Kommentar
Leichtes Zittern der Roten Teufel
Die Roten Teufel sind noch nicht durch. Gewinnt Bayern München II am Sonntag im Derby nicht gegen den TSV 1860 München, der im Aufstiegsrennen unbedingt einen Dreier braucht, dann hat es der 1. FC Kaiserslautern geschafft. Vorzeitig. Ohne Endspiel nächsten Samstag gegen den SC Verl. In Köln lächelte FCK-Trainer Marco Antwerpen rund eine halbe Stunde nach dem Abpfiff etwas. „Das war eine tolle Moral, die wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben“, sagte der Trainer nach der turbulenten, nach der packenden Partie im Sportpark Höhenberg bei Viktoria Köln.
Von nicht wenigen schon abgeschrieben
Blick zurück: Am 20. März betrug der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz nach einem desaströsen Auftritt und einer 0:1-Niederlage beim 1. FC Magdeburg sieben Punkte. Nicht wenige hatten die Roten Teufel da schon abgeschrieben, sahen den FCK nächste Saison in Derbys gegen Pirmasens und Homburg oder gegen Elversberg spielen. Mannschaft und Umfeld haben sich zusammengerauft, haben dem Ligaverbleib alles untergeordnet. Marco Antwerpen und Frank Döpper haben die Mannschaft in den Tagen nach der Niederlage in Magdeburg hart angepackt – mit Erfolg.
In der zweiten Halbzeit, nach den drei Geschenken in Durchgang eins, hat das Team am Samstag Moral gezeigt. Die drei Wechsel mit Nicolas Sessa, Marvin Senger und Elias Huth für Carlo Sickinger, Tim Rieder und Marvin Pourié saßen. „Lautrer geben niemals auf!“ Was die Fans vor dem Stadion sangen, setzte die ganz in Schwarz gekleidete Mannschaft bei strömenden Regen auf dem Rasen um. Nur so geht es, nur mit unbedingtem Willen, mit Leidenschaft.
Gemeinsamer Kraftakt
Beeindruckend in den zurückliegenden Wochen war der Schulterschluss mit den Fans. Beeindruckend, wie die Anhänger hinter ihrem Team standen. Das betonen auch die Spieler immer wieder. Sollte also heute oder spätestens nächste Woche der Ligaverbleib unter Dach und Fach sein – es ist ein gemeinsamer Kraftakt. Ein starker Schlussspurt einer verkorksten Saison.
