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Donnerstag, 06. Dezember 2018 Drucken

Meinung

FCK: Die Trainersuche ist auch ein Glücksspiel

Von Horst Konzok

(Foto: dpa)

Mit Mut und Demut trat Trainer Sascha Hildmann den Dienst bei Drittligist 1. FC Kaiserslautern an. Er glaubt an die Klasse des Kaders.

Der Trainer-Findungsprozess der FCK-Verantwortlichen ist nach den Schilderungen aller Beteiligter höchst intensiv gewesen sein. Sascha Hildmann, kein Zufallstreffer, hatte bei FCK-Sportchef Martin Bader schon am 4. August Eindruck gemacht, als er noch Trainer der SG Sonnenhof Großaspach war und dem FCK ein 1:1 abtrotzte. Hildmann wusste seine Gesprächspartner Bader, Sportdirektor Boris Notzon und den Aufsichtsratsvorsitzenden Patrick Banf im stundenlangen Austausch mit seinem Fachwissen, seiner Emotion und Rhetorik zu überzeugen.

Er lebt seinen Traum

Hildmann ist eine mutige Wahl – aber eine Entscheidung, die das Management aus Überzeugung getroffen hat. Der neue Trainer, 46, hat sich seine Chance erarbeitet. Er lebt seinen Traum als Cheftrainer des Vereins, den er im Herzen trägt. Trainerverpflichtungen sind immer auch Glückssache. Martin Bader hatte beim 1. FC Nürnberg ein glückliches Händchen mit Hans Meyer und Dieter Hecking. Weil es dann mit Michael Wiesinger, Gert-Jan Verbeek und Valérien Ismaël nicht passte, kam es zum Aus für Bader beim „Club“. Bei Hannover 96 strich Bader Glückwünsche ein, als er Michael Frontzeck durch Thomas Schaaf ersetzte. Der Bremer Dauerbrenner wurde der größte Trainer-Flop bei „96“ seit Peter Neururer. Für Bader der Anfang vom Ende.

Zweifler durch Erfolge überzeugen

Sascha Hildmann ist unverbraucht. Er kennt Kaiserslautern, er kennt den FCK . Er weiß, was der Fan sehen will. Er kennt die Dritte Liga. Zweifler kann er nur durch Erfolge überzeugen. Nach der Lauterer Talfahrt der letzten Wochen geht es für den Trainer darum, der Mannschaft einen neue Überzeugung einzuimpfen. Die Spieler können mehr, als sie zuletzt zeigten. Der neue Trainer muss – mit dem bisherigen Trainerteam – Wege aus der Krise aufzeigen. Das Publikum gewinnt die Mannschaft schnell – wenn sie mit Feuereifer arbeitet, wenn sie Herz und Leidenschaft zeigt. „Es ist Dritte Liga – da geht alles über den Kampf“, weiß Hildmann.