Wirtschaft
Zugangebot in der Pfalz wird weiter reduziert
Der wegen der Coronavirus-Krise deutlich reduzierte Fahrplan der Pfälzer Regionalzüge ist nun in der Online-Auskunft der Deutschen (DB) unter www.bahn.de zu ersehen. Viele Bahnkunden hatten sich darüber geärgert, dass der reduzierte Fahrplan schon seit Montag, 23. März gilt, es jedoch am Montag kaum eine Möglichkeit gab, sich über das Zugangebot zu informieren.
Zehn schnelle RE-1-Züge fahren immer noch
Auf den meisten Strecken wird nur noch ein Stundentakt mit Zügen angeboten, die alle oder fast alle Halte bedienen. Die meisten Regional-Express-Linien in der Pfalz entfallen komplett. Einzige Ausnahme sind fünf Zugpaare auf der Linie RE 1 von Mannheim über Neustadt, Kaiserslautern, Homburg und Saarbrücken nach Trier. Es fahren noch die Züge ab Kaiserslautern um 5.28 Uhr, 6.54 Uhr, 13.34 Uhr, 17.34 Uhr und 20.34 Uhr sowie in der Gegenrichtung die Züge ab Mannheim um 6.28 Uhr, 8.39 Uhr, 14.39 Uhr, 18.36 Uhr und 22.39 Uhr.
RE und EC als Alternative zum ausfallenden ICE
Das Fernzugangebot auf der Strecke Saarbrücken–Mannheim, das bereits durch den Wegfall sämtlicher ICE und TGV von und nach Paris massiv zusammengestrichen wurde, wird nun weiter reduziert durch den Ausfall des Zugpaars ICE 836/935 von Saarbrücken nach Berlin und zurück. Reisende, die den Zug für die Fahrt beispielsweise von Homburg oder Kaiserslautern nach Mannheim nutzen, können montags bis freitags auf den Regional-Express (RE) 4144 ausweichen, der rund 20 Minuten vorher fährt (Homburg ab 6.32 Uhr, Kaiserslautern ab 6.54 Uhr). Der RE 4144 ist einer von fünf Zügen, die auch im wegen der Coronavirus-Krise deutlich reduzierten Fahrplan noch fahren. Wer den ICE 836 abends für die Fahrt von Mannheim nach Kaiserslautern und Homburg nutzen wollte, kann entweder auf den rund eine Stunde früher fahrenden EC 216 ausweichen oder auf den RE 4149 um 22.39 Uhr ab Mannheim.
Die Logik hinter den Zugstreichungen
Der DB-Fernverkehr folgt dabei einer ähnlichen Logik wie der Coronakrise-Sonderfahrplan im Pfälzer Regionalverkehr. Ein Grundangebot bleibt erhalten, aber die Schnellverbindungen, die für viele Reisende besonders attraktiv sind, werden größtenteils gestrichen. Der ICE von Saarbrücken nach Berlin gehört zu der Sprinter-ICE- Linie 15, die normalerweise von Frankfurt nach Berlin im Zwei-Stunden-Takt mit Halten nur in Erfurt und Halle fährt. Sie fällt nun ebenso aus wie die ICE-Sprinter-Linie zwischen Berlin und München mit Halten nur in Halle, Erfurt und Nürnberg. Beibehalten werden die ICE der Linien 11 und 12, die zwischen Mannheim und Berlin einen Stundentakt herstelllen und abwechselnd über Leipzig und Braunschweig fahren.
