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Mittwoch, 20. Februar 2019 Drucken

Sport

Kapitän Florian Dick: Einmal FCK, immer FCK ...!

Der Kapitän soll so oder so im Verein bleiben

Von Horst Konzok

Ehrgeiz, Wille, Vorwärtsdrang: FCK-Kapitän Florian Dick.

Ehrgeiz, Wille, Vorwärtsdrang: FCK-Kapitän Florian Dick. ( Foto: KUNZ)

Er wurde im letzten Sommer bei seiner Rückkehr aus Bielefeld wie ein Heilsbringer empfangen, bei der Saisonpremiere mit Sprechchören gefeiert: Florian Dick, der Kapitän des 1. FC Kaiserslautern, ist aktuell nur zweite Wahl beim Drittliga-Zehnten. Aber bei der Sportlichen Leitung und den Fans genießt der 34-Jährige Hochachtung. Einmal FCK, immer FCK …

„Flo ist der Kapitän. In Karlsruhe war er wieder im Kader. Er hat allen geholfen. ,Flo’ hat die Mannschaft voll im Griff, er verhält sich überragend und trainiert vorbildlich“, würdigt Trainer Sascha Hildmann. Er hat Dick noch keine Minute eingesetzt, der seinen Stammplatz nach dem achten Spieltag, dem 3:3 von Jena, an Dominik Schad verloren hatte. Letztmals stand Dick – 45 Minuten – beim 0:5 in Unterhaching auf dem Platz. Es war das letzte Spiel unter der Regie von Michael Frontzeck.

Den Derbysieg in Karlsruhe, wo Dick als Fußballer groß geworden ist, hat der Mann mit der Nummer 23 beseelt gefeiert, obwohl er nicht spielte. „Ich hab’ den Jungs gesagt, genießt das! Wir haben die ganze Zeit so viel auf die Fresse bekommen …“

Viele Bekannte hat Dick im Wildpark getroffen, nach den 90 Minuten nett geplaudert. Beim Spiel hat er sich engagiert, den 19 Jahre jungen Toni Jonjic stimmte er vor dessen Einwechslung ein. „Ich hab’ ihm gesagt: Mach was, sei mutig! Er war mutig ...“

„Das haben wir uns alle anders vorgestellt"

Platz zehn – Mittelmaß! „Das haben wir uns alle anders vorgestellt. Mannschaft, Trainer, Vorstand. Aber die Situation ist jetzt, wie sie ist. Das gilt es anzunehmen“, fordert der Musterprofi, der in dieser Saison nur zehnmal zum Einsatz kam – RHEINPFALZ-Notenschnitt 3,65. Dicks Vertrag endet am 30. Juni, bei Aufstieg hätte sich der Kontrakt automatisch um ein Jahr verlängert.

„Am schönsten ist es, noch Fußball zu spielen. Das möchte ich so lange wie möglich, auch wenn ich weiß, dass das nicht mehr ewig geht“, sagt der 34-Jährige. „Es macht mir noch Spaß, gerade in dieser jungen Mannschaft, auch wenn ich momentan nicht spiele“, betont Dick. „Aber ich versuche jeden Tag in jedem Training, mein Bestes zu geben“, unterstreicht er. Am liebsten möchte Dick, beim FCK bleiben, am allerliebsten als Spieler. Eine Trainerlaufbahn strebt der Badener nicht an. Er hat eine kaufmännische Ausbildung und wird mit seiner Frau und den beiden Mädchen – fünf und drei – so oder so in Kaiserslautern bleiben. Die Dicks, derzeit in Siegelbach daheim, haben in Dansenberg ein Haus gekauft, die älteste Tochter kommt im Sommer in die Schule. „Ländlich, ruhig, familiär – das gefällt mir. Wir fühlen uns hier einfach sehr wohl“, sagt der Profi, der den FCK lebt und liebt. Ein nahbarer Profi Typ Eisenfuß, der auf dem Platz stets alles gibt, immer freundlich, ehrlich – und deshalb so beliebt.

Dick findet die Mannschaft gut, ehrlich. Er sagt aber auch mit Blick auf Sonntag (13 Uhr), wenn der FSV Zwickau auf dem Betze die Aufwartung macht: „Ergebnisse stehen über allem. Wir müssen es auf den Platz bringen!“ Für Martin Bader, den Geschäftsführer Sport, ist klar: Einer wie Dick muss dem FCK erhalten bleiben.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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