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Samstag, 31. Dezember 2016 Drucken

Sport

FCK sucht Routinier: Meier FCK-Trainer?

FUSSBALL: Gries und Riesenkampff nehmen Stellung

VON HORST KONZOK

 

Als FCK-Coach im Gespräch: Norbert Meier. ( Foto: KUNZ)

Kaiserslautern. 2277 Leser haben sich bei der am Freitag beendeten Umfrage „Wer soll FCK-Trainer werden?“ auf www.rheinpfalz.de beteiligt. Die Abstimmung gewann Ciriaco Sforza vor Holger Stanislawski – die Wahl der Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern aber fällt auf einen anderen Kandidaten.

 

„Wir haben einen Schritt voran gemacht. Es gibt aber noch nichts Spruchreifes“, sagte Uwe Stöver gestern Abend zur Suche nach einem Nachfolger des zurückgetretenen Trainers Tayfun Korkut (42). Die Frage, ob der am 5. Dezember beim Bundesligisten SV Darmstadt 98 entlassene Trainer-Routinier Norbert Meier (58) der Favorit für die Korkut-Nachfolge bei FCK sei, lässt Stöver unkommentiert. Er zeigt sich aber optimistisch, den neuen Cheftrainer doch schon am Dienstag beim Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde präsentieren zu können.

Spekuliert wird, dass Korkut das Handtuch warf, weil im Aufsichtsrat Kritik am Tabellenstand und an den letzten Auftritten massive Kritik an ihm geübt worden sei. „Unsere Kritik betraf allgemein das Abschneiden im sportlichen Bereich und nicht explizit die Arbeit des Trainers. Wir sind mit dem sportlichen Abschneiden nach der Hinrunde nicht zufrieden, wir sind hinter unseren Zielen zurückgeblieben“, erklärt Nikolai Riesenkampff, der Vorsitzende des Aufsichtsrates. „Dass Tayfun Korkut ohne für uns erkennbaren konkreten Grund aufgehört hat, kam für uns sehr unerwartet und war etwas irritierend. Was die Trainersuche angeht, so stehen wir mit den Verantwortlichen in ständigem Austausch“, sagt Riesenkampff.

Trainersuche statt Weihnachtsurlaub und dazu eine handfeste Grippe – die Feiertage hatte sich Thomas Gries, der FCK-Vorstandsvorsitzende, fürwahr anders vorgestellt. Die Entscheidung Korkuts, den Bettel hinzuwerfen „hat uns kalt erwischt“, gesteht Gries: „Wir waren alle darauf eingestellt, in Weihnachtsurlaub zu gehen. Und seitdem rotieren wir.“

„Ich kenne die Gründe nicht. Ich habe ja auch noch einmal mit ihm gesprochen – aber es kam nichts dabei heraus“, beschreibt Gries das letzte Gespräch mit Korkut: „Ich will nicht mutmaßen, aber ich denke, dass es mehrere Gründe waren.“

Gries, der Korkut bei dessen Präsentation als Wunschtrainer Nummer eins gepriesen hatte, sieht den FCK nun wie auf einer Baustelle ohne Bauleiter. Der FCK als Tabellendreizehnter besitzt nach 17 Spielen mit 15 Gegentoren nach Heidenheim (14 Gegentreffer) zusammen mit den Würzburger Kickers die zweitbeste Defensive der Liga. Mit elf geschossenen Toren stellt der FCK mit dem Karlsruher SC und dem FC St. Pauli die schlechteste Offensive der Klasse. „Aber mit Mensur Mujdza, Sebastian Kerk und Kacper Przybylko kommen zur Rückrunde drei Spieler dazu und zurück, die bis jetzt kaum oder gar nicht spielten“, sagt Gries, zuversichtlich, dass die Rückrunde besser als die Hinrunde verlaufen wird. „Wir haben uns erst geschüttelt, ich bin jetzt aber recht optimistisch“, sagt Gries, der darauf hofft, den Neuen am Dienstag präsentieren zu können.

„Die Einschätzung der Qualität des Kaders trafen ja auch alle Trainerkandidaten mit denen wir jetzt gesprochen haben. Vielleicht fehlen ein Außenverteidiger, ein Außen, ein Stürmer – aber da kommen ja auch die genannten Drei dazu“, analysiert Gries, der davon ausgeht, einen routinierten Trainer für die Aufgabe beim FCK begeistern zu können. Einer, der die Liga kennt und noch etwas bewegen möchte. Einer wie Norbert Meier?

Der 58-Jährige war vor seinem Kurz-Gastspiel in Darmstadt zweieinhalb Jahre bei Arminia Bielefeld tätig, arbeitete im Profifußball vorher für Fortuna Düsseldorf, Dynamo Dresden, MSV Duisburg und Borussia Mönchengladbach.

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