Sport RHEINPFALZ Plus Artikel Wie die Siegesserie der Adler gegen Straubing hielt

Nigel Dawes jubelt nach seinem Penaltytreffer.
Nigel Dawes jubelt nach seinem Penaltytreffer.

Mit ein wenig Glück bauten die Adler Mannheim ihre Siegesserie in der Deutschen Eishockeyliga aus. Gegen die Straubing Tigers musste sich der Spitzenreiter bis ins Penaltyschießen quälen, ehe Nigel Dawes mit seinem Treffer den 4:3 (0:0, 3:2, 0:1, 0:0, 1:0)-Erfolg sicherstellte.

Im Mittelpunkt stand Rückkehrer Dennis Endras im Adler-Tor. Der wurde nicht nur mit einem Sonderapplaus der rund 8000 Besucher begrüßt, sondern hatte auch gleich mehr Arbeit, als ihm nach siebenwöchiger Verletzungspause lieb sein konnte. „Es ist uns in dieser Saison noch nicht oft passiert, dass wir weniger Chancen hatten als der Gegner“, verpackte Gross sein Lob an den Gegner in ein verstecktes Lob an den 36-jährigen Routinier im Tor. Der war mit drei gehaltenen Penalties nach der Verlängerung, einem weiteren gegen Michael Connolly im zweiten Drittel sowie einer Handvoll vereitelter Großchancen einer der Garanten für den Sieg der Adler.

„Nicht das beste Spiel“

„Es war sicher nicht unser bestes Spiel, aber gerade so ein Sieg ist gut für eine Mannschaft“, bilanzierte Stürmer Nico Krämmer. Der hatte Florian Elias die 2:1-Führung (30.) aufgelegt, glänzte ansonsten eher im Verborgenen, rackerte und kämpfte für seine Mannschaft an beiden Enden der Spielfläche. „Immerhin sind wir immer wieder in Führung gegangen“, hob er hervor. Tatsächlich war es Matthias Plachta, der im zweiten Durchgang zum 1:0 traf, nachdem Straubing den ersten Durchgang weitestgehend dominierte. Mutterseelenallein vor Tomi Karhunen hatte Plachta dabei alle Zeit der Welt für seinen überlegenen Abschluss (24.).

Besser wurde es aus Adlersicht aber nicht, denn nur 45 Sekunden später traf Connolly für die Gäste. Fast eine Doublette des Führungstreffers, denn beide Male hatten die Abwehrreihen offenbar einen Stürmer vor dem Torraum übersehen (25.). Es war ein Aufgalopp für ein turbulentes Drittel, in dem beide Mannschaften nachholten, was sie in den ersten 20 Minuten vergessen hatten. Nach dem 2:1 durch Elias dauerte es nur fünf Minuten bis zum Ausgleich – Travis St. Denis traf in Überzahl. Es war der einzige Überzahltreffer an diesem Abend, denn die Adler agierten mit einem und auch mit zwei Mann mehr auf dem Eis immer wieder zu umständlich.

Mittwoch gehts schon weiter

Zum Zungeschnalzen war allerdings der 3:2-Führungstreffer, den David Wolf erzielte (38.), der aber zu 90 Prozent auf das Konto von Joonas Lehtivuori ging, der dynamisch das Tor der Gäste umkurvte und mit seinem scharfen Pass genau Wolfs Kelle am langen Pfosten fand. Jason Akeson traf sieben Minuten vor Schluss zum verdienten Ausgleich. Weil in der Verlängerung keine Tore fielen, musste im Anschluss das Penaltyschießen herhalten.

Lange Zeit zum Erholen haben die Adler nicht. Am Mittwoch gastieren ab 19.30 Uhr die Iserlohn Roosters in der SAP-Arena.

Adler Mannheim: Endras – Akdag, Katic; Holzer, Dziambor; Larkin Lehtivuori; Preto – Plachta, Desjardins, Wolf; Krämmer, Eisenschmid, Dawes; Rendulic, Wohlgemuth, Bergmann; Klos, Bast, Elias

Straubing Tigers: Karhunen – Lampl, Brandt; Kohl, Schopper; Scheid, Manning; Zimmermann – St. Denis, Balisy, Leier; Akeson, Connolly, Moulierat; Mulock, Brunnhuber, Samanski; Elsner, Eder, Schönberger

Tore: 1:0 Plachta (Desjardins) 24:00, 1:1 Connolly 24:45, 2:1 Elias (Krämmer) 29:15, 2:2 St. Denis 34:43, 3:2 Wolf (Lehtivuori) 37:51, 3:3 Akeson 52:46, 4:3 Dawes Penalty - Strafzeiten: 10 - 12 - Beste Spieler: Endras, Lehtivuori, Krämmer - Eder, Leier - Zuschauer: 8046 - Schiedsrichter: Rantala (Finnland)/Schrader (Dorsten).

x