jungs haben sich das bislang Erreichte sehr hart erarbeitet. Doch wir wissen alle: Im Fußball kann es sehr schnell gehen. Plötzlich bist du nicht mehr Erster, sondern nur noch Vierter und Fünfter. Deshalb wollen wir den Sieg genießen, aber auch schnell wieder weiter arbeiten.“
Der FV-Coach entschied sich diesmal Thomas Wiszniowiecki für Konrad Berndl von Anfang zu bringen. Und die Maßnahme ging auf. Wiszniowiecki war in der ersten Spielhälfte ein ständiger Unruheherd und nach einem langen Ball in Richtung Seebacher Spielhälfte profitierte der Angreifer von einem Fehler von Rot-Weiss-Verteidiger Nicolas Burret, sprintete mit dem Ball alleine auf das gegnerischen Tor zu und schoss zur bis dahin auch verdienten Freinsheimer 1:0-Führung (38.). Kurz danach war für den Torschützen aber Schluss. Nach einem Foul des Seebacher Kapitäns Robin Schwehm musste Wiszniowiecki verletzt aus dem Spiel. „Was es ist , wissen wir noch nicht, aber der Knöchel war angeschwollen“, sagte Schäfer.
Berndl trifft und bereitet vor
Im zweiten Durchgang kam somit Berndl zum Einsatz. Und der fügte sich gleich gut ein, nach einem Konter über die linke Seite stand der Goalgetter frei in der Mitte und traf zum 2:0 (48.). Beim dritten Treffer für den FV war Berndl dann der Vorbereiter. Jonas Schäfer sorgte mit dem 3:0 (60.) für die Vorentscheidung. Seebach verkürzte zwar gleich nach Wiederanpfiff durch Georg Ester auf 1:3 (61.), doch nach einem Eckball köpfte der eingewechselte Elmir Brguljak zum 4:1 (73.) ein. Kurz zuvor hatte der Seebacher Schwehm nach einem Foul Gelb-Rot gesehen (71.). Rot-Weiss kam durch einen verwandelten Foulelfmeter durch Burret noch zum 2:4 (74.). Doch den Schlusspunkt setzen erneut die Freinsheimer. Der gute Spielmacher Alexander Haferstroh traf kurz vor Schluss zum 5:2-Endstand (88.).
Auch wenn die Niederlage doch sehr hoch ausfiel – Roland Beck, der Trainer von Rot-Weiss Seebach, zeigte sich nach Spielschluss als fairer Verlierer: „Ich kann meiner Mannschaft eigentlich gar nicht so große Vorwürfe machen. Wir sind eben auf einen Gegner getroffen, der sich derzeit in einer tollen Form befindet. Die Freinsheimer waren uns in allen Mannschaftsteilen überlegen.“ Beck machte klar: „Natürlich haben wir gerade bei den ersten beiden Gegentoren Schwächen gezeigt, aber in dieser Liga kannst du nicht 90 Minuten fehlerlos bleiben. Die Schwächen, die wir den Freinsheimern gegeben haben, haben sie klasse ausgenutzt.“
Rot-Weiss Seebach bleibt trotz der Niederlage erst einmal auf dem fünften Tabellenrang. Der würde ebenfalls reichen für die Aufstiegsrunde.
Rot-Weiss Seebach: Haag - Gutermann, Bauer, Burret, Langenstein (72. Dupont) - Werner (72. Ceylan), Kessler, Schwehm, Peper - Ester, Harrison.
FV Freinsheim: Mäurer - Karch (46. Brguljak), Pfaffmann, Rückert, Christoph Boller - Schmidt, Thorsten Boller, Haferstroh, Schäfer (85. Schinnerer) - Odak, Wiszniowiecki (46. Berndl).
Tore: 0:1 Wiszniowiecki (38.), 0:2 Berndl (48.), 0:3 Schäfer (60.), 1:3 Ester (61.), 1:4 Brguljak (72.), 2:4 Burret (Foulelfmeter, 74.), 2:5 Haferstroh (88.). Gelbe Karten: Schwehm, Bauer Gutermann - Karch, Odak. Gelb-Rote Karte: Schwehm (RW Seebach, 71.) wegen wiederholtem Foulspiel.
Beste Spieler: Ester - Schäfer, Haferstroh.
Schiedsrichter: Gartner (Rheinzabern).
Zuschauer: 170.