Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Wie Adler-Stürmer Bergmann seine Quarantäne verkürzen konnte

Darf wieder trainieren und auch spielen: Lean Bergmann.
Darf wieder trainieren und auch spielen: Lean Bergmann.

Manchmal hilft der Zufall. Obwohl er vor genau einer Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden war und eine 14-tägige Quarantäne antrat, mischte Eishockey-Nationalspieler Lean Bergmann am Mittwoch im Training der Adler schon wieder mit. Wie das?

Nach der Übungseinheit klärte Bergmann die verdutzten Reporter selbst auf. Da er offiziell seinen Hauptwohnsitz noch in Iserlohn hat und das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises für ihn zuständig ist, gilt für ihn die Landesverordnung Nordrhein-Westfalens – und nicht die Baden-Württembergs. „Weil ich geimpft bin und keine Symptome hatte, konnte ich mich nach fünf Tagen aus der Quarantäne heraustesten“, berichtete Bergmann. Auch im ersten Ligaheimspiel der Adler der Saison am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Nürnberg Ice Tigers kann der 22-Jährige mitmachen.

Ruslan Iskhakov fällt länger aus

Die vier weiteren positiv getesteten Spieler der Adler – Joonas Lehtivuori, Moritz Wirth, Florian Elias und Markus Eisenschmid – haben ihre 14-tägige Quarantäne gerade erst beendet, müssen sich nun aber Gesundheitstests und einem in der Liga obligatorischen Aufbauprogramm unterziehen. Ihre Rückkehr ist frühestens in zwei Wochen zu erwarten. Stürmer Ruslan Iskhakov fällt wegen einer Fußverletzung drei bis vier Wochen lang aus, angeschlagen ist auch Torwart Dennis Endras. Am Freitag und auch am Sonntag in Berlin (14 Uhr) steht Felix Brückmann im Kasten.

Lean Bergmann freut sich nun auf sein erstes Ligaspiel für die Adler überhaupt. „Es hat sich ja ein paar Jahre hingezogen“, stellte er lachend fest. In der Tat: Als die Mannheimer ihn 2019 von den Iserlohn Roosters verpflichtet hatten, wechselte er nach Nordamerika – und im Dezember 2020 ging’s noch mal nach San Jose. Jetzt aber ist er ein „richtiger“ Adler, ohne Ausstiegsklausel.

Larkin erwartet Prozessurteil

Ein weiterer Rückkehrer für die Nürnberg-Partie ist Thomas Larkin. Er weilte vergangene Woche bei der Zivilgerichtsverhandlung in Schweden wegen seines vier Jahre zurückliegenden schweren Checks im CHL-Spiel gegen Brynäs IF. Verklagt hatte ihn der Kanadier Daniel Paille, der aufgrund der Folgen dieser Szene seine Karriere beendete. Das Prozessurteil erwartet Larkin in drei bis vier Wochen. „Ich bin sehr froh, dass ich nach vier Jahren endlich die Gelegenheit hatte, meine Meinung und die Wahrheit zu sagen“, betonte Larkin am Mittwoch: „Ich habe nie einen Spieler absichtlich verletzt.“

x