Motorradsport
Große Sandbahn-Kulisse in Herxheim beflügelt
Fienhage, der auch als Clubfahrer für die Motorsportvereinigung Herxheim startet und aus dem norddeutschen Lohne stammt, gewann 2020 im ersten Jahr der Corona-Pandemie die Langbahnweltmeisterschaft, als er in dem auf zwei Rennen verkürzten Titelkampf triumphieren konnte. Als Fienhage 2021, dem zweiten Corona-Jahr, als Titelverteidiger in die erneut nur zwei Rennen umfassende Weltmeisterschaft ging, beendete er diese nach einem schwachen ersten WM-Lauf nur auf dem sechsten Rang, konnte sich aber 2022 wieder deutlich steigern und verpasste nur knapp eine Medaille.
„Letztes Jahr war es natürlich bitter mit einem Ausfall im Finale, denn dann hätte es sogar auch Silber werden können“, blickt Fienhage auf den unglücklichen Moment im letzten Rennen zur WM 2022 zurück. als ein technischer Defekt dafür sorgte, dass er die Saison nur auf dem vierten Rang abschloss.
Dennoch gelang Fienhage im vergangenen Jahr ein WM-Erfolg, denn beim Finale der Team-WM in Herxheim gewann er mit Erik Riss und Max Dilger Gold und hat nicht nur deswegen gute Erinnerungen an die Sandbahnrennen im Herxheimer Waldstadion. „Es ist immer ganz speziell vor so einer großen Kulisse zu fahren, da freue ich mich immer auf Herxheim.“
Das Gefühl, in Herxheim zu gewinnen, kennt auch der Olchinger Martin Smolinski, der 2019 als amtierender Weltmeister den WM-Auftakt gewann. Und auch auf der Speedwaybahn im Innenfeld durfte Fienhages älterer Fahrerkollege bereits Erfolge wie die Speedway-Paar-EM in Herxheim feiern. Der 38-jährige Smolinski gewann neben der Weltmeisterschaft 2018 in den Jahren 2012, 2019 und 2021 die Vizeweltmeisterschaft auf der Langbahn und will nun wieder um den Titel mitfahren.
Klare Titelansage
„Ich will den zweiten Weltmeistertitel“, gibt der selbstbewusste Bayer sein Saisonziel aus, nachdem er die WM 2022 komplett verpasst hatte. 2020 hatte Smolinski sich schwer an der Hüfte verletzt, und nachdem er die Saison 2021 noch bestreiten konnte, musste er zu Beginn der folgenden Saison seinem Körper Tribut zollen. Selbst intensive körperliche Vorbereitungen konnten nicht verhindern, dass sich der 38-Jährige eine künstliche Hüfte einsetzen lassen musste.
Diese Saison nun läuft wieder normal, und der Bayer ist motiviert bis in die Haarspitzen: „Oberstes Ziel ist es, konstant in die Finalläufe zu fahren, und da wir unsere Punkte abhängig von der Platzierung her bekommen, müssen im Saisonverlauf auch einige Siege dabei sein.“
Das gleiche Ziel formuliert übrigens auch sein jüngerer Fahrerkollege, der wieder große Ziele auf der Langbahn verfolgt. „Der Titel ist ganz klar das Ziel in diesem Jahr“, sagt der 23-jährige Lukas Fienhage, „die Vorbereitungen sind abgeschlossen, und ich warte jetzt nur noch auf einen Motor.“
Der Zeitplan in Herxheim
Rund um die Rennläufe zur WM, die allesamt am Donnerstag ausgetragen werden, bietet die Motorsportvereinigung Herxheim wieder ein buntes Programm. Los geht’s am Mittwoch um 15 Uhr mit Trainings- und Rennläufen der Rahmenprogrammklassen. Der Himmelfahrtstag beginnt um 9 Uhr mit Trainings- und Vorläufen. Der erste Rennlauf des Hauptrennens wird um 13.30 Uhr gestartet.