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FCK

Flagge zeigen nach dem Katastrophen-Kick

FCK-Trainer Runjaic kündigt nach der Schlappe in Frankfurt Änderungen an – Morgen gegen Fürth

VON OLIVER SPERK

 

Immer unter Strom: FCK-Torwart Tobias Sippel. ( Foto: KUNZ)

KAISERSLAUTERN. Es kann nur besser werden als am Sonntag. Unter diesem Motto wollen die Profis des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern nach dem enttäuschenden 0:2 beim FSV Frankfurt nun morgen (18.30 Uhr) das Heimspiel gegen Greuther Fürth angehen. Für die Partie hat der FCK bisher erst 20.300 Tickets abgesetzt.

Kosta Runjaic nahm kein Blatt vor den Mund. „Das war das schlechteste Spiel, seit ich in Kaiserslautern Trainer bin“, sagte der FCK-Coach, der seit 16. September 2013 im Amt ist, gestern noch einmal im Rückblick auf den erschreckend schwachen Auftritt seiner Mannschaft am Bornheimer Hang. Es war ein Fehlpassfestival der Roten Teufel – ein Rückfall in scheinbar vergessene Zeiten.

„Es geht immer um Leistung und Entwicklung, und in Frankfurt waren das zwei Schritte zurück“, urteilte der 43-Jährige und sprach von einem „katastrophalen Spiel“.

Dass sich das Team, in dem außer Torwart Tobias Sippel und der Innenverteidigung fast niemand auch nur annähernd Normalform zeigte, nach der ersten Rückrunden-Niederlage äußerst selbstkritisch präsentierte, wertete Runjaic als wichtige Basis auf dem Weg der sportlichen Genesung. „Die Mannschaft will das geraderücken“, betonte Kaiserslauterns Sportdirektor Markus Schupp, der nichts davon hält, nach der ersten Schlappe des nun immer noch drittbesten Rückrunden-Teams gleich die große Keule zu schwingen. Obwohl auch er ganz klar feststellte: „Wir haben in Frankfurt all das vermissen lassen, was wir in den letzten Wochen und Monaten gezeigt haben.“

Deshalb will Runjaic auch gar nicht viel davon reden, inwiefern der neue, alte Fürther Trainer Mike Büskens beim ersten Spiel der „Kleeblätter“ nach seiner Rückkehr für frischen Wind sorgen könnte. „Es geht in den nächsten Wochen und Monaten nicht darum, wer den besseren Fußball spielt“, sagt der Lauterer Trainer, „sondern wer mehr Leidenschaft und Willensstärke mitbringt.“ So will er seine Jungs morgen vom Anpfiff weg aggressiv und konzentriert wie nie erleben. „Es wird ein heißer Tanz, wir sind gut beraten, von der ersten Sekunde an mit der entsprechenden Spannung ins Spiel zu gehen.“

Dabei wird Runjaic eine auf mehreren Positionen veränderte Startelf ins Rennen gegen einen Gegner schicken, den der neue Trainer Büskens „emotionalisieren wird“, wie es Sportdirektor Schupp nennt. Als einer von sechs Totalausfällen muss Kerem Demirbay, der sein Potenzial oft andeutet, aber kaum abruft, im Mittelfeld-Zentrum um seinen Platz bangen. Zwangsläufig nicht spielen wird Dominique Heintz (wir berichteten). Der Innenverteidiger fällt mit seinem Muskelbündelriss wochenlang aus; für ihn rückt Tim Heubach neben Willi Orban. Alles umkrempeln indes wird Runjaic nicht: „Rechnen Sie mit Änderungen! Aber das heißt nicht, dass ich fünf, sechs Spieler raushaue.“ Möglich ist, dass der Trainer wieder auf einen Zweier-Sturm mit Philipp Hofmann und Simon Zoller zurückgreift. Der FCK ist als Vierter, punktgleich mit dem Zweiten und dem Dritten, immer noch ganz oben dabei.

Auch Torwart Sippel, in Frankfurt bester Lauterer, gab sich gestern kämpferisch: „Das FSV-Spiel war eine Warnung. Ich kann nur sagen, dass wir gegen Fürth ein zu 100 Prozent anderes Bild abgeben werden.“