Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga-Aufsteiger Waldalgesheim freut sich aufs Pokalfinale

Trainer Aydin Ay
Trainer Aydin Ay

Auch beim SV Alemannia Waldalgesheim scharrt man schon mit den Hufen. Für den Aufsteiger in die Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar geht es nach sechsmonatiger Punktspielpause am 5. September gegen die U21 des 1. FC Kaiserslautern endlich los. Aber zuvor steht noch ein Finale an.

Auch wenn Punktspiele für Kicker erfahrungsgemäß Priorität genießen, möchte die Mannschaft von Trainer Aydin Ay vom Südostrand des Hunsrücks, direkt am Binger Wald, natürlich das am 22. August steigende Verbandspokalfinale gegen den Sieger aus der Partie 1. FC Kaiserslautern - SV Morlautern voll auskosten.

Im Pokal dürfen schon die Neuzugänge ran

„Für fast alle Amateure ist so ein Finale eine einmalige Sache“, sagt der SVA-Trainer und betont gleichzeitig, dass man den Fokus, um die Vorbereitung auf die Oberliga nicht zu stören, nicht zu früh auf den Cup legen wolle. Und sein Sportlicher Leiter Tim Thron nimmt gleich den Druck von der Mannschaft: „Wir nehmen es so, wie es kommt – der Spaß steht im Vordergrund.“ Immerhin dürfen im Pokal, der ja noch zur Runde 2019/2020 zählt, auch schon die Neuzugänge eingesetzt werden.

Grillfest ersetzt Meisterfeier

Die Alemannen sind ein Oberliga-Rückkehrer, spielten in den Runden von 2008 bis 2012 und 2013/14 bereits fünfmal in dieser Klasse. „Wegen Corona wurde zwar kein Meistertitel vergeben“, sagt Aydin Ay, dessen Team bei Abbruch der Spielzeit im März auf Rang eins stand: „Aber wir haben mit Spielern, Ehrenamtlichen und Sponsoren auf dem Vereinsgelände ein schönes Grillfest gefeiert.“

Nun steckt man bei den Grün-Weißen also seit dem 27. Juli längst in der Vorbereitung und testete bisher ausnahmslos erfolgreich, wenn auch gegen unterklassige Vereine. „Ich bin zufrieden“, zieht der 37 Jahre alte Coach eine Zwischenbilanz. „Wegen Corona ist nach einer langen Pause Training bisher nur in Kleingruppen möglich.“ Und wie ist die Beteiligung? „Urlaubsbedingt recht gut“, sagt Ay. Was ihn und seinen Sportlichen Leiter aber besonders freut: „Man spürt bei den Jungs die Lust auf Fußball.“ Besonders wichtig: „Auf die Corona-Regeln wird strikt geachtet.“

Bloß nicht in die Abstiegsrunde

Als Aufsteiger habe man als Saisonziel natürlich den Klassenerhalt ausgegeben, unterstreicht Ay. „Aber wir wollen in der Hauptrunde mindestens den sechsten Platz erreichen, um in die Aufstiegsrunde zu kommen“, möchte er auf jeden Fall verhindern, im unteren Sechserfeld gegen den Abstieg kämpfen zu müssen. „Der SWFV hat gute Arbeit geleistet“, lobt er den Verband für dessen Einteilung der Ligen mit genügend Puffer und Verhaltensregeln in Corona-Zeiten.

Der SVA baut auf viele Neuzugänge: Can Özer, Oliver Schmitt (beide vom VfB Ginsheim), Luca Gerhardt (TSV Gau-Odernheim), Philipp Schneider (SSV Meisenheim), Gideon Reichart (TSV Zornheim), Nils Gräff (TSG Sprendlingen), Luca Spong, Timo Mayer (beide eigene Jugend), Patrick Jardella (Schott Mainz U19). Abgänge sind: Manuel Helmlinger (FSV Saulheim, Bezirksliga), Marcel Fennel (Karriereende, Co-Trainer Waldalgesheim), Jannik Czerwionka (Spvgg. Eltville), Pascal Reichert (RWO Alzey), Daniel Pflüger (Braunschweig), Julius Haas (Spanien, beide Studium).

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