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FCK

Rote Teufel noch in Aufbauphase

Von Oliver Sperk und Horst Konzok

Gruppenbild: Zehn Fußballspieler in roten FCK-Trikots in einem leeren Stadion, in ihrer Mitte der Trainer in schwarz.

Trainer Norbert Meier gestern inmitten der Spieler, die neu im Profikader des FCK sind. Obere Reihe von links: Giuliano Modica, Patrick Salata, Gino Fechner, Trainer Meier, Leon Guwara, Benjamin Kessel, Torben Müsel. Untere Reihe von links: Brandon Borrello, Valdrin Mustafa, David Tomic und Rückkehrer Manfred Osei Kwadwo. (Foto: Kunz)

Beim FCK – in der vorigen Runde als 13. bis zuletzt in Abstiegsgefahr – ist die Suche nach einem Sportchef und guten Offensivleuten die Hauptaufgaben.

Der Kader der Zukunft beim 1. FC Kaiserslautern nimmt Formen an, ist aber bei weitem noch nicht startklar. Zu besetzen ist nach dem Rücktritt von Uwe Stöver zudem der Sportchef-Posten. Für den Spielerkader werden vor allem Lösungen für die abschlussschwache Offensive gesucht. Das ließ Chefcoach Norbert Meier gestern beim Trainingsauftakt vor knapp 300 Fans auf dem Betzenberg durchblicken.

Bemühen um Hoffenheimer Atik

Für ein Jahr von der TSG 1899 Hoffenheim ausleihen wollen die Lauterer den offensiven Mittelfeldmann Baris Atik (22). Der türkische Junioren-Nationalspieler ist in Frankenthal geboren und war zuletzt an den österreichischen Erstligisten Sturm Graz verliehen. „Ein interessanter und umworbener Spieler, um den wir uns bemühen. Technisch stark, gutes Pressing-Verhalten, noch ein echter Straßenkicker im positiven Sinne“, sagte FCK-Chefscout Boris Notzon, der mit Trainer Meier bei den Transferaktivitäten der Lauterer federführend ist, bis der Stöver-Nachfolger gefunden ist. Das soll möglichst bis Ende Juni geschehen sein. Dies betonte FCK-Vorstandsvorsitzender Thomas Gries. Aus 20 Anwärtern haben Gries und seine Kollegen aus Vorstand und Aufsichtsrat für die Endrunde drei bis vier Kandidaten ausgewählt. „Qualität geht vor Schnelligkeit“, sagte Gries, der die aktuelle Kaderplanung bei Notzon und Kollegen gut aufgehoben sieht. Gries hofft auf einen Lizenzspieleretat auf Vorjahreshöhe von mehr als zehn Millionen Euro.

Gefehlt hat gestern beim Auftakt Robin Koch, der nach einer Mandeloperation noch drei bis vier Tage im Krankenhaus bleiben muss. Noch im genehmigten Urlaub weilen Naser Aliji und Zoltan Stieber, die ebenso Verkaufskandidaten sind wie Jacques Zoua (zurzeit mit Kamerun beim Confed Cup) und Julian Pollersbeck (U21-EM). Morgen steigt auch Torwart-Hoffnung Lennart Grill (18) ins Training bei den Profis ein. Er soll aber noch ein Jahr bei der U19 spielen. Kacper Przybylko ist nach einer erneuten Operation weiter in der Reha. Geht Pollersbeck, den unter anderem der Hamburger SV umgarnt, wird der FCK vermutlich einen neuen Torhüter engagieren, sagte Meier, der auch noch den einen oder anderen Spieler mit laufendem Vertrag abgeben möchte.

"Hoffnungsvolle Jungs" aus eigenem Talentschuppen

„Wir brauchen auch Erfahrung im Kader, Stammplätze müssen aber erarbeitet werden“, sagte der Coach mit Blick auf „erfahrene Jungs“ wie Giuliano Modica (ehemals Dynamo Dresden) und Benjamin Kessel (zuletzt Union Berlin). Spaß machen dem 58-Jährigen die „hoffnungsvollen Jungs“ aus dem eigenen Talentschuppen, Lennart Grill, Nicklas Shipnoski, Nils Seufert, Patrick Salata, Torben Müsel, David Tomic und Valdrin Mustafa: „Das ist das Leben des Klubs!“

Offensivspieler Erik Wekesser (19), der sich auch in der zweiten Mannschaft des FCK nicht durchsetzen konnte, wechselt nach RHEINPFALZ-Informationen zur TuS Koblenz.

Der Kader

Tor: Lennart Grill (18), Julian Pollersbeck (22), Jan-Ole Sievers (22), André Weis (27)

Abwehr: Naser Aliji (23), Leon Guwara (20), Benjamin Kessel (29), Giuliano Modica (26), Phillipp Mwene (23), Robin Koch (20), Patrick Salata (19), Stipe Vucur (25), Patrick Ziegler (27)

Mittelfeld: Brandon Borrello (21), Maximilian Dittgen (22), Gino Fechner (19), Daniel Halfar (29), Christoph Moritz (27), Manfred Osei Kwadwo (22), Nicklas Shipnoski (19), Zoltan Stieber (28), Nils Seufert (20), David Tomic (19)

Angriff: Lukas Görtler (23), Torben Müsel (17), Valdrin Mustafa (19), Osayamen Osawe (23), Kacper Przybylko (24), Jacques Zoua (25)

Trainer: Norbert Meier (58); Co-Trainer: Frank Heinemann (52); Torwarttrainer: Gerald Ehrmann (58)

Zugänge: Borrello (Brisbane Roar), Fechner (RB Leipzig II), Guwara (Werder Bremen, war an Darmstadt 98 ausgeliehen), Kessel (Union Berlin), Modica (Dynamo Dresden), Osei Kwadwo (SGS Großaspach, war ausgeliehen), Grill, Müsel, Mustafa, Tomic, Salata (eigene U19)

Abgänge: Ewerton (Sporting Lissabon), Frey (nach Ausleihe Bayer Leverkusen), Gaus (FC Ingolstadt), Glatzel (1. FC Heidenheim), Heubach, Jacob, Mujdza (Ziele unbekannt), Kerk (nach Ausleihe vom SC Freiburg zum 1. FC Nürnberg), Wekesser (TuS Koblenz)

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