Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Olle Forsell Schefvert bei den Rhein-Neckar Löwen unverzichtbar ist

Der Abwehrchef: Olle Forsell Schefvert im Heimspiel gegen die HSG Wetzlar. Rechts Lukas Nilsson.
Der Abwehrchef: Olle Forsell Schefvert im Heimspiel gegen die HSG Wetzlar. Rechts Lukas Nilsson.

Die glatte Niederlage der Rhein-Neckar Löwen in der Handball-Bundesliga beim SC DHfK Leipzig hatte einige Ursachen. Ein Grund dafür war sicher auch das Fehlen von Olle Forsell Schefvert.

Der Schwede Schefvert ist, neben Juri Knorr natürlich, der wichtigste Spieler der Löwen. Und das, obwohl er erst seit dieser Saison für den Klub spielt. Der 29-Jährige musste in Leipzig wegen einer Entzündung im Ellbogen pausieren. „Er hat eine große Rolle bei uns. Was die Stabilität betrifft, und auch im Tempospiel. Das steht außer Frage“, betonte Trainer Sebastian Hinze.

Einsatz fraglich

Diese Woche hat Olle Forsell Schefvert wieder das Training beim Tabellenzweiten aufgenommen, ob es für die Heimpartie gegen den HSV Hamburg am Donnerstag (19.05 Uhr) reicht, konnte er noch nicht sagen. „Es ist besser. Ich schaue Tag für Tag. Aber ich weiß noch nicht, ob ich mitspielen kann“, sagte Olle Forsell Schefvert im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Im Spiel gegen die HSG Wetzlar zog er sich eine kleine Wunde zu, er bemerkte sie nicht gleich, und die Wunde entzündete sich.

Olle Forsell Schefvert als Tempomacher.
Olle Forsell Schefvert als Tempomacher.

Schlüsselspieler Olle Forsell Schefvert ist aus mehreren Gründen quasi unersetzbar. Er ist der Abwehrchef der Löwen, bis zur Verletzung von Halil Jaganjac bildete er mit dem Kroaten den Innenblock. Seitdem ist Ymir Gislason an seiner Seite. Und Olle Forsell Schefvert ist der Mann, der das rasante Tempospiel der Löwen initiiert. Wenn Juri Knorr oder Lukas Nilsson mal ein Päuschen brauchen, hilft er auch im Positionsangriff mit. Kurz: Der Schwede hat einen großen Anteil an der bisher so exzellenten Saison. Seine Leistungen blieben nicht unbemerkt, denn er schaffte im Januar den Sprung in Schwedens WM-Kader.

Schwede findet das System gut

„Ich will der Mannschaft helfen. Der wichtigste Spieler? Ich finde, wir haben ein gutes System, egal wer spielt. Und zu Leipzig kann man sagen: Wenn es läuft, dann läuft es“, erläuterte der 1,96-Meter-Mann. Er glaubt nicht, dass die 29:37-Niederlage ein Wirkungstreffer war. „Wir waren nicht acht oder neun Tore schlechter als Leipzig. Das passiert in jeder Saison einmal. Wir haben Video geschaut und erkannt, warum wir unser Spiel nicht zu Hundertprozent durchgebracht haben“, berichtete er.

WM als tolle Erfahrung

Denkt der Schwede Olle Forsell Schefvert an die WM in Schweden zurück, dann hat er ein sehr gutes Gefühl. „Es war eine große Erfahrung. Es war größer als alle anderen Sachen, die ich bisher erlebt habe. Ich habe viel gelernt“, betonte er. Schade war, dass Schweden das Spiel um Platz drei gegen Spanien verlor. „Dann hätte man sicher ein besseres Gefühl gehabt, wenn man von der Weltmeisterschaft wegfährt mit einem Sieg“, sagte Forsell Schefvert.

Tag der Vielfalt

Mit dem Tag der Vielfalt setzen die Rhein-Neckar Löwen am Donnerstag ein Zeichen dafür, dass Freiheit keine Grenzen kennt, weder im Geschlecht noch in der sexuellen Orientierung. Hierauf liegt dieses Mal der Fokus, erklärte der Klub. Nach der Partie werden Sondertrikots von den Spielern signiert und versteigert. Der Erlös geht an den gemeinnützigen Verein PLUS in Mannheim. 8000 Karten sind bislang verkauft.

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