Leichtathletik
Pfalzmeisterschaft erfreut Athleten: Endlich wieder Wettkampf
„Es hat einfach Spaß gemacht, wieder zu laufen“, betonte Alexander Köhler vom TV Lemberg, der damit für viele der rund 250 Teilnehmer der Titelkämpfe sprach. Der durch die Coronaverordnungen ausgedünnte Veranstaltungskalender hat die Leichtathleten wieder hungrig auf Wettkämpfe gemacht. Sofern sie nicht ihre Abiturprüfungen absolvieren mussten. Das kostete im Nachwuchsbereich einige Starter.
Köhler sicherte sich in der Leichtathletikhalle in Ludwigshafen gleich zwei Titel. Über 800 Meter siegte er in 2:01,43 Minuten vor seinem Vereinskollegen Nils Raab (2:04,21) und Fabian von der Warth (2:13,71) vom 1. FC Kaiserslautern. Auch über 1500 Meter war der 24-Jährige nicht zu schlagen. In 4:17,23 Minuten distanzierte er Nils Raab (4:22,28) deutlich. „Die Zeit war in Ordnung. Ich habe mich gefreut, dass das hier heute stattgefunden hat“, sagte der Lemberger.
Sieben Meter im Visier
Auf kurzen Strecken fühlt sich Johannes Weber vom ABC Ludwigshafen zu Hause. „Ich bin heute sehr glücklich, dass ich endlich wieder an einem Wettkampf teilnehmen konnte, denn durch Corona war das Angebot ja sehr knapp“, sagte der 20-Jährige, der sich mit seinem Sieg über 60 Meter den inoffiziellen Titel des Sprinterkönigs erlief. Und das auch noch in persönlicher Bestzeit. Die stand bisher bei 7,27 Sekunden, aber gestern verwies der Ludwigshafener in 7,18 Sekunden seinen Vereinskollegen Ralph Adzatia (7,19) und Sebastian Groß (7,23) vom 1. FC Kaiserslautern auf die Plätze.
Seinen zweiten Pfalztitel sicherte sich Weber im Weitsprung. 6,54 Meter betrug seine Siegesweite, mit der er Mike Adams (LC Haßloch/5,51) auf den zweiten Platz verwies. Das war nicht weit entfernt von seiner Bestleistung (6,62); aber geht es nach ihm, wird er in diesem Jahr in neue Dimensionen aufbrechen. „Vielleicht knacke ich die Sieben-Meter-Marke“, spekulierte er.
Heene eine Klasse für sich
Schnellste Frau über die 60 Meter war Maren Franke vom LTV Bad Dürkheim in 8,03 Sekunden. Zweite wurde Antonia Katz vom LC Haßloch in 8,44 Sekunden vor Yasmin Karasu (LTV Bad Dürkheim) in 8,46 Sekunden. Antonia Katz wurde in 28,69 Sekunden auch über 200 Meter Zweite. Den Titel sicherte sich Jana Faltermann (26,54) vom LAZ Zweibrücken. Eine Klasse für sich war Moritz Heene vom 1. FC Kaiserslautern, der über 60 Meter Hürden in 8,08 Sekunden Marvin Kastl (TV Gimmeldingen/8,80) deutlich distanzierte.
Im Stabhochsprung dominierten erwartungsgemäß die Starter des LAZ Zweibrücken und ASV Landau die Wettbewerbe. Der Landauer Dennis Schober gewann bei den Männern mit 4,70 Meter vor dem Zweibrücker Philipp Kranz (3,90), während bei den Frauen Helena Noll vom LAZ zwar einzige Starterin war, sich über die persönliche Bestleistung von 3,50 Meter und damit ein gelungenes Comeback nach knapp vier Jahren Wettkampfpause freute. „Ich habe verletzungsbedingt pausiert und habe auch eine Auszeit gebraucht. Aber ich bin froh, wieder dabei zu sein“, sagte die 19-Jährige.
In der männlichen U20 gewann Jakob Legner (LAZ) mit 4,10 Meter. Sein Vereinskollege Julian Schunk blieb nach einem „Salto nullo“ unplatziert. In der weiblichen U18 meisterte Mareike Beyerlein (LAZ) 2,80 Meter, war aber einzige Starterin. Konkurrenz hatte sie in Eva Lübke (TV Nußdorf) im Dreisprung, den sie mit 10,17 Meter und damit 13 Zentimetern Vorsprung gewann.