Fussball
Marco Antwerpen vor der Partie bei 1860 München: „Das Ziel ist noch nicht erreicht“
Jede Menge Spannung auch am viertletzten Spieltag der Dritten Liga: Für die Fußballprofis des 1. FC Kaiserslautern geht es am Dienstagabend (19 Uhr, Magenta Sport, Liveblog auf rheinpfalz.de) in der Partie beim TSV 1860 München um wichtige Punkte im Abstiegskampf, die Münchner Löwen schnuppern noch an den Aufstiegsrängen.
Beide Teams präsentierten sich zuletzt formstark. Die Sechziger errangen bei fünf Siegen und einem Remis in den vergangenen sechs Ligapartien 16 Punkte. Der FCK steht nach dem erfolgreichen April mit sechs Spielen ohne Niederlage, aus denen elf Zähler resultierten, wieder auf einem Nichtabstiegsplatz – die Lauterer sind vor dem 35. Spieltag Tabellen-15., Konkurrent KFC Uerdingen verlor sein Nachholspiel am Samstag mit 0:2 gegen Dynamo Dresden.
Kraus als zusätzlich Option
„Wir haben nur ein Etappenziel erreicht“, kommentiert FCK-Trainer Marco Antwerpen die Tatsache, wieder über dem Strich zu stehen, „und wir sind weiter bemüht, die gute Phase fortzusetzen. Das Ziel ist noch nicht erreicht.“ Noch vier Partien bleiben bis zur Endabrechnung.
Beim FCK sind Kevin Kraus nach Muskelfaserriss und Simon Skarlatidis sowie die erkälteten Torhüter Avdo Spahic und Matheo Raab wieder ins Training eingestiegen. Innenverteidiger Kraus wird wohl wie die Torhüter am Dienstag wieder im 18er-Kader stehen. „Bei ihm sieht es sehr, sehr gut aus, auch als zusätzliche Option fürs Kopfballspiel tut er uns gut“, sagt Trainer Antwerpen. Zudem schätzt er die Präsenz von Kraus. Der 28-Jährige ist einer, der auf dem Spielfeld kommuniziert, der dirigiert.
Flanken verhindern, Mölders aus dem Spiel nehmen
Gegnerische Offensivkopfbälle und Flanken verhindern – das ist für Antwerpen einer der Arbeitsschwerpunkte in diesen Tagen. Auch mit Blick auf 1860-Toptorjäger Sascha Mölders – mit 21 Saisontreffern Nummer eins der Liga –, den es zu „markieren“ gelte. „Er hat ein Näschen dafür, Tore zu erzielen. Wir werden versuchen, ihn so aus dem Spiel zu nehmen, dass er das gegen uns nicht schafft.“ Auf was wird es noch bei den Löwen ankommen? „Darauf, dass wir schnell ins Spiel kommen, gute Offensivaktionen haben, dass wir eine Führung auch mal länger verteidigen, nach Möglichkeit auch mal auf 2:0 stellen, dass der Gegner noch eine größere Aufgabe gegen uns hat“, betont der Trainer.
Der Lauterer Offensivspieler Daniel Hanslik musste zuletzt wegen anhaltender Oberschenkelprobleme deutlich kürzer treten, der Einsatz des zuvor in drei Spielen viermal erfolgreichen Stürmers ist fraglich. „Es wird sehr, sehr eng. Die Oberschenkelverletzung ist noch nicht ausgeheilt“, sagt Antwerpen mit Blick auf ein mögliches Mitwirken der 24 Jahre alten Leihgabe von Holstein Kiel am Dienstagabend an der Grünwalder Straße in München-Giesing.
Trio hat Belastung bislang gut überstanden
Die ersten Tage zurück im Mannschaftstraining gut überstanden haben die zuvor lange verletzten Lukas Spalvis, Dominik Schad und Lukas Gottwalt. Kurzfristig hat Antwerpen das Trio noch nicht auf dem Zettel, was mögliche Einsätze angeht. „Alle drei sind sehr, sehr lange ausgefallen. Es wird noch eine Zeit brauchen, bis die Spieler wieder auf ihr Niveau kommen. Wir sind bemüht, sie, was das Training betrifft, gut zu steuern, damit nicht wieder neue Verletzungen dazukommen“, betont der FCK-Trainer, für den es hinsichtlich des Endspurts bei den Löwen, gegen Uerdingen, bei Viktoria Köln und schließlich gegen Verl nur ein Motto gibt: „Wir wollen die letzten Spiele noch mal mit voller Energie, mit vollem Elan angehen – und das werden wir auch tun.“
