Mit dem FCK in Belek
Mit seinem Herzensverein um die Welt jetten
Für die Liebe zum Fußball, in diesem Falle für den FC Schalke 04, nimmt Michael Malmer auch unchristliche Zeiten in Kauf. Am Samstagmorgen um 2.45 Uhr flog der in Altdorf-Böbingen lebende Malmer mit seinem Kumpel Oliver von Köln aus nach Belek. Am Nachmittag spielte nämlich der Bundesligist im Testspiel gegen den FC Zürich. Das 2:2-Endergebnis interessierte Malmer eher weniger. Ihn und Oliver packt die Reiselust. Damit der Spontan-Trip sich auch lohnt, schauen sich beide noch das zweite Testspiel der Schalker am Dienstag an. Abends um 23.45 Uhr geht es dann von Antalya zurück nach Köln. Dort landen beide um 1.45 Uhr in der Früh am Mittwoch. Dann geht es direkt nach Hause. „Jeder Urlaubstag zählt“, sagt Malmer.
In Belek im Schalker Teamhotel einquartiert
In Belek hat sich der Vertriebsleiter des Holiday Parks in Haßloch mit seinem Spezi ins Schalker Mannschaftshotel einquartiert. Die Preise seien human für dieses tolle Hotel gewesen, sagt Malmer. Das Titanic de Luxe ist voll besetzt. Am Samstag kam auch der 1. FC Nürnberg an, einige unterklassige türkische Teams sind dort. Michael Malmer ist Schalke-Fan. Seit 26 Jahren begleitet er den Traditionsklub aus Gelsenkirchen mit in die Trainingslager. Die Vorbereitungen im Winter bevorzugt er. „Im Winter in die Sonne ist angenehm“, sagt Malmer. Er war mit Schalke mehrmals in Katar, in der Türkei, Spanien, Abu Dhabi und zweimal in den USA. „Aus touristischer Sicht waren die Reisen mit Schalke in die USA interessant“, sagt Malmer. Durch die vielen Jahre sind der sportliche Wert und die Nähe zum Team etwas in den Hintergrund gerückt. „Es ist die Reiselust“, betont der Vater zweier Kinder.
Kooperation mit dem FCK eingefädelt
Warum Schalke und nicht der FCK? 1991 erlebte er den Schalker Aufstieg im Fernsehen. Die Stimmung fesselte ihn. Da war Malmer zehn Jahre alt. Mehr als 500 Spiele erlebte er mittlerweile live. Er war beim UEFA-Pokal-Sieg 1993 dabei. Es ist aber nicht nur Schalke. Es ist der Fußball an sich. Seit Ende der 1990er Jahre jettet Malmer, der übrigens in seiner Eigenschaft als Holidaypark-Vertriebsleiter eine Kooperation mit dem FCK einfädelte, auch der deutschen Nationalmannschaft hinterher. Dort kennt man ihn mit der großen Fahne „Dudenhofens Sohn“. Etwa 90 Prozent der deutschen Länderspiele hat er live im Stadion gesehen. Die WM in Katar hat er mit seinem Freund aber zu einer Abenteuerreise umfunktioniert. Malmer sah sich nur die Spiele gegen Japan und Spanien an. Vorher war er in Ägypten, nach den beiden Spielen in Jordanien im Urlaub – Reiselust eben.
