Fussball
SV Waldhof: DFB-Pokalspiel trotz Corona-Fälle
[Aktualisiert 22.52 Uhr] Der Fußball-Drittligist SV Waldhof Mannheim hat in seinem Umfeld zwei positive Corona-Fälle, weshalb das Spiel in der 1. Runde des DFB-Pokals am Sonntag (18.30 Uhr) gegen den Bundesligisten SC Freiburg auf der Kippe stand. Erst am späten Samstagabend entschied das Gesundheitsamt der Stadt Mannheim, dass die Partie wie geplant ausgetragen werden kann.
Nach RHEINPFALZ-Informationen handelt es sich bei den positiv Getesteten um den Innenverteidiger Jesper Verlaat und einen Physiotherapeuten. Die Tests wurden am Freitag gemacht, am Samstag unmittelbar vor dem Abschlusstraining auf das Pokalspiel wurde der Klub von den Behörden über die beiden positiven Proben informiert und isolierte daraufhin die Mannschaft sowie den Betreuerstab.
„Wir nehmen es wie es kommt“, sagte Trainer Patrick Glöckner. Durch die Absage des Abschlusstrainings wurde die Vorbereitung auf die Begegnung empfindlich gestört. „Wir müssen improvisieren, aber wir sind heiß und würden gerne spielen“, sagte Glöckner. Verzichten muss der Coach allerdings auf den Niederländer Verlaat, er befindet sich in Quarantäne, Symptome wies er bis Samsatg nicht auf.
Die Entscheidung, ob die Begegnung ausgetragen werden kann, fällte die Gesundheitsbehörde. Der Klub befand sich im Austausch mit dem Amt, das die Kontaktpersonen der Infizierten identifizierte. „Es gibt keine Vorgaben durch Statuten“, erklärte Manuel Hartmann, der Spielleiter für die Dritte Liga des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). „Die Hoheit der Entscheidung hat das Gesundheitsamt“, sagte Hartmann.
Da die Mannschaft am Freitag nach dem Corona-Test noch eine interne Schulung mit einem Schiedsrichter hatte, um sich auf das veränderte Regelwerk einzustellen und diese Zusammenkunft in einem Raum und ohne das Tragen von Schutzmasken abgehalten wurde, schien wahrscheinlich, dass alle Spieler als Kontakpersonen, Kategorie 1, eingestuft werden. In diesem Fall hätte die Partie gegen Freiburg abgesagt werden müssen.
Das Gesundheitsamt der Stadt Mannheim entschied dennoch anders.