1. FC Kaiserslautern
Souveräner Auswärtssieg: FCK steht im Pokal-Halbfinale
Der 1. FC Kaiserslautern steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Die Roten Teufel gewannen mit 3:1 (2:0) vor 75.000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion bei Hertha BSC. Kaiserslautern zieht damit nach 2014 wieder in die Runde der letzten Vier ein, damit fließen 3,448 Millionen Euro auf das Konto des Vereins. Kaiserslautern ist nach Fortuna Düsseldorf der zweite Zweitligist, der sich in dieser Saison für das Halbfinale qualifiziert hat.
Der Erfolg bahnte sich früh an. Jan Elvedi erzielte schon nach fünf Minuten das 1:0. Er zog aus elf Metern ab. Der Ball schlug im linken unteren Toreck ein. Vorausgegangen war ein verunglückter Schuss von Tymoteusz Puchacz. Der landete bei Elvedi – Tor. Für den Schweizer Innenverteidiger in Diensten des FCK war es der erste Treffer in dieser Saison. Die Führung lähmte die Hertha. Sie brachte nur wenig zustande im Spiel nach vorne. Das lag aber auch an der starken FCK-Defensive. Sie ließ kaum Chancen zu.
Überragender Pass von Ritter
Haris Tabakovic hatte die erste Möglichkeit für die Berliner, doch er verstolperte den Ball (15.). Derry Scherhant prüfte 20 Minuten später Julian Krahl (37.). Doch der FCK-Torhüter parierte sicher. Viel mehr Chancen standen nicht auf den Notizzetteln der Hertha-Verantwortlichen. Der FCK hatte jedoch auch nicht gerade Chancen am Fließband. Aber die zielstrebigeren Roten Teufel nutzten die wenigen Gelegenheiten in der ersten Halbzeit gnadenlos aus. Richmond Tachie donnerte ein überragendes Zuspiel von Marlon Ritter zum 2:0 ins linke untere Eck (38.). Auch da war Hertha-Torwart Marius Gersbeck machtlos. Gersbeck stand diese Saison erstmals im Kasten der Berliner (der Liveticker zum Nachlesen).
Die Effizienz und die Zielstrebigkeit des FCK nahm aber etwas in der zweiten Halbzeit ab. Die Berliner kamen immer besser ins Spiel. Das lag auch an den vier Einwechslungen. Allen voran Fabian Reese sorgte für viel Schwung. Er belebte das Offensivspiel der Hertha. In der 48. Minute legte Reese den Ball Tabakovic vor, doch Julian Krahl reagierte prächtig. Auch eine Doppelchance durch Tabakovic (64.) und Barkok (66.) brachte nichts ein.
Mitten in die Drangphase der Hertha folgte das K.o. für die Berliner. Filip Kaloc erhöhte auf 3:0 (69.) – das erste Tor für den Tschechen. Der Winterzugang nutzte einen katastrophalen Fehlpass des eingewechselten Berliners Andreas Bouchalakis. Es war die Entscheidung. Die Hertha erholte sich von diesem Schock nicht mehr. Der Traum vom DFB-Pokalfinale im eigenen Stadion war mit diesem Treffer geplatzt. Für die Lauterer ging es nun darum, den beruhigenden Drei-Tore-Vorsprung sicher über die Zeit zu schaukeln. Das schafften sie nicht ganz. Fabian Reese verkürzte in der Nachspielzeit.

