Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Rhein-Neckar Löwen verlieren bei den Füchsen Berlin

Niklas Kirkelökke und Ymir Gislason werfen sich Lasse Andersson entgegen.
Niklas Kirkelökke und Ymir Gislason werfen sich Lasse Andersson entgegen.

Die Rhein-Neckar Löwen haben auch das zweite Spiel mit ihrem neuen Trainer Ljubomir Vranjes verloren. Bei den Füchsen Berlin gab es am Donnerstag eine 20:23 (10:11)-Niederlage. Der beste Mann stand zwischen den Pfosten.

Die Löwen zeigten sich verbessert, da waren Fortschritte erkennbar, sie machten ein passables Spiel – aber nur 50 Minuten lang. Am Ende gelang nicht mehr viel. In der Schlussphase blieb das Team neun Minuten (!) ohne Torerfolg. Bester Mann auf dem Parkett war Füchse-Torhüter Dejan Milosavljev, er zeigte 18 Paraden. „Wir haben es mit Kampf und Leidenschaft gespielt“, meinte Füchse-Regisseur Paul Drux.

Birlehm startet gut

Die Löwen kamen gut ins Spiel, das lag auch an Torhüter Joel Birlehm, der zwei Würfe von Linksaußen Milos Vujovic parierte. Die Abwehr der Gäste stand kompakt, die Füchse mussten einiges dafür tun, um zum Erfolg zu kommen. Bis zur 20. Minute lagen die Löwen in Führung, dann häuften sich die Fehler, es schlichen sich zu viele Ungenauigkeiten ein. So konnte Jannik Kohlbacher ein Anspiel von Andy Schmid nicht wirklich nutzen. Vor allem aber hatten die Löwen schon da eine schlechte Wurfquote. Der junge Max Kessler, der in der ersten Halbzeit für Uwe Gensheimer als Linksaußen spielte, scheiterte zweimal am überragenden Füchse-Torhüter Dejan Milosavljev. Bereits zur Pause kam der Keeper auf eine Bilanz von exakt 50 Prozent gehaltener Bälle. Auch Jannik Kohlbacher hatte kein Wurfglück, Uwe Gensheimer fand später ebenfalls in Dejan Milosavljev seinen Meister. Ein Nachteil für die Löwen: Abwehrspezialist Ymir Gislason quittierte schon in der 18. Minute seine zweite Zwei-Minuten-Strafe.

Den Füchsen fehlen acht Spieler

Den Füchsen steckte das European-League-Spiel bei Pfadi Winterthur (27:30) vom Dienstag noch in den Klamotten. Zudem fehlten acht Spieler, Fabian Wiede zum Beispiel oder Jacob Holm. Talente wie Max Beneke, Matthes Langhoff oder Moritz Sauter musten ran. Dennoch boten die Gastgeber den Löwen einen heißen Wettstreit. Sie kämpften aufopferungsvoll, hatten bis zum Ende Biss. Sie wollten diesen Sieg unbedingt.

Die Führung wechselte im zweiten Durchgang, nach der Pause waren die Löwen zunächst wieder am Drücker. Aber auf der Zielgeraden drehten die Füchse das Match. Milosavljev blieb ein Faktor – und sieben Minuten vor Schluss machten die Löwen einen abenteuerlichen Fehler nach einer Auszeit. Die Füchse lagen 23:20 vorne, das reichte. „Wir haben Bälle weggeworfen. Berlin hat es dann abgezockt zu Ende gespielt“, meinte Löwen-Kreisläufer Jannik Kohlbacher.

Mit dem Flugzeug unterwegs

Die Löwen flogen per Charter am Donnerstagmittag von Mannheim aus nach Berlin, der Plan war, am Abend gleich wieder zurück zu fliegen. Denn am Samstag steht ja gleich das nächste Spiel an, um 20.30 Uhr gastiert der HC Erlangen in der SAP-Arena. Da ist jede Stunde kostbar. Coach Ljubomir Vranjes hat einiges zu besprechen ...

So spielten sie

Füchse Berlin: Milosavljev (1), Ludwig - Beneke (3), Drux (4), Andersson (4) - Lindberg (3/2), Vujovic - Marsenic (3) - Morros, Koch, Sauter (1), Langhoff (3), Matthes (1)

Rhein-Neckar Löwen: Birlehm, Katsigiannis - Kirkelökke (4), Schmid (6/5), Nilsson (4) - Groetzki (3), Kessler (1) - Patrail, Gislason, Kohlbacher, Knorr (1), Abutovic, Gensheimer (1), Lagergren, Horzen

Spielfilm: 2:2 (7.), 4:5 (11.), 6:7 (18.), 10:8 (26.), 11:10 (Halbzeit), 12:12 (34.), 14:16 (40.), 18:18 (47.), 22:20 (53.)

Zeitstrafen: 1/4 - Siebenmeter: 2/2 - 5/5 - Beste Spieler: Milosavljev, Drux, Andersson - Birlehm, Nilsson - Zuschauer: 1850 Schiedsrichter: Schneider/Hartmann (Magdeburg/Irxleben)öpf

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