Fußball
Oberliga-Abstiegsrunde: Sieg, Remis und Niederlage für Pfälzer
SV Morlautern - Waldalgesheim
An Torchancen fehlte es Oberligist SV Morlautern nicht, um die Heimpartie gegen Alemannia Waldalgesheim für sich zu entscheiden. Doch die Westpfälzer vergaben ihre Hochkaräter, verloren 1:2 (0:2) und kassierten damit eine bittere Niederlage in der Abstiegsrunde.
Fast die ganze zweite Halbzeit war es ein Spiel auf ein Tor, nämlich auf das der Gäste. Aber der SVM schaffte es einfach nicht, sich für seinen Einsatz zu belohnen. So stand am Ende ein glücklicher Sieg der Gäste, die in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung gegangen waren. Bereits in der sechsten Minute erzielte Nils Gräff per Abstauber den ersten Treffer. Geschockt durch diesen frühen Rückstand, lief bei den Morlauterern lange Zeit nichts zusammen.
Erst kurz vor der Pause änderte sich das. Da kamen sie im gegnerischen Strafraum zum Abschluss. Zuerst vergab Bobby Edet eine große Chance zum 1:1 (43.), kurz danach verfehlte Markus Happersberger mit seinem Schuss knapp das Tor. Aber nicht nur, dass die Heimmannschaft ihre Ausgleichschancen nicht nutzte, sie kassierte in der ersten Minute der Nachspielzeit auch noch das 0:2 durch Shane Wheeler. Dabei machte der Morlauterer Keeper Bakary Sanyang keine gute Figur.
Nach der aus ihrer Sicht verpatzten ersten Halbzeit schöpften die Morlauterer kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs Mut, die Partie noch wenden zu können. Ryutaro Kishi hatte Sascha Theis im Strafraum zu Fall gebracht, und Florian Bicking verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 1:2 (48.). Der Anschlusstreffer beflügelte zwar das Angriffsspiel der Morlauterer, aber ein weiterer Treffer gelang ihnen nicht. „Wir machen unsere Tore nicht“, haderte der Morlauterer Trainer Daniel Graf nach der Partie mit der schlechten Chancenverwertung der Seinen.
FV Dudenhofen - SG Mühlheim-Kärlich
Der FV Dudenhofen hat in der Oberliga-Abstiegsrunde einen wichtigen Arbeitssieg eingefahren. Nachdem er 25 Minuten seinem Gast, der SG Mülheim-Kärlich, unterlegen war und großes Glück hatte, nicht in Rückstand geraten zu sein, siegte die Elf von Trainer Steffen Litzel vor 165 Zuschauern nach Leistungssteigerung mit 2:0 (0:0).
Zu Beginn der Begegnung schnürte der Gast den FVD in dessen Hälfte ein – und kam auch zu Chancen. Immer wieder gingen die entscheidenden Zweikämpfe an die Rheinländer, die mit einem jungen Team angereist waren und bei denen vor allem Paul Heuser auf der linken Offensivseite für Wirbel sorgte. Dass die SG nach 20 Minuten nicht schon 2:0 führte, schob deren Trainer Nedad Lazarevic auf die Unerfahrenheit.
Bis dato hatte der FVD kaum Zugriff, das änderte sich nach einem ersten Abschluss von Dudenhofens Stürmer Kennet Hanner Lopez, der aber noch keine Gefahr brachte (27.). Nun war der FVD das bessere Team, kam zu weiteren Gelegenheiten und hatte Pech, als Simon Bundenthals Kopfball im Anschluss an eine Ecke aus sechs Metern am Pfosten landete (32.).
Einen kurzen Schockmoment mussten die Spargeldörfler noch wegstecken, als der neben Hauser auffälligste SG-Akteur, Christoph Fritsch, einen Freistoß einköpfte (47.). Doch der Schiedsrichter hatte zuvor ein Foulspiel eines SG-Spielers gesehen. Es blieb beim 0:0, auch nach einem von Timo Enzenhofer clever herausgeholten Strafstoß, den aber SG-Torsteher Michael Wall gegen Hanner Lopez entschärfte (61.).
Den FVD auf die Siegerstraße brachte Tom Handrich, der eine abgewehrte Enzenhofer-Flanke aus 18 Metern in den rechten Winkel setzte (79.). Für die Entscheidung sorgte Michael Bittner nach einem von Lukas Metz eingeleiteten Konter in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Am Ende stand ein über die 90 Minuten verdienter Arbeitssieg, der den FVD wieder auf einen Nichtabstiegsplatz beförderte.
Arminia Ludwigshafen - TuS Kirchberg
Es bleibt dabei: Oberligist Arminia Ludwigshafen hat in der Abstiegsrunde das Siegen auf dem eigenen Platz verlernt. Am achten Spieltag der Abstiegsrunde kam der Spitzenreiter gegen TuS Kirchberg nicht über ein leistungsgerechtes 3:3 (1:2) hinaus. Damit bleibt zwar das Team von Trainer Andreas Brill im vierten Spiel in Folge ohne Niederlage, wartet aber noch auf den ersten Sieg vor heimischer Kulisse.
„Es ist schon ärgerlich, dass wir uns nach einer guten zweiten Halbzeit diesmal nicht mit einem Dreier belohnt haben“, sagte Brill. Schon im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften 2:2. Aber diesmal fehlte der Arminia auch das nötige Spielglück. In der Nachspielzeit köpfte Piero Adragna nach einem Eckball von David Braun das Leder hauchdünn am Tordreieck vorbei. „Wir müssen immer wieder einen Riesenaufwand betreiben, um zum Torerfolg zu kommen, während der Gegner eiskalt unsere Chancen nutzen konnte“, meinte Abwehrchef Fabian Herchenhan.
Dabei gingen die Hunsrücker bereits durch Florian Daum überraschend mit 0:1 (3.) in Führung. „Da haben wir einfach wieder geschlafen“, kritisierte Brill. Es dauerte nicht lange ,und der agile David Braun glich zum 1:1 (17.) aus. Bitter war die erneute Führung der Gäste, nachdem Markus Schmitt den Ball in der eigenen Defensive nicht unter Kontrolle brachte und Erik Milz (1:2, 33.) zu erneuten Führung traf.
In der Pause stellte Trainer Brill um und schickte in einem Doppelwechsel Giuliano Cultrera und Nico Pantano für Markus Schmitt und Fabrizio Moncada auf den Rasen. So traf dann Piero Adragna nach einem Zuspiel von Pantano zum 2:2 (56.). Aber wieder kamen die Gäste durch einen Fehler der Gastgeber zurück. So erzielte Jonas Heiner das 2:3 (64.), ehe Lukas Hartlieb per Kopf nach einem Eckball von David Braun mit dem 3:3 noch einen Punkt rettete.