Handball
EM-Nachrücker Hendrik Wagner bei der Nationalmannschaft ebenfalls positiv
Unfassbar! Hendrik Wagner von den Eulen Ludwigshafen wurde am Montag in Bratislava positiv auf das Coronavirus getestet. Wagner, bei der deutschen Handball-Nationalmannschaft Nachrücker für Julius Kühn, sollte heute in der dritten EM-Partie gegen Polen spielen.
Emotionale Achterbahnfahrt
Da Wagner erst am Sonntag ins deutsche Teamhotel in Bratislava kam und sich seitdem isolierte, hatte er bislang noch keinen Kontakt zu seinen Mitspielern oder dem Rest der deutschen Delegation. „Ich verstehe die Welt nicht mehr“, sagte Wagner. „Mir geht es aktuell körperlich gut, aber die letzten Stunden waren eine emotionale Achterbahnfahrt.“ Wie der ebenfalls positiv getestete Julius Kühn befindet sich nun auch der 24-Jährige in Isolation. Wann beziehungsweise ob er bei der Europameisterschaft noch zum Einsatz kommt, ist unklar. Mindestens fünf Tage muss er laut der Turnierregeln in Quarantäne bleiben, dann könnte er sich frei testen.
Anruf kurz vor 23 Uhr
Kurz vor 23 Uhr am Samstag, so erzählte Hendrik Wagner am Montagmittag in einem RHEINPFALZ-Interview, habe er durch einen Anruf von Co-Trainer Erich Wudkte erfahren, dass er für Julius Kühn einspringen darf. Am Sonntagmorgen flog er um 9.50 Uhr von Frankfurt aus nach Wien, dort wurde er mit ein Shuttle nach Bratislava gebracht. Sein Vater fuhr ihn nach Frankfurt zum Flughafen – über einen Umweg zur Trainingshalle in Ludwigshafen, wo noch seine Handballschuhe waren ...
Von den Leistungen der Mannschaft ist er angetan. „Sie hat eine sehr positive Einstellung, kämpferisch ist sie sehr, sehr stark – nach den Rückständen. Da sieht man, dass die Mannschaft total hungrig ist“, erläuterte der 23-jährige Senkrechtstarter.
Hendrik Wagner fühlte sich fit und bereit. „Wir haben bei den Eulen hart trainiert“, erklärte er.