FCK
Rote Teufel mit zwei Abgängen und einer Niederlage
Die Angreifer Christian Kühlwetter und Florian Pick (beide 24) sind vom Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern zum Zweitligisten 1. FC Heidenheim gewechselt. In Heidenheim haben sie jeweils einen Vierjahreskontrakt unterzeichnet. Beide standen am Dienstag im Test des FCK beim SV Wehen Wiesbaden nicht mehr im Kader. „Mit Chris und Picki haben wir zwei absolute Topspieler auf und neben dem Platz verloren“, sagte FCK-Trainer Boris Schommers nach der 0:1 (0:0)-Testspielniederlage im Nachwuchsleistungszentrum der Wehener in Taunusstein. Ziel sei es, schnellstmöglich adäquaten Ersatz in der Offensive zu finden.
Ablösesumme für beide Spieler
Kühlwetter und Pick standen noch bis 30. Juni 2021 beim FCK unter Vertrag. Daher muss der FCH eine Ablösesumme zahlen, die für beide jeweils im höheren sechsstelligen Bereich liegen dürfte. Die Offensivspieler sind aus dem Trainingslager der Roten Teufel in der Südpfalz früher abgereist als ihre Kollegen und wurden von ihren bisherigen Lauterer Teamkameraden mit Applaus und Anfeuerungsrufen verabschiedet.
FCK darf Ablöse reinvestieren
Details der „Zeremonie“ wollte Marius Kleinsorge nicht verraten, er sagte dazu nur eines: „Ehre, wem Ehre gebührt.“ Heidenheim zeigte an den beiden Stürmern seit vielen Monaten Interesse, beide haben nach dem erneut verpassten Aufstieg der Lauterer in die Zweite Liga betont, wechseln zu wollen. Pick war in der Saison 2019/20 mit 13 Drittliga-Toren und elf Vorlagen der Top-Scorer des FCK, Kühlwetter gelangen mit 14 Toren die meisten Drittliga-Treffer des FCK in 2019/20 (neun Vorlagen). Der FCK darf die eingenommene Ablöse trotz des laufenden Insolvenzverfahrens in Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss in Ersatz für das Duo reinvestieren.
Neuzugang Pourié fehlt im Test
Marvin Pourié soll eine der Lücken schließen. Im Test beim Drittliga-Konkurrenten Wehen Wiesbaden fehlte der vom Karlsruher SC geliehene Stürmer noch. Trainer Boris Schommers ergänzte, Pourié habe zuvor nur zehn Tage Lauftraining absolviert und sei zudem aus einer Verletzung gekommen, das Risiko eines Einsatzes daher zu groß.
Sehenswerte 45 Minuten
Der FCK bot sehenswerte 45 Minuten, spielte druckvoll und passsicher nach vorne und erarbeitete sich in der 13. Minute die erste hochkarätige Chance. Der eminent umtriebige Marius Kleinsorge bediente vom rechten Flügel Elias Huth, der jedoch an Wehen Wiesbadens Torhüter Tim Boss scheiterte. Ein Schuss von Philipp Hercher wenig später strich knapp am rechten Pfosten vorbei. Lucas Röser fand in Boss seinen Meister, auch Tim Rieders wuchtigen 25-Meter-Schuss parierte der Schlussmann. Kleinsorge schloss in der 36. Minute einen Konter ab, der Ball touchierte den linken Pfosten. „Sehr ärgerlich“, meinte der flinke Flügelspieler. Der Gastgeber wurde durch Johannes Wurtz und den ehemaligen Mannheimer Gianluca Korte gefährlich.
Wechsel wirken sich auf Lauterer Spiel aus
Korte setzte auch die erste Duftmarke nach der Pause, die der FCK zu einem fünffachen Wechsel nutzte. Die Umstellung wirkte sich spürbar auf die Statik des Lauterer Spiels aus. Der Gastgeber dominierte, kam zu Chancen durch Korte, Guthörl und Lais. Schließlich schoss Stefan Aigner dem eingewechselten Luca Jensen im Strafraum den Ball aus kurzer Distanz an die Hand, Schiedsrichter Tobias Fritsch entschied auf Strafstoß, Maurice Malone verwandelte sicher.
Schommers ärgert sich über Elfmeter
Boris Schommers war der Treffer ein Dorn im Auge: „Es ist ärgerlich, dass man solch ein gutes Testspiel durch solch einen fragwürdigen Elfmeter verliert.“ Vor allem die erste Hälfte erfreute den Trainer des 1. FC Kaiserslautern: „Damit können wir sehr, sehr zufrieden sein.“
