Handball
Rhein-Neckar Löwen landen einen Befreiungsschlag
Der 17-jährige Linksaußen David Moré machte Sekunden vor Schluss alles klar, er traf zum 33:31. „Es war ein unfassbarer wichtiger Sieg“, meinte Torhüter Joel Birlehm. Minden ließ sich nicht abschütteln, deswegen war es in den letzten zwei Minuten noch einmal richtig spannend.
„Den Teufelskreis durchbrechen“, lautete die Vorgabe von Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. Das gelang, weil die Löwen in Abwehr und Angriff deutlich verbessert agierten. Das betraf auch die Torhüterleistung, Joel Birlehm parierte vor der Pause mehr Bälle als am Sonntag im Heimspiel gegen die HSG Wetzlar. Nikolas Katsigiannis hielt unmittelbar vor dem Wechsel einen Siebenmeter.
Löwen von Anfang an konzentriert
Die Löwen waren konzentriert, wurden zunehmend lockerer, das belegte ein Tor von Patrick Groetzki nach einem Kempa-Trick in der 23. Minute. Groetzki rettete auch bei einem Wurf von Torhüter Malte Semitsch mit einer tollen Aktion am eigenen Kreis. Der Einsatz stimmte bei allen Löwen. Und das Selbstvertrauen wuchs. Trainer Ljubomir Vranjes setzte auf Offensive, brachte nach der Pause bei einer Drei-Tore-Führung den siebten Feldspieler. Bei 25:21 waren die Löwen erstmals mit vier Toren vorne. Der Torschütze: Niclas Kirkelökke. Bei dem Dänen lief es wieder. Juri Knorr machte ein prima Spiel, er verwandelte seine drei Siebenmeter.
Lichtlein geehrt
GWD-Torhüter Carsten Lichtlein (41) bestritt sein 701. Bundesliga-Spiel. Der Rekordmann wurde vor der Partie geehrt.
So spielten sie
Minden: Semisch, Lichtlein - Pieczkowski, Darmoul (6), Grebenec - Urban (7/3), Kranzmann (7/2) - Meister (1) - Zeitz (2), Schluroff (6), Janke (1), Thiele, Vignjevic (1)
Rhein-Neckar Löwen: Birlehm, Katsigiannis - Kirkelökke (8), Nilsson (3), Patrail - Groetzki (5/1), Zacharias - Gislason (1) - Schmid (3), Moré (3), Knorr (6/3), Kohlbacher (4), Horzen
Spielfilm: 3:2 (5.), 6:6 (14.), 9:8 (17.), 9:11 (23.), 10:13 (24.), 13:15 (Halbzeit), 16:18 (37.), 21:23 (43.), 24:28 (51.), 28:31 (56.), 31:32 (60.) - Zeitstrafen: 2/2 - Siebenmeter: 6/5 - 6/4 - Beste Spieler: Darmoul, Schluroff, Urban - Kirkelökke, Knorr, Schmid - Zuschauer: 1036 - Schiedsrichter: Blümel/Loppaschewski (Berlin).