Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Die jungen Wilden der FCK-U21 geben Gas

Die jungen Talente scharren mit den Hufen, Trainer Alexander Bugera treibt sie an wie hier beim Testspiel gegen Astoria Walldorf
Die jungen Talente scharren mit den Hufen, Trainer Alexander Bugera treibt sie an wie hier beim Testspiel gegen Astoria Walldorf.

Neun Spieler aus der eigenen A-Jugend, drei externe Neuzugänge, ein neuer Trainer: Klingt danach, als würde die U21 des 1. FC Kaiserslautern in der Fußball-Oberliga Zeit und etliche Spiele brauchen, um zusammenzufinden und reinzukommen, doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein. In den Tests besiegt das junge Team selbst Regionalligisten und macht neugierig auf das, was noch kommt.

Die junge Truppe steigerte sich langsam, gewann im ersten Test gerade mal 4:0 gegen den Landesligisten Spfr. Bundenthal, unterlag dann dem Regionalligisten SV Elversberg mit 0:2. Dann platzte der Knoten: 15:0 siegte die Elf gegen den nächsten niederklassigen Gegner SV DJK Eintracht Bürstadt aus der Gruppenliga Darmstadt, Es folgte ein 1:0-Sieg gegen den TuS Rot-Weiß Koblenz und ein 2:1 gegen FC Astoria Walldorf, beide aus der Regionalliga.

Trainer Alexander Bugera sah noch Verbesserungsbedarf – „es hätte das ein oder andere Tor mehr sein können“. Er war aber doch recht zufrieden damit, wie seine Jungs mitziehen. „Wir haben eine richtig gute Vorbereitung, haben kaum Verletzte, keine muskulären Probleme. Die A-Jugend-Spieler fügen sich gut ein, haben die Umstellung geschafft von vier- auf sieben bis acht Mal pro Woche Training.“

Keine Zweikämpfe

Dass sich bis auf einen keiner verletzt hat, führt der 42-Jährige auf die richtige Belastungssteuerung zurück. „Wir haben uns da viele Gedanken gemacht, haben Grundlagenausdauer trainiert, sind noch nicht so in die Zweikämpfe gegangen.“ Die stehen erst in der Woche vor dem Ligaauftakt gegen Alemannia Waldalgesheim auf dem Plan, genauso wie das Thema Spritzigkeit.

Hainault fehlt

Dass der einzige Verletzte der Spieler ist, der eine der Stützen in der zweiten Mannschaft sein soll, ist natürlich bitter. FCK-Profi Andre Hainault hatte schon einen Bluterguss, hat sich dann im Training einen Pferdekuss geholt und einen „kleinen Faserriss“. Er sei inzwischen aber „auf einem guten Weg“, steigt demnächst wieder ins Training ein, soll dann auf dem Rasen Verantwortung übernehmen, als Vorbild für die Jungen vorangehen – so wie Bugera die Rolle einst ausgeführt hat.

Die ersten Sechs

Das Ziel von Ex-Profi Bugera und seinem Co, Ex-Profi Andreas Clauß, ist ein Platz unter den ersten Sechs. „In unserer Gruppe sind ein paar Traditionsvereine wie TuS Koblenz und Trier. Wir wollen mit unserer Qualität in die Endphase kommen, wo es um den Aufstieg geht“, sagt Bugera und ist optimistisch, weil seine Jungs zum Beispiel gegen Koblenz gezeigt haben, „wie viel Kraft sie sich erarbeitet haben und dass sie bis zur 90. Minute Power geben können“.

Der Kader

Tor: Jonas Weyand (19), Matheo Raab (21), Carl Leonhard (19)

Abwehr: Hainault (34), Held (20), Hotopp (20), Klein (20), Kleeschätzky (19), Oeßwein (22), Kölle (19)

Mittelfeld: Aydin (20), Bonianga (19), Brahaj (18), Fath (20), Fladung (19), Herrmann (20), Jensen (22), Neukirch (19)

Sturm: Buchheister (21), Corona (19), Esmel (22), Fesser (18), Schuller (20), Woiwod (19)

Trainer: Alexander Bugera (42)

Zugänge: Oeßwein (FK Pirmasens), Herrmann (FC Ingolstadt), Leonhard (Darmstadt 98) Bonianga, Brahaj, Corona, Fesser, Fladung, Kleeschätzky, Kölle, Neukirch, Woiwod (alle FCK-U19)

Abgänge: Kabuya (20, Bayern Alzenau), Kajinic (20, Ziel unbekannt), Justus Klein (22, SC Idar-Oberstein), Kuete (20, RFCU Luxemburg), Löschner (23, Schwaben Augsburg), Singer (22, 1. FC Saarbrücken), Portmann (22, Schott Mainz)

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