Programmänderung RHEINPFALZ Plus Artikel Festival Palatia Jazz: Start am 31. Juli

Eröffnet das Festival: das Tingvall Trio, hier 2017 auf der Limburg.
Eröffnet das Festival: das Tingvall Trio, hier 2017 auf der Limburg.

Nach wochenlangen, immer wieder veränderten Planungen steht das Palatia-Jazz-Programm nun fest. Zwischen 31. Juli und 28. August gibt es bei dem Jazzfestival sechs Konzerte mit zwölf Ensembles an wechselnden Spielorten quer durch die Vorderpfalz. Mit dabei sind Nils-Petter Molvaer, das Tingvall Trio, Lars Danielsson und das Jazz Department der Söhne Mannheims.

Die Pandemie und ihre Folgen haben die Planungen für die 25. Auflage von Palatia Jazz so schwierig gemacht wie noch nie. Spielorte standen nicht mehr zur Verfügung, Bands durften nicht einreisen, die erlaubten Besucherzahlen veränderten sich mit den Inzidenzwerten. Festivalleiterin Yvonne Moissl musste die Konzerte auf den August verschieben und auf Bands wie Jazzanova oder das skandinavische Supertrio Rymden verzichten. In der Klosterruine Limburg und in der Festungsanlage in Germersheim ist man diesmal nicht zu Gast, dafür in drei Weingütern.

Schwerpunkt Skandinavien

Geblieben ist der vom Kultursommer übernommene Skandinavien-Schwerpunkt. Beim Festivalauftakt im Park der Villa Wieser in Herxheim spielen Schlagzeuger Emil Brandqvist und Pianist Martin Tingvall mit ihren Trios. Ebenfalls aus Schweden kommt Kontrabassist Lars Danielsson, der in der Gedächtniskirche in Speyer sein neues Liberetto-Projekt vorstellt, ergänzt von Sängerin Kadri Voorland und ihrem Duopartner Mihkel Malgand aus Estland.

Und im Park der Villa Böhm in Neustadt kann man den norwegischen Trompeter Nils-Petter Molvaer mit Kompositionen seines Ende August erscheinenden neuen Albums erleben. Zu seinem Quartett gehören der Gitarrist Johan Lindström, Bassist Jo Berger Myhre und Schlagzeuger Erland Dahlen. Hier ist das Kölner Quartett Jin Jim mit dem Flötisten Daniel Manrique-Smith die zweite Band des Abends.

Neue Spielorte

Die zweite Festivalhälfte präsentiert Jazz aus Deutschland. Die Söhne Mannheims hätte man da nicht unbedingt erwartet, aber die betreiben auch ein Jazz Department und liefern groovige Versionen ihrer Hits. Neben Gitarrist Michael Kosho Koschorreck, Sänger Michael Klimas, Bassist Edward Maclean und Schlagzeuger Ralf Gutske gehört auch Sängerin Stefanie Neigel zur Besetzung. Erstmals in Rohrbach bei Herxheim im Weingut Ökonomierat Lind findet dieses Konzert statt.

Neuer Spielort ist auch der Winzerverein in Deidesheim, wo die Sängerin Cecile Verny mit ihrem in Freiburg heimischen Quartett zu Gast ist. Noch mal nach Neustadt, ins Weingut Müller-Catoir, geht es zum Festivalabschluss mit Trompeter Sebastian Studnitzky und seiner KY Urban Band sowie dem Dresdner Piano-Trio Lommel, Lauer, Bernstein. Für die größeren Konzerte stehen aktuell bis 400 Karten zur Verfügung, für die kleineren 250. Wenn sich die Corona-Lage weiter entspannt, können es noch ein paar mehr werden.

Termine

31. Juli, Herxheim: Tingvall Trio, Emil Brandqvist; 7. August, Speyer: Lars Danielsson, Kadri Voorland; 8. August, Neustadt: Nils-Petter Molvaer, Jin Jim; 14. August, Rohrbach: Söhne Mannheims Jazz Department; 21. August, Deidesheim: Cecile Verny; 28. August, Neustadt: Sebastian Studnitzky, Lommel, Lauer, Bernstein

Ebenfalls Gast: Michael Kosho Koschorreck und das Jazz Department der Söhne Mannheims.
Ebenfalls Gast: Michael Kosho Koschorreck und das Jazz Department der Söhne Mannheims.
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