Stichwort: Edeka
Genossenschaft wird Lebensmittelriese
Unter den führenden Vier, die mehr als 75 Prozent des Marktes beherrschen (Edeka, Rewe, Schwarz-Gruppe und Aldi), ist Edeka mit Geburtsstunde 1907 der Älteste. Nur die familiengeführte Globus-Gruppe, die auf Platz neun rangiert, ist wesentlich älter. Das erste Geschäft eröffnete Franz Bruch bereits 1828 in St. Wendel.
In Leipzig schlossen sich 1907 kaufmännische Genossenschaften zur Einkaufsgemeinschaft der Kolonialwarenhändler – kurz: E.d.K. – zusammen. Aus der Abkürzung entstand vier Jahre später der Markenname Edeka. Heute ist Edeka ein riesiger Verbund mit der Zentrale in Hamburg in der Rechtsform Stiftung & Co. KG und sieben Regionalgesellschaften. Die zweitgrößte davon ist die 1927 gegründete Edeka Südwest, deren Gebiet Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland, den Süden Hessens und einen Zipfel Nordbayerns umfasst. Sie erzielte 2019 mit rund 44.000 Mitarbeitern in 1163 Märkten einen Umsatz von rund 7,07 Milliarden Euro.
Es gibt verschiedene Vertriebsformate: Die Geschäfte werden teils in Eigenregie (mit Bindung an den Branchentarifvertrag), teils von selbstständigen Händlern geführt, als
Marktkauf-Start in den 70ern
Die selbstständigen Händler sind meist Mitglied in einer der neun Edeka-Regionalgenossenschaften. Diese sind Eigentümer der Zentrale und halten 50 Prozent der Anteile an den Regionalgesellschaften. Die anderen Anteile hält die Edeka-Zentrale.
Die Historie von Marktkauf beginnt in den 1970er-Jahren. Aus einer Konsumgenossenschaft in Ostwestfalen-Lippe wurde 1975 die Allgemeine Verbraucher-AG (AVA) mit der Tochter Marktkauf. Edeka ist seit 2005 alleiniger Eigentümer. Die 186 Märkte wurden 2007 auf die Edeka-Regionalgenossenschaften verteilt. |kh