Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler Mannheim beenden Hauptrunde mit Sieg

Thomas Larkin (links) findet die Lücke zum 3:0 für die Adler.
Thomas Larkin (links) findet die Lücke zum 3:0 für die Adler.

„Danke“ hieß es am letzten Spieltag der Hauptrunde in der Deutschen Eishockeyliga von Seiten der Mannheimer Adler. Mit einem Sondertrikot und einem 4:2 (1:0, 2:0, 1:1) über die Krefeld Pinguine bedankten sie sich für die Unterstützung der Dauerkartenbesitzer in dieser besonderen Spielzeit.

Die Adler waren gewarnt. Beim Hinspiel gegen das Schlusslicht in Krefeld war der Klassenprimus lange vergeblich angerannt, hatte zwar viele Schüsse abgegeben, war aber immer wieder an Torhüter Marin Cüpper gescheitert. Und zunächst zeichnete sich ein ähnlicher Spielverlauf ab. Sean Collins, Denis Reul, Tommi Huhtala, Andrew Desjardins und noch einmal Reul – und das waren alleine die wirklich guten Torchancen der Mannheimer aus den ersten fünf Spielminuten. Immer wieder hieß der Sieger Cüpper. Im Gegenzug hatten die Gäste immer wieder gute Kontergelegenheiten, was Trainer Pavel Gross erzürnte: „Unser Umschaltspiel in den Play-offs muss besser sein, als heute im ersten Drittel“, schimpfte er.

Wichtig, dass David Wolf die Gastgeber in Führung brachte. Ein schönes, ein überlegtes Tor des gefährlichsten Adler-Angreifers der Hauptrunde (15.). Mark Katic vollendete eine tolle Kombination über Matthias Plachta und Desjardins zum 2:0 (24.). Aber die Adler ließen nun in der Konzentration merklich nach, was auch an der originellen Aufstellung der Gäste gelegen haben mag, bei denen ein Stürmer regelmäßig an der Mittellinie auf Konter lauerte, damit einen Verteidiger auf sich zog und so die Ordnung im Angriff der Adler empfindlich störte. Umso wichtiger der Treffer zum 3:0 von Thomas Larkin 18 Sekunden vor der zweiten Pausensirene. Erfreulich, dass die stärkste Unterzahl-Defensive der Liga mit einem Mann weniger erfolgreich war.

Gross übt Kritik

Ein Tor allerdings, dass ganz offensichtlich Gift für die Konzentration war. Nachlässig ist noch ein wohlwollender Ausdruck für die Mannheimer Defensivleistung im Abschlussdrittel. Auch dies kann Gross nicht gefallen haben. „Jedes Drittel, jeder Wechsel ist wichtig“, übte der zumindest indirekt Kritik. In der Kabine dürfte er noch ein wenig deutlicher geworden sein. Alexander Blank (47.) und Kristofers Bindulis (50.) nahmen die Einladungen dankend an, verkürzten für das deutlich limitierte DEL-Schlusslicht und erst Stefan Loibl, der die Scheibe zum 4:2 (53.) über die Linie arbeitete, stellte die Weichen endgültig auf Sieg.

Am Dienstag beginnt schon die Play-off-Runde mit dem Heimspiel gegen die Straubing Tigers. „Eine gute, kompakte Mannschaft. Dafür müssen wir bereit sein“, forderte Gross.

So spielten sie

Adler Mannheim: Endras - Schira, Katic; Larkin, Krupp; Reul, Akdag; Wirth - Plachta, Desjardins, Wolf; Shinnimin, Smith, Eisenschmid; Krämmer, Collins, Bast; Huhtala, Loibl, Elias

Krefeld Pinguine: Cüpper - Sacher, Constantin Braun; Bindulus, Maas; Bull, Gläßl - Buncis, Olson, Lessio; Tjanulin, Blank; Laurin Braun; Niederberger, Postel, Schymanski - Klöpper, Rutkowski

Tore: 1:0 Wolf (Plachta) 14:13, 2:0 Katic (Desjardins, Plachta) 23:27; Larkin (Krämmer, Loibl) 39:42 3:1 Blank 46:32, 3:2 Bindulis 49:02, Loibl (Eisenschmid) 52:27 - Strafminuten: 6 - 4 - Beste Spieler: Desjardins, Schirra - Klöpper, Lessio - Schiedsrichter: Klein (Stuttgart)/Becker (Dresden).

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