1. FC Kaiserslautern
Abgang von René Klingenburg naht
Beim Trainingsauftakt des 1. FC Kaiserslautern am 11. Dezember fehlten viele Profis. Dazu gehörte auch René Klingenburg. Er war erkrankt – wie die fehlenden Mitspieler auch an diesem Tag. Klingenburg musste am Morgen jenes 11. Dezember auch nicht mit nach Saarbrücken zum Leistungstest. Der fand am Olympia-Stützpunkt im Saarland statt. Klingenburg fehlte zudem am Freitag beim 2:0 (0:0)-Sieg des FCK im Testspiel gegen den ambitionierten Drittligisten SV Wehen-Wiesbaden. Er sei immer noch krank, teilte der Verein mit.
Der vielseitig einsetzbare Klingenburg steht auf der Streichliste des 1. FC Kaiserslautern. Angeblich soll 1860 München an dem 28-Jährigen interessiert sein. Allerdings beteuern die Verantwortlichen der Bayern, dass es noch keine Gespräche gegeben habe. Trainer Michael Köllner sei vielmehr am vereinslosen Heidelberger Lukas Rupp interessiert. Bei Klingenburg soll es um die Ablösesumme gehen, berichtet die Münchner Ausgabe der „Bild“.
Spielt Klingenburg gegen seine alten Mitspieler?
Sollte der Wechsel tatsächlich klappen, dann träfe Klingenburg am 8. Januar auf seinen alten Mitspieler. Denn da spielt der FCK gegen 1860 München im Trainingslager in der Türkei. Vom 3. bis 11. Januar bezieht der FCK sein Trainingslager in Belek.
Dort treffen die FCK-Profis dann auf andere Gegebenheiten als beim Leistungstest in Saarbrücken. In Belek ist es warm, die Spieler schuften an der frischen (Meeres)-Luft. Die Architektur und Funktionalität der Leichtathletikalle in Saarbrücken indes war den Profis, auch Jean Zimmer, egal. „Leistungstests sind kein Zuckerschlecken. Da ist mir die Halle egal“, sagte FCK-Kapitän Zimmer. Die Schinderei im Saarland war aber erfolgreich. Denn die Ergebnisse der FCK-Profis sind ausgewertet. Und die scheinen alle in Ordnung. „Man kann davon sprechen, dass die Hausaufgaben von allen Spielern erledigt worden sind. Die Werte waren okay, und dementsprechend können wir die Trainingssteuerung bis Weihnachten vornehmen“, sagt Trainer Dirk Schuster. Er ist dafür bekannt, intensiv und hart trainieren zu lassen. Das war schon im Sommer so. Die erfolgreiche Hinrunde bestätigt Schuster in seiner Trainingsmethodik. Der Cheftrainer wird bis kurz vor Weihnachten weiter schonungslos üben lassen, sagt er: „Wir werden die Trainingsumfänge und -Inhalte gnadenlos umsetzen, auch, wenn es manchmal weh tut.“
Dirk Schuster kennt kein Erbarmen
Die erkrankten Profis Erik Durm, Terrence Boyd, Lars Bünning, Marlon Ritter, René Klingenburg und Muhammed Kiprit werden jedoch nicht verschont. „Diejenigen, die die ersten Einheiten verpasst haben, müssen diese nachholen an den halben freien oder den freien Tagen der anderen Spieler“, betont Schuster. Schließlich sollen alle Akteure auf dem Niveau sein, 90 bis 95 Minuten unter einer hohen Belastung zu spielen.
Ab Weihnachten werden die Profis dann noch einmal bis 2. Januar frei bekommen. Auch in diesen Tagen wird es individuelles Training geben. „Jeder Spieler bekommt einen Plan mit, um an seiner Ausdauer zu arbeiten, sie zu optimieren“, betont der FCK-Coach.
Wunderlich nennt Gründe für Abgang
Sollte der Transfer Klingenburgs klappen, wäre er nach Wunderlich der zweite Abgang in der Winterpause. Wunderlich äußerte sich übrigens im TV-Kanal von Viktoria Köln erstmals nach seinem Wechsel. „Meine Situation in Kaiserslautern war zum Ende hin sportlich nicht zufriedenstellend. Da wahrscheinlich mein letztes halbes Jahr als Fußballprofi auf mich wartet, möchte ich einfach mehr Möglichkeiten haben, zu spielen. Das war in Lautern nicht mehr gegeben, und das war einer der Hauptgründe, warum ich den Verein verlassen wollte“, sagte Wunderlich.
