FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Gibt es erstmals einen Sieg für die Roten Teufel an der Saale?

Raab in Gefahr: Der FCK-Schlussmann versucht gegen „Löwen“-Angreifer Marcel Bär zu klären.
Raab in Gefahr: Der FCK-Schlussmann versucht gegen »Löwen«-Angreifer Marcel Bär zu klären.

Nach dem 3:0-Heimerfolg gegen den TSV 1860 München will Marco Antwerpen, der Trainer des Drittligisten 1. FC Kaiserslautern, die positive Energie mit in das Spiel am Dienstagabend beim Halleschen FC nehmen. Da fehlt ihm Hikmet Ciftci. FCK-Torwart Matheo Raab bereitet sich auf ein „ekliges Spiel“ vor.

Es läuft die 93. Minute am Samstagnachmittag im Fritz-Walter-Stadion. Der 1. FC Kaiserslautern führt im Drittliga-Duell mit dem TSV 1860 München 3:0. Noch einmal ein langer Ball, „Löwen“-Stürmer Sascha Mölders läuft mit dem Ball am Fuß in Richtung Lauterer Tor, zieht aus 16 Metern ab – FCK-Torwart Matheo Raab hat das zu zentral geschossene Leder sicher, ballt die Faust. Das Stadion tobt. Es war die letzte Aktion des Spiels. „Es wurde auf einmal laut. Da waren Emotionen da, weil es kurz vor Schluss noch einmal solch eine große Chance gab, die wir dann vereiteln konnten. Das hat zu dem Tag gepasst und hat ihn abgerundet“, sagt der Schlussmann der Roten Teufel.

Raab in Gefahr – aber Raab nicht bezwungen. So sah es auch schon in der Anfangsphase aus. In der dritten Minute wurde eine Flanke von Angreifer Marcel Bär lang und länger, der 22-Jährige fischte den Ball im Rückwärtslaufen ab. „Man hofft, dass man irgendwie drankommt, zur Not ein bisschen abfälschen kann. Es hat geradeso noch geklappt, dass ich den Ball festhalten konnte. Das gibt einem am Anfang schon eine gewisse Sicherheit“, erzählt der gebürtige Weilburger. In der zehnten Minute waren der Schlussmann und seine Teamkollegen auch mit Fortuna im Bunde, als Mölders – freigespielt von Merveille Biankadi – aus elf Metern das Tor verfehlte. „Es war ganz wichtig, dass Dominik Schad da noch gestört hat“, weiß Raab.

Startelfkandidat Niehues

Ganz wichtig war für den 1,88 Meter großen Schlussmann auch, dass der FCK eine Reaktion auf die 0:4-Niederlage bei Viktoria Berlin gezeigt hat. Nun gilt es nachzulegen, zu zeigen, dass diese Leistung gegen 1860 München keine Eintagsfliege war. Das am Dienstagabend (19 Uhr, MagentaSport, Liveblog auf rheinpfalz.de) beim mit sieben Punkten gestarteten Halleschen FC, wo der FCK noch sieglos ist. Für Matheo Raab, seit dieser Saison die Nummer eins im FCK-Tor, wird es erstmals ein richtiges Auswärtsspiel – nachdem in Berlin rund 2500 Lauterer Anhänger für Heimspielstimmung sorgten. „Unter der Woche in Halle, das wird ein sehr ekliges Spiel. Es ist eine Mannschaft, die viel mit Flanken, mit hohen Bällen agiert. Da müssen wir wieder sicher stehen. Ich mache mich auf was gefasst, freue mich aber auch. Wenn man ein ganzes Stadion gegen sich hat, das hat auch einen besonderen Reiz.“

FCK-Trainer Marco Antwerpen kann sich durchaus vorstellen, mit der gleichen Grundausrichtung wie gegen die Münchner – einem 4-1-4-1 – zu starten. Allerdings muss er den gerade erst in die Startelf gerückten Hikmet Ciftci ersetzen. „Es wird eine Muskelverletzung sein. Da geht es dann darum, wie lange er ausfällt“, sagte der Trainer am Montag. Erster Kandidat für die Ciftci-Position ist Julian Niehues. Ein sehr offensiv ausgerichteter FCK ist an der Saale nicht zu erwarten. „Wir können auch mal dem Gegner das Spiel überlassen“, sagte Antwerpen. Warum nicht selbst mit langen Bällen agieren?

Selbstkritischer Torhüter

Entscheidend wird es sein, die einfachen Fehler zu vermeiden. Das gilt auch für Matheo Raab, da gibt sich der Torwart selbstkritisch. „Ich kann mich überall verbessern, muss gerade im Spielaufbau eine gewisse Konstanz reinbekommen. Über die Spielpraxis werden mir die Entscheidungen leichter fallen, wann gehe ich ins Risiko und wann nicht.“ Sehr gut ist weiterhin der Umgang mit Avdo Spahic, hinter dem Raab vergangene Saison noch die Nummer zwei war. „Avdo hat sich mir gegenüber sehr, sehr loyal verhalten. Das ist ein sehr guter Junge.“

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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