Pfalz Handball: Eulen Ludwigshafen chancenlos in Göppingen

Der Göppinger Jacob Bagersted lässt das Kapitänsduo der Eulen Ludwigshafen, Gunnar Dietrich (links) und Stellvertreter David Sch
Der Göppinger Jacob Bagersted lässt das Kapitänsduo der Eulen Ludwigshafen, Gunnar Dietrich (links) und Stellvertreter David Schmidt, stehen.

Der Abwärtstrend der Eulen Ludwigshafen hält an. Am Donnerstagabend verlor der Bundesliga-Aufsteiger bei Frisch Auf Göppingen verdient mit 28:32 (12:16). Damit bleiben die Eulen auswärts noch ohne Sieg – und am Tabellenende der Bundesliga.

60 Stunden Reisestrapazen



Sie hatten sich insgeheim etwas ausgerechnet. Göppingen hatte in sechs Tagen drei Spiele zu absolvieren, zuletzt am Montag im EHF-Cup in Nasice in Kroatien. Danach ging es 60 Stunden zurück. Erst am Mittwoch kamen die Schwaben an.

Überragender Marcel Schiller



Doch die Eulen haben aus den Reisestrapazen keinen Nutzen ziehen können. Zwar begann Ludwigshafen vor 3900 Zuschauern in der EWS-Arena, darunter etwa 50 lautstarke und glänzend aufgelegte Eulen-Fans, gut und führte bis Mitte der ersten Halbzeit. Doch als Göppingen dann durch den überragenden Marcel Schiller (zehn Tore) erstmals in Führung ging, hatten es die Eulen schwer. Denn Göppingens-Trainerfuchs Rolf Brack änderte öfters mal die Taktik während der Partie und überraschte damit die Eulen.

Eulen treffen falsche Entscheidungen



Göppingen baute den Vorsprung aus – auch, weil den Eulen wieder einmal viele technische Fehler unterliefen. „Zu viele waren das“, haderte David Schmidt. Der Rückraumspieler der Eulen war zwar mit acht Toren bester Werfer, ärgerte sich aber über einige falsche Entscheidungen, die auch er getroffen hatte. Damit meinte Schmidt die Situation in der 46. Minute. Da spielten die Eulen mit zwei Mann mehr, erzielten aber kein Tor in dieser wichtigen Phase. „Da habe ich die falsche Entscheidung getroffen“, gab Schmidt zu. „Er ist 24 Jahre alt, hat acht Tore geworfen, geht nach der Saison nach Stuttgart. Ich verzeihe ihm“, sagte Eulen-Trainer Ben Matschke. Allerdings war es die letzte Möglichkeit gewesen für die Eulen, in der Partie noch einmal näher ran zu kommen. Doch statt auf 25:22 zu verkürzen, erzielte Göppingen das 26:21 (49.) – die Entscheidung.

Matschke kritisiert Torhüter



„Es war ein Arbeitssieg, ein Sieg des Willens, ein Sieg des Charakters“, kommentierte Brack den dritten Erfolg innerhalb sechs Tagen seiner Mannschaft: „Es war wichtig, dass wir in der Endphase kein knappes Ergebnis hatten, denn wir wussten, dass es dann ein Substanzspiel wird.“ So aber ging es ohne große Kraftanstrengung zu Ende.
Für die Eulen war mit etwas Glück mehr drin gewesen. Aber zu viele technische Fehler, eine schwache Torhüterleistung und in manchen Situationen fehlende Qualität brachten die Gäste um ein besseres Ergebnis. „Um in Göppingen etwas mitzunehmen, bedarf es einer außergewöhnlichen Leistung, in allen Teilen, doch die hatten wir bei den Torhütern nicht“, schimpfte Matschke. Somit bleiben die Eulen auswärts ein Punktelieferant. Erst ein Punkt hat Ludwigshafen in der Fremde geholt.
Das nächste Heimspiel haben die Ludwigshafener nun am 15. April, 15 Uhr, gegen den THW Kiel.

So spielten Sie


:
Frisch Auf Göppingen: Rebmann (ab 30. Prost) – Kneule (6), Espersen (1), Fontaine (3) – Rentschler (1), Ritterbach (1) – Kozina (5) – Bagersted (2), Schiller (10/6), Pfahl (2), Halén (1),
Eulen Ludwigshafen: Peribonio (18. Hanemann für Siebenmeter, 33.-53.) – Schmidt (8), Feld (4), Dietrich (2) – Durak (1), Scholz (1) – Dippe (3) – Valiullin (3), Bührer, Hruscak, Haider (1), Falk (1), Djozic (4/3)
Spielfilm: 0:1 (1.), 2:2 (4.), 5:7 (10.), 8:7 (16.), 11:8 (20.), 13:9 (24.), 15:10 (28.), 16:12 (Hz.), 19:15 (37.), 23:18 (44.), 30:25 (56.) 32:28 (Ende) - Zeitstrafen: 3:6 – Rote Karte: Kozina (56., Foulspiel) - Siebenmeter: 6/6 – 4/3 – Beste Spieler: Schiller, Kozina, Kneule – Schmidt, Dippe – Zuschauer: 3900 – Schiedsrichter: Dinges/Kirsch (Eggenstein).

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