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Donnerstag, 18. April 2019 Drucken

Südwest

Bahn-Sanierungen in der Pfalz: Vollsperrungen an Ostern

Von Anke Herbert

Mehrere Millionen Euro investiert die DB Netz AG, um drei Bahnüberführungen bei Neustadt zu sanieren. Das Bild zeigt das größte Ersatzbauwerk nahe der Kernstadt. An Ostern wird er in die Trasse eingeschoben.

Mehrere Millionen Euro investiert die DB Netz AG, um drei Bahnüberführungen bei Neustadt zu sanieren. Das Bild zeigt das größte Ersatzbauwerk nahe der Kernstadt. An Ostern wird er in die Trasse eingeschoben. ( Foto: Mehn)

Drei Bahnüberführungen bei Neustadt werden saniert. Über Ostern gehen die Arbeiten in eine entscheidende Phase. Passgenauigkeit ist gefragt. Das hat auch Auswirkungen für Zugreisende.

Die Überführungen im Osten der Neustadter Kernstadt sowie nahe den Ortsteilen Königsbach und Gimmeldingen sind über 150 Jahre alt. Wie der frühere Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar und Bahnexperte Werner Schreiner recherchiert hat, wurden sie gebaut, weil Bürger sich damals beschwerten: Zu lange müssten sie an den Bahnschranken warten.

Die Bahnüberführungen nahe der Kernstadt und bei Königsbach werden sozusagen ersetzt: Vor den Viadukten wurde jeweils ein tonnenschwerer Zwilling aus Beton gegossen. An Ostern werden die Doppelgänger aus ihren Rahmen befreit und in die jeweiligen Lücken geschoben. Zuvor müssen die Schienen und der Gleiskörper im Brückenbereich ausgebaut werden, die gemauerte Brücke fällt ebenso. Dann gilt es, eine Verschubbahn anzulegen, auf der die neuen Bauwerke lagegenau eingepasst werden. Zum Schluss muss zwischen den Seiten verfüllt werden, bevor Schienen und Gleiskörper an ihren angestammten Platz zurückkehren können. Nur die dritte Überführung wurde saniert, indem der Tunnel neu ausbetoniert wurde.

Abgeschnitten vom Fernverkehr

Das mit 50 Metern Länge größte Viadukt ist jenes nahe der Kernstadt. Über diese Brücke fahren die Züge sowohl in Richtung Mannheim/Kaiserslautern als auch nach Bad Dürkheim. Bei den anderen ist die Nebenstrecke Neustadt–Bad Dürkheim betroffen.

Die Bahn spricht offiziell von einem Baustellenbündel. Und von einer Vollsperrung über Ostern. Für Zugreisende bedeutet das, dass die Bahnverbindung zwischen Neustadt und Haßloch sowie zwischen Neustadt und Deidesheim unterbrochen wird: auf der Hauptstrecke von Donnerstag ab etwa 22 Uhr bis Dienstag, 23. April, 4 Uhr. In der Folge entfallen im Fernverkehr viele Züge oder werden umgeleitet. Im Regionalverkehr fallen die Züge der Linie RE 1 (Koblenz–Mannheim) zwischen Neustadt und Mannheim aus. Zwischen Haßloch und Mannheim fahren S-Bahnen, zwischen Haßloch und Neustadt werden Busse als Schienenersatzverkehr eingesetzt. Allerdings gelten für sie meist spätere Abfahrtszeiten. Zum Heimspiel des 1. FCK am Sonntag verkehren zwischen Ludwigshafen und Kaiserslautern wegen der Bauarbeiten keine Sonderzüge.

Etwas länger gesperrt ist die Strecke Neustadt–Bad Dürkheim: ab Donnerstag, 21.30 Uhr, bis Dienstag, 23. April, 23.30 Uhr. In dieser Zeit rollen zwischen Neustadt und Deidesheim Busse. Sie erreichen Neustadt später als die ausfallenden Züge und fahren umgekehrt früher ab. Fahrräder können wie immer nicht mitgenommen werden.

 

Weitere Infos unter:

www.vrn.de

www.deutschebahn.com/bauinfos

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