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Dienstag, 13. August 2019 Drucken

Wirtschaft

Protein-Lebensmittel: Trickserei mit Eiweißgehalt

Magerquark (Foto) enthält im Schnitt mehr Eiweiß als sogenannter „Protein-Quark“. Foto: dpa-Picture Alliance

Magerquark (Foto) enthält im Schnitt mehr Eiweiß als sogenannter „Protein-Quark“. Foto: dpa-Picture Alliance

Wird auf Getränkeflaschen, Müslitüten oder Quarkschalen mit „proteinhaltig“ geworben, sieht das für den Käufer nach einem gesundheitlichen Plus aus. Ist es aber nicht zwangsläufig.

Meist handele es sich um Lebensmittel, die ohnehin schon eiweißreich seien, haben Verbraucherschützer ermittelt. Wer solche Produkte kaufe, solle auf der Verpackung die Inhalte prüfen, rät die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Zum Beispiel weise ein „High Protein Quark“ mit 9 Prozent Eiweißgehalt aus. Dabei enthalte Magerquark mit im Schnitt 12 Prozent Eiweißgehalt bereits mehr Eiweiß als das als hochproteinhaltig beworbene Produkt. Und werde ein Getränk etwa „mit 30 Gramm Protein“ beworben, sei meist die enthaltene Gesamtmenge gemeint und nicht die auf 100 Gramm oder Milliliter bezogene Menge.

Beim Studieren der Zutatenliste auf der Rückseite der Produkte werde aus dem „Protein-Drink“ schnell eine Schokomilch mit etwas Molkepulver, so die Verbraucherschützer. In der Nährwerttabelle zeige sich dann auch, dass das Getränke-Fläschchen mit den 30 Gramm Protein auch stolze 25 Gramm Zucker enthält. Auch „16 Gramm der besten Proteine“ klinge verheißungsvoll. Beim Hinsehen werde deutlich, dass es sich um teils stark verarbeitete Milchbestandteile handele, etwa Milch- oder Molkepulver.

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