Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler Mannheim sorgen sich noch nicht ums Eis

Das Trainertrio der Adler Mannheim: die Assistenten Jochen Hecht (links) und Marcel Goc (Mitte) sowie Cheftrainer Bill Stewart.
Das Trainertrio der Adler Mannheim: die Assistenten Jochen Hecht (links) und Marcel Goc (Mitte) sowie Cheftrainer Bill Stewart.

Klar: Sportlicher Erfolg, der im besten Fall in den Gewinn der deutschen Eishockey-Meisterschaft endet, ist immer das Ziel der Adler Mannheim vor einer neuen Saison. Doch in diesem Sommer beschäftigt den Klub noch ein anderer Auftrag.

Die ganz spezielle Mission stellte Geschäftsführer Matthias Binder unter dieses Motto: „Kundenerhaltung und Kundenrückgewinnung.“ Über allem steht die Hoffnung auf eine endlich wieder normale Saison, was die Rahmenbedingungen betrifft. Denn auch hinter den Adlern liegen zwei Coronajahre, das erste davon komplett ohne Zuschauer, das zweite mit einem Vorrundenschnitt von lediglich 5400 Fans. „Sieben von 28 Spielen, ein Viertel also, fanden da ganz ohne Zuschauer statt“, rechnet der Klubchef auf und stellt diese Zahl in Relation zu den weit über 11.000 Besuchern, die noch im Meisterjahr 2019 und der darauffolgenden Saison 2020 zu den Punktrundenpartien gekommen seien.

Die Energiekrise trifft auch das Eishockey

So gesehen würde sich Binder über an die 10.000 im Schnitt in der kommenden Spielzeit „sehr freuen“, wohlwissend, „dass wir gerade mal von der Hälfte kommen.“ Klar ist für ihn: Um wirtschaftlich arbeiten zu können, benötige der Klub eine Auslastung der SAP-Arena (13.600 Plätze) von 75 bis 80 Prozent. Positiv: 6100 Dauerkarten seien schon verkauft. Und dann ist da ja noch die Energiekrise, die eine energieintensive Sportart wie Profi-Eishockey natürlich besonders hart trifft. „Ich bin froh, dass unsere Kühlanlagen nicht mit Gas sondern über Strom betrieben werden“, sagt Binder aber auch im Wissen um das Thema Gasverstromung.

„Es wird extrem kostenintensiv“, ahnt Binder und verweist darauf, dass die SAP-Arena sich schon baulich in den vergangenen Jahren mit Nachbesserungen bei der Energieeffizienz beschäftigt habe und dies auch weiter tue. „In Sachen Nachhaltigkeit werden wir vieles auf den Prüfstand stellen“, betonte er. Dass es infolge der Energiekrise im Winter zu Spielausfällen kommen könnte, an anderen Liga-Standorten oder gar in Mannheim, erwartet der Adler-Klubchef nicht.

Trainer Stewart: Noch unerledigte Aufgaben

Sportlich gesehen drücken die Adler auch dank eines nur punktuell veränderten Teams derzeit kaum Sorgen. „Wir haben eine tolle Mannschaft“, ist Sportmanager Jan-Axel Alavaara überzeugt. „Der Großteil unseres Teams kennt unser System schon“, sagt Jochen Hecht, neben Marcel Goc Co-Trainer von Headcoach Bill Stewart. Dass alle drei von Nothelfern der vergangenen Saison zur Dauerlösung mutierten, erklärte Stewart so: „Wir merkten, dass es noch unerledigte Aufgaben gibt.“ Was er damit wohl meint: Trotz guter Play-offs reichte es noch nicht zum Titel ...

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