FCK
Rote Teufel verlassen Abstiegsplatz
Am Ende war es pure Erleichterung beim 1. FC Kaiserslautern. Erleichterung darüber, dass ein 60 Minuten lang sicher geglaubter Sieg nicht noch aus der Hand gegeben wurde. FCK-Angreifer Marvin Pourié hatte viel liegenlassen. Den Elfmeter zum 3:2 in der 83. Minute verwandelte er dann aber trocken in das von ihm aus gesehen rechte Eck. Zuvor war der eingewechselte Elias Huth im Strafraum nach einem Zweikampf mit Felix Göttlicher zu Boden gegangen – Schiedsrichter Sören Storks zeigte auf den Punkt. „Nachdem ich die ganzen Großchancen vergeben hatte, war mir klar, dass mir den keiner nimmt. Den wollte ich mit absolutem Willen reinmachen“, sagte Pourié nach dem Schlusspfiff.
Chancen hatte er in der Tat einige: Bereits in der 5. Minute scheiterte der 30-Jährige nach Flanke von Felix Götze an der Latte, den Nachschuss setzte Kenny Prince Redondo vorbei. Elf Minuten später verfehlte Pourié mit einem Kopfball nach Kombination über Götze und Jean Zimmer, eine Direktabnahme des Angreifers parierte Hachings Torwart Jo Coppens überragend (26.). Auch nach dem Wechsel war der Torwart gegen den Angreifer zur Stelle (49.). Einen Kopfball nach Freistoß von Nicolas Sessa setzte er zudem am Gehäuse vorbei (66.).
Hochverdiente Pausenführung
Dennoch gingen die Roten Teufel hochverdient mit einer 2:1-Führung in die Pause. Dem 1:0 ging ein überragender Seitenwechsel von Marvin Senger auf Philipp Hercher voraus. Hercher spielte mit Zimmer Doppelpass und traf schließlich zur FCK-Führung (32.). Doch die Antwort des Schlusslichts folgte umgehend mit freundlicher Einladung des FCK: Tim Rieder sah in einem Zweikampf mit Moritz Heinrich ganz alt aus, der schließlich das 1:1 erzielte (35.). Nur eine Minute später machte Rieder seinen Fehler wieder gut, servierte eine Flanke auf den Kopf von Adam Hlousek – 2:1 (36.). „Eine super Flanke, ich habe einfach meinen Kopf rein gehalten“, sagte Hlousek. Die Lauterer hätten nachlegen können, Nicolas Sessa scheiterte mit seinem Freistoß am Pfosten, der Nachschuss von Hercher ging drüber (38.).
Bitter für die Roten Teufel: Der in den vergangenen drei Spielen viermal erfolgreiche Angreifer Daniel Hanslik musste wegen Oberschenkelproblemen passen. Für ihn spielte Redondo.
Antwerpen: „Wir waren nicht mehr mutig“
Nach dem Wechsel zunächst das gleiche Bild. Gegen defensive Hachinger war der FCK spielbestimmend, doch auch Sessa konnte Coppens nicht überwinden (52.).
Nach rund einer Stunde kam jedoch ein Bruch ins Lauterer Spiel – Felix Götze, den Marco Antwerpen vom Feld nahm, weil er „ein bisschen kaputt war“, so der Trainer, fehlte spürbar. „Wir waren nicht mehr mutig, dass wir es von hinten raus gespielt haben, auch wenn der Gegner höher presst“, haderte Antwerpen. Die Folge: Haching erarbeitete sich Chancen. Carlo Sickinger klärte gegen den eingewechselten 18-jährigen Boipelo Mashigo stark (70.), Angreifer Stephan Hain setzte eine Heinrich-Ecke per Kopf ganz knapp vorbei (71.). Der Ausgleich fiel mit Ansage: Flanke des guten Mashigo, Kopfball Hain – 2:2 (77.). Doch der FCK kam durch Pouriés Elfmetertor noch einmal zurück.
„Unter dem Strich war es ein Arbeitssieg“, sagte Marvin Senger. Sein Trainer lobte: „Was wir hier gerade erarbeiten, da kann der ganze Verein stolz darauf sein. Wir sind jetzt da, wo wir hinwollen, das gilt es zu verteidigen.“
So spielten sie
1. FC Kaiserslautern: Spahic - Rieder, Götze (64. Bakhat), Senger - Hercher, Sessa (79. Ritter), Sickinger, Hlousek - Zimmer (86. Jensen), Pourié, Redondo (79. Huth)
SpVgg Unterhaching: Coppens - Schwabl, Göttlicher, Greger, Turtschan (64. Dombrowka) - Seidel (60. Stroh-Engel), Stierlin, Müller (60. Fuchs), Heinrich - Anspach (60. Mashigo) - Hain
Tore: 1:0 Hercher (32.), 1:1 Heinrich (35.), 2:1 Hlousek (36.), 2:2 Hain (77.), 3:2 Pourié (83., Foulelfmeter) - Gelbe Karten: Müller (8), Göttlicher (5), Mashigo (1) - Beste Spieler: Götze, Hercher, Zimmer, Senger - Coppens, Greger, Müller - Schiedsrichter: Storks (Velen).
